Montag, 24.11.2014

NBA-Schlaglichter

GSW-Sieg trotz Splash-Blackout

Die Golden State Warriors trotzen den Shooting-Problemen von Steph Curry und Klay Thompson und gewinnen knapp bei den Oklahoma City Thunder. Charlotte hat erneut die Chance zum Buzzerbeater-Sieg, unterliegt am Ende aber den Miami Heat. Die Trail Blazers bauen ihre Siegesserie durch einen Sieg bei den Boston Celtics weiter aus. Die Lakers verlieren nach Verlängerung.

Klay Thompson (M.) haderte gegen die Oklahoma City Thunder mit seinem Wurf
© getty
Klay Thompson (M.) haderte gegen die Oklahoma City Thunder mit seinem Wurf

Boston Celtics (4-8) - Portland Trail Blazers (10-3) 88:94 (BOXSCORE)

Oft hatten die Blazers in dieser Saison noch nicht auswärts gespielt. Der Auftritt im TD Garden zu Boston war erst Portlands vierter Auftritt in fremder Halle. Entsprechend groß schienen auch die Anpassungsschwierigkeiten zu sein. Die Blazers begannen schwach, trafen in der ersten Hälfte lediglich 35,4 Prozent ihrer Würfe und lagen zur Halbzeit knapp zurück.

Mit Beginn des dritten Viertels hatte sich Portland offenbar aber an die Luft fremder Arenen gewöhnt. Die Defense sah deutlich besser, deutlich engagierter aus und auch offensiv kamen die Blazers langsam ins Rollen. So glichen sie das Spiel zu Beginn des Schlussviertels aus, um zum Auftakt der finalen 12 Minuten dank eines 17:5-Runs vermeintlich uneinholbar davonzuziehen.

"Wir haben endlich ein paar Stops bekommen", erklärte Damian Lillard (12 Punkte, 9 Rebounds, 5 Assists) die Leistungssteigerung. "In der ersten Hälfte haben sie sich noch wohl gefühlt und alles hat geklappt. Wir haben uns dann aber defensiv gesteigert und sie dazu gezwungen, sich in der Defense auf mehr als nur eine Sache zu fokussieren."

Die Celtics brachten sich gerade zu Beginn des Schlussviertels dagegen um den eigentlich verdienten Lohn. Boston vergab 12 seiner ersten 14 Würfge im letzten Abschnitt und musste zusehen, wie Portland davonzog. Zwar brachten zwei direkt aufeinanderfolgende Dreier von Avery Bradley und Jared Sullinger die Celtics noch einmal heran, ausgerechnet in der letzten Minute wollte bei Boston jedoch nichts mehr fallen, was den Blazers wiederum bereits den siebten Sieg in Serie bescherte.

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Miami Heat (8-6) - Charlotte Hornets (4-10) 94:93 (BOXSCORE)

Wo die Hornets sind, ist Spektakel. Jedenfalls in den finalen Sekunden. Bereits zwei Spiele hat Charlotte in dieser Saison per Buzzerbeater entschieden, in Miami wäre beinahe Nummer drei hinzugekommen. 31 Sekunden waren noch zu spielen, als Chris Bosh Miami per Fadeaway über Cody Zeller in Führung brachte. Genug Zeit also, das Spiel noch einmal zu drehen.

Zumal Mario Chalmers nach Kemba Walkers verpasstem Jumper ein Ballverlust unterlief und die Hornets mit noch 14 Sekunden zu spielen erneut in Spaldingbesitz kamen. Bühne frei für das Duell UConn gegen UConn. Walker nahm sich Shabazz Napier vor, vergab allerdings den nächsten Jumper. Vorbei war das Spiel damit allerdings immer noch nicht. Al Jefferson tippte den Ball ein letztes Mal auf den Ring, wo er herumtänzelte, bis er sich mit dem Buzzer schlussendlich gegen den Weg durch die Reuse entschied.

"Ich bin einfach nur froh, dass wir gewonnen haben. Ernsthaft", gab sich Bosh nach den Aufregungen der finalen Sekunden erleichtert. Zumal die Heat im vierten Viertel bereits mit 8 Punkten zurücklagen, ehe sie die entscheidende Aufholjagd starteten.

"Unsere Serie hat definitiv Auswirkungen auf unser Selbstbewusstsein", versuchte Coach Steve Clifford die Probleme seiner Hornets zu erklären. Und tatsächlich, in Miami kassierte Charlotte bereits seine fünfte Niederlage in Serie, die zehnte insgesamt. "Wir haben die Würfe bekommen, die wir wollten, sie aber nicht getroffen", erklärte ein entsprechend frustrierter Jefferson. Auch deshalb sicherten sich die Heat ihren dritten Sieg aus den vergangenen vier Spielen - und natürlich dank Luol Deng, der mit 26 Punkten Topscorer der Partie war.

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Oklahoma City Thunder (3-12) - Golden State Warriors (10-2) 86:91 (BOXSCORE)

Es war eigentlich nicht das Spiel der Warriors. Zunächst einmal lief bei den Splash Brothers überhaupt nichts zusammen. Weder Steph Curry (15 Punkte, 5/15 FG) noch Klay Thompson (20 Punkte, 6/20 FG) fanden auch nur ansatzweise ihren gewohnten Rhythmus, kamen GEMEINSAM in der zweiten Hälfte auf lediglich 5 Punkte. Doch damit nicht genug. Golden State verlor auch noch zwei wichtige Rollenspieler.

Zunächst erwischte es Andrew Bogut. Der Center bekam Kendrick Perkins' Ellbogen ins Gesicht, zog sich eine Prellung im Augenbereich zu, musste das Spiel wenig später verlassen und teilte sein Schicksal damit mit Leandro Barbosa. Der Brasilianer zog sich nach einem Foul beim Fast Break eine Knieprellung zu und konnte ebenfalls nicht weiterspielen.

Allein das machte es den Warriors nicht leicht. Hinzu kamen ungewöhnliche Shooting-Schwächen beim gesamten Team (35,5 Prozent FG, 28 Prozent 3FG) sowie Thunder, die Golden State gerade unter dem Korb das Leben extrem schwer machten (44 Punkte in der Zone, 58 Rebounds). Wie gesagt, die Warriors hatten es wahrlich nicht leicht.

Und dennoch gewannen sie am Ende das erste Spiel ihres Fünfspiele-Roadtrips. Weshalb? Einerseits sicherlich, da Marreese Speights unglaublich heiß lief, in 25 Minuten 28 Punkte auflegte (11/18 FG) und so dem Team über Currys und Thompsons Schwäche in der zweiten Hälfte hinweghalf. Einzig am Ende benötigten die Warriors noch einmal splash-brotherliche Hilfe: Nachdem Serge Ibaka OKC per Putback-Dunk Sekunden vor dem Ende auf zwei Punkte herangebrachte, mussten die Thunder foulen.

Natürlich wanderte der Ball da zunächst in die Hände von Curry, dann zu Thompson. Insgesamt drei der vier Freiwürfe saßen, die Warriors hatten gewonnen - und Curry erfolgreich eine komplett punktefreie zweite Hälfte verhindert. Die Thunder kassierten trotz großen Kampfes dagegen die sechste Niederlage in Serie und warten immer sehnlicher auf Kevin Durant und Russell Westbrook.

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Los Angeles Lakers - Denver Nuggets 94:101 OT (BOXSCORE)

Schön anzusehen war es nicht, was Lakers und Nuggets in L.A. boten. Wer grundsätzlich effizienten Basketball bevorzugt, mag sich mitunter sogar ein wenig traurig abgewendet haben. Die Quoten waren schwach (Lakers: 37,1 Prozent FG, 12,5 Prozent 3FG; Nuggets: 37,8 Prozent FG, 27 Prozent 3FG), Teambasketball wurde spätestens im letzten Viertel vollends abgeschafft.

Nahezu jeder Spielzug lief über Isolationen, auf die Spitze trieb es jedoch Kobe Bryant. Beinahe mit Beginn des Schlussviertels lief die Mamba und damit die Lakers bei beinahe jedem Angriff das fast identische Play. Heißt: Kobe ging rechts am Perimeter ins Dribbling, postete sich meist gegen Wilson Chandler Richtung Lowpost und versuchte den Turnaround-Jumper.

Was zu Beginn noch sehr effektiv funktioniert hatte, landete gegen Ende allerdings größtenteils vorne auf dem Ring. Kobe war müde, tat aber dennoch alles, um seine Lakers doch noch zum Sieg zu führen. Denn so ineffizient das Spiel auch gewesen sein mag, es blieb spannend - bis in die letzten Sekunden. Nachdem Bryant den möglichen Sieg vergeben hatte, leistete sich Danilo Gallinari beim Einwurf einen Ballverlust. Allerletzte Chance Lakers: Bei nur noch 0,5 Sekunden auf der Uhr blieb Nick Young allerdings nicht genug Zeit. Swaggy P's Dreier klatschte auf den Ring.

In der Verlängerung erspielten sich die Nuggets schließlich schnell einen Vorteil. Speziell dank Ty Lawson, der selbst gut von Jeremy Lin oder Kobe verteidigte Fadeaway-Jumper traf. Gallinari machte mit einem unglaublich wichtigen Dreier zudem seinen Fehler aus der regulären Spielzeit wett, sodass Denver schlussendlich seinen vierten Sieg in Serie einfuhr. Topscorer der Partie war Kobe mit 27 Punkten (10/24 FG).

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