Sonntag, 08.03.2015

Golden State Warriors - Los Angeles Clippers 106:98

Gnadenlos gut

Die Golden State Warriors (49-12) haben dank einer überragenden zweiten Halbzeit einen ungefährdeten Sieg gegen ersatzgeschwächte Los Angeles Clippers (40-23) eingefahren. Beim 106:98 (BOXSCORE) war Draymond Green bester Werfer der Dubs.

24 Minuten lang konnten die Clippers die Partie offen gestalten, dann zog Golden State gnadenlos davon. In einem Spiel mit hohem Tempo war die starke Warriors-Defense nach der Pause der Schlüssel zum Erfolg. Draymond Green war mit 23 Punkten Topscorer der Partie, Klay Thompson und Shaun Livingston erzielten jeweils 21 Zähler.

Auf Seiten der Clippers erzielte Austin Rivers 22 Zähler, viele davon allerdings erst in der Garbage Time. Das mit Spannung erwartete Point-Guard-Duell zwischen Stephen Curry (12 Punkte, 4 Assists, 3 Steals) gegen Chris Paul (14 Punkte, 11 Assists) stand letztlich nicht so im Mittelpunkt. Die Warriors bleiben damit die Nummer 1 im Westen, die Clippers liegen auf Platz 5.

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Die Reaktionen:

Stephen Curry (Warriors) zu seinem irren Dreier: "Ich hatte ein bisschen Platz und es war einfach ein selbstbewusster Wurf. Wir haben nie von einer Rivalität gesprochen. Es ist einfach ein hartes und engagiertes Spiel zwischen uns."

Steve Kerr (Coach Warriors): "Egal, was Steph macht, mich kann nichts mehr überraschen."

Doc Rivers (Coach Clippers): "Ich glaube, sie mögen uns nicht besonders. Aber ich weiß nicht, warum. Steve hat mir gesagt, dass er mich nicht mag. Wir sind das einzige Team, dass ihnen gefährlich werden kann und das wissen sie. Also liegt es wahrscheinlich daran."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Die Warriors starten wie immer: Coach Kerr schickt die Splash Brothers Curry und Thompson aufs Parkett. Dazu gesellen sich Barnes, Green und Bogut. Bei den Clippers fehlen weiterhin Griffin (Ellbogenverletzung) und Crawford, dafür ist Barnes zurück. Die Starting Five lautet Paul, Redick, Barnes, Hawes und Jordan.

2.: Was für ein Start für Redick! Der Scharfschütze nimmt die ersten Würfe für Los Angeles - und trifft! Green und Barnes kontern für Golden State. 5:5! Guter Spiel zu Beginn!

9.: Es wird hier weiter munter geballert! Thompson wird von Green am Perimeter bedient und der jagt den Dreier durch den Ring. Die Pace ist unfassbar hoch! Auf der anderen Seite schlägt Barnes zurück. 26:21 für die Clippers.

12.: Der war hart! Trotz Hand im Gesicht trifft Thompson den Dreier im Zurückfallen und bringt die Warriors damit in Führung. 29:28 für Golden State. Thompson steht bereits bei 12 Punkten.

19.: Wow, was für ein Move! Curry schickt Paul ins Leere und nimmt dann den Pullup-Jumper. Es sind die ersten Punkte des Superstars heute. 39:38 für die Warriors. Es geht hin und her.

21.: Jetzt dreht Livingston auf! Der Spielmacher macht 7 Punkte in Serie für Golden State. Die Warriors ziehen mit ihrer Small-Ball-Aufstellung davon! 50:40 für die Dubs.

28.: Das ist doch einfach nur verrückt! Curry mit dem Behind-the-Back-Dribbling und dann einem ganz wilden Dreier - natürlich drin. 65:54 für Golden State. Dann zieht Green gegen Jordan das Foul auf, trifft trotzdem und macht auch den Freiwurf. 68:54.

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32.: Green übernimmt jetzt! Der Forward macht einfach alles auf dem Feld. Hinten spielt er richtig gute Defense und vorne trifft er aus allen Lagen. Golden State setzt sich weiter ab. 75:60!

38.: Paul ist der einzige Clipper, der sich noch wehrt. Der Spielmacher steckt erst auf Big Baby Davis durch, der locker abschließt. Im nächsten Angriff macht er es gleich selbst. Aber die Warriors führen weiter mit 90:72. Kurze Zeit später kassieren Livingston und Austin Rivers nach einem kurzen Wortgefecht jeweils ein technisches Foul.

42.: Paul ist auf der Bank, Robinson bekommt noch ein bisschen Eingewöhnungszeit und auch Trainersohn Rivers darf noch ein wenig Spielpraxis sammeln. Die Partie ist aber längst durch. Livingston macht seinen 18. Punkt (Season High) und erhöht auf 96:80.

48.: Die Clippers betreiben noch ein bisschen Ergebniskosmetik, aber das ändert nichts. Die Warriors gewinnen mit 106:98.

Golden State Warriors vs. Los Angeles Clippers: Hier geht's zum BOXSCORE

Reich und sexy auch ohne Erfolg
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Der Star des Spiels: Draymond Green. Es ist schon bemerkenswert, welche Entwicklung der Forward in dieser Saison genommen hat. Green ist einfach überall auf dem Feld wertvoll und das unterstrich er gegen die Clippers. Defensiv war er immer präsent und offensiv punktete er aus allen Lagen. Am Ende standen 23 Punkte, 6 Rebounds und 3 Assists auf dem Boxscore-Zettel. Ebenfalls stark: Shaun Livingston.

Der Flop des Spiels: Spencer Hawes. Es wird Zeit, dass Griffin zurückkommt. Hawes kann ihn jedenfalls nicht ersetzen. Das erwartet natürlich auch niemand, aber mehr als er gegen die Warriors zeigte, sollte es schon sein. Der Big Man hatte offensiv keinen Einfluss und konnte defensiv Green nie halten. Coach Rivers limitierte seine Spielzeit auf knapp 19 Minuten.

Das fiel auf:

  • Auf der Verpackung stand Spitzenspiel und die Partie hielt es! Beide Teams legten gleich ein unfassbares Tempo hin, trafen hochprozentig und waren ständig in Bewegung. Dabei neutralisierten sich Curry und Paul lange Zeit, sodass andere Spieler im Rampenlicht standen. Nach der Pause setzte sich dann die Qualität der Warriors durch. Von der Rivalität, die beide Teams pflegen, war allerdings dieses Mal nicht viel zu sehen.
  • Nate Robinson feierte sein Debüt für die Clippers. Der Point Guard erhielt einen 10-Tages-Vertrag in Los Angeles und soll Energie von der Bank bringen. Das gelang gegen die Warriors noch nicht so. Robinson betrat kurz vor Ende des ersten Viertels das Parkett und spielte im Backcourt an der Seite von Rivers. Dabei wechselten sie sich im Ballvortrag ab. Seine gefürchteten Drives zum Korb waren dabei aber noch nicht zu sehen. Immerhin konnte er sich in der Garbage Time Spielpraxis holen. In 20 Minuten kam er auf 5 Punkte.
  • Die NBA-Champions der letzten 25 Jahre
    1991: Chicago Bulls (4-1 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Michael Jordan
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    1999: San Antonio Spurs (4-1 gegen New York Knicks). Finals MVP: Tim Duncan
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    2000: L.A. Lakers (4-2 gegen Indiana Pacers). Finals MVP: Shaquille O'Neal
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  • Mitte des zweiten Viertels packte Coach Kerr wieder die Small-Ball-Formation aus. Green switchte auf Center, Barnes ging auf die Vier. Dazu standen Curry, Livingston und Thompson auf dem Parkett. Das Gute an der Formation ist, dass sie physisch gar nicht so klein ist. Aber mit dieser beweglichen Aufstellung starteten die Warriors einen kleinen Lauf. In der zweiten Hälfte widerholte sich das Spiel. Gerade Green kam so immer wieder zu Punkten.
  • Die Clippers hatten große Probleme aus der Distanz. Nach Redicks Dreier zu Beginn der Partie, landeten die nächsten elf Versuche allesamt auf dem Ring. Dabei zeigte L.A. eigentlich gutes Ball-Movement, viele der Würfe waren eigentlich offen. Am Ende lag die Quote wieder bei ordentlichen 8/25 Treffern. Da war aber längst alles entschieden.
  • Nach der Pause zog Golden State richtig an. In der Defensive erzwangen sie Turnover um Turnover - allein sieben waren es im dritten Viertel - und kamen so zu einfachen Punkten. Coach Kerr forderte in einer Auszeit, "aus guten Würfen sehr gute zu machen" und sein Team setzte es mit großartigem Ball-Movement um.

Der Spielplan im Überblick

Marc-Oliver Robbers

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Marc-Oliver Robbers(Verantwortlicher Redakteur NBA.de)

Marc-Oliver Robbers, Jahrgang 1982, ist seit Anfang 2013 bei SPOX.com und leitet die NBA-Basketball-Redaktion. Kam 2011 als Praktikant aus dem Oldenburger Münsterland zu SPOX und ist nach einem kurzen Abstecher zu Sport1.de nun zurück im Hause PERFORM. Kernressort: Basketball, aber auch im Fußball und Tennis zuhause.

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