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"Mr. Unreliable" Durant explodiert

Von SPOX
Freitag, 02.05.2014 | 07:49 Uhr
Kevin Durant war in Spiel sechs gegen Memphis der Garant für Oklahoma Citys Sieg
© getty
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Kevin Durant wird vor Spiel sechs von einer heimischen Zeitung kritisiert und gibt gegen Memphis die richtige Antwort. Seine Oklahoma City Thunder siegen deutlich und erzwingen Spiel sieben. Die Grizzlies dagegen bangen um Mike Conley. Anschließend bekämpften die Golden State Warriors erfolgreich große Foul- und Verletzungsprobleme sowie die favorisierten L.A. Clippers. Auch in der Serie der beiden Kalifornien-Teams kommt es zum Alles-Oder-Nichts-Spiel.

Memphis Grizzlies (7) - Oklahoma City Thunder (2) 84:104 (BOXSCORE)

Vor dem Spielbeginn wirkte Scott Brooks verzweifelt, als er Caron Butler für Thabo Sefolosha in die Starting Five beorderte. Nach dem ersten klaren Sieg der Serie wirkt der Coach der Thunder wie ein Genie. Denn mit einem starken ersten Viertel (25:17) legte OKC ordentlich vor, setzte sich bis zur Halbzeit weiter ab und schaute nicht mehr zurück.

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Die Thunder dominierten die Partie von Anfang bis Ende, der Schweizer Sefolosha bekam in dieser Partie keine einzige Minute Spielzeit. Butler dagegen kam in 29 Minuten auf solide 7 Punkte, 4 Rebounds und 3 Assists. "Wir freuen uns, dass wir die Chance haben, in Spiel sieben alles klar zu machen", sagte Butler anschließend. "Das wird wieder eine Schlacht."

Obwohl sie, wie Butler, nur Rollenspieler waren, spielten auch die Beiträge von Serge Ibaka (8 Punkte, 7 Rebounds, 4 Blocks) und vor allem Rookie Steven Adams (5 Blocks in 20 Minuten) eine wichtige Rolle.

Ohne Frage war aber Kevin Durant der MVP der Partie: Nach dem fünften Spiel war der Topfavorit auf den MVP Award der Regular Season vom lokalen "The Oklahoman" noch als "Mr. Unreliable" bezeichnet worden, weil er in der Serie gegen Memphis bisher weit unter seinen Möglichkeiten geblieben war. Ein Aufschrei unter den Lesern der Zeitung zwang die Redaktion, sich zu rechtfertigen und für die unglückliche Schlagzeile zu entschuldigen.

Durant diente sie offenbar als zusätzliche Motivationsspritze: Der Forward traf elf seiner 23 Würfe für 36 Punkte, sammelte 10 Rebounds und hatte von allen Spielern den besten Plusminuswert (+27). "Ich werde diesem Blatt keinen Anteil an meiner Leistung zusprechen", wurde Durant anschließend deutlich. "Wir lagen 2-3 zurück, wir mussten gewinnen. Nur darum ging es."

Russell Westbrook traf derweil erneut mittelmäßig (9/21 Field Goals), kam aber auf 25 Punkte und 9 Rebounds und hinterließ als Dirigent der Thunder-Offense den vielleicht bisher besten Eindruck im Verlauf der Serie.

Die Grizzlies verloren nicht nur das Spiel, sondern auch Mike Conley - und es käme einem Desaster gleich, würde der Spielmacher für das siebte Spiel ausscheiden. Conley verletzte sich an den rechten Adduktoren, versuchte weiterzuspielen und musste letztlich doch die Segel streichen. Memphis-Coach Dave Joerger kündigte bereits an, dass Conleys Einsatz in Oklahoma City ungewiss sei. Als Ersatz stünde der dritte Point Guard Beno Udrih bereit. Nick Calathes ist ebenfalls verletzt.

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Golden State Warriors (6) - Los angeles Clippers (3) 100:99 (BOXSCORE)

Nach seiner Monster-Performance in Spiel fünf machte DeAndre Jordan in Oakland gleich da weiter, wo er zuvor aufgehört hatte. Innerhalb der ersten Minuten verbuchte der Center 3 Blocks und stellte augenblicklich klar, wer die Zone regiert. Die Defense Jordans befeuerte die Offense der Clippers, die mit einem 14:5-Start gleich vorlegten und einen hervorragenden Eindruck hinterließen. Matt Barnes machte 11 Punkte in der ersten Hälfte, J.J. Redick 10.

Die Warriors wirkten, als wären sie nicht bereit für den Kampf gegen das frühe Playoff-Aus, doch der Eindruck täuschte. Nach einer Auszeit schlug der Gastgeber zurück, ein 9:0-Lauf führte zum blitzschnellen Ausgleich und ließ die Oracle Arena kochen. Wie so oft lief fast alles über Elite-Shooter Stephen Curry, der schon in der ersten Hälfte 16 Würfe nahm (16 Punkte). 14 Offensivrebounds im ersten Durchgang helfen dem Gastgeber außerdem, bis zur Pause im Spiel zu bleiben.

Hässliches Highlight der ersten 24 Minuten war ein Tackle von Glen Davis gegen Jermaine O'Neal, bei dem der bullige Clipper den Routinier der Warriors am rechten Knie verletzte. O'Neal konnte nicht weitermachen, unter Umständen ist die Karriere des sechsmaligen All-Stars damit beendet. Der 35-Jährige soll sich seit einiger Zeit mit dem Gedanken tragen, seine Karriere endgültig zu beenden. Über einen möglichen Einsatz in Spiel sieben konnte unmittelbar nach Spielschluss kein Urteil gefällt werden.

Die Aufgrund der Verletzung von Andrew Bogut ohnehin schon dezimierten Warriors gingen also mit noch einem Mann weniger in die zweite Hälfte, dort bekamen Draymond Green und David Lee schnell ihr jeweils viertes Foul angehängt. Trotzdem ging der Gastgeber in Führung, weil die Clippers ihrerseits mit Foulproblemen zu kämpfen hatten und daher offensiv ihren Rhythmus verloren.

Anfang des vierten Viertels wurde es auf Seiten der Warriors allerdings immer dünner: Green war bei fünf angekommen, Lee musste mit sechs runter. Was nun? Marreese Speights bringen! Der letzte verbliebene Big Man reagierte nach seiner Einwechslung mit fünf schnellen Punkten, außerdem hängte er Blake Griffin das fünfte Foul an. Seine Defense gegen den All-Star erzwang rund acht Minuten vor Schluss zudem einen Fehlwurf, den anschließenden Fastbreak schloss Klay Thompson zum 85:77 ab.

Letztlich brachten die Fouls der Big Men die Warriors nicht in Verlegenheit, vielmehr stiftete das ungewöhnliche Crunchtime-Lineup mit Green als Center (Speights hatte wieder Platz auf der Bank genommen) Unruhe in der Clippers-Defense. Jordan konnte seiner Rolle als Rim Protector nicht gerecht werden, Griffin hatte keinen passenden Gegenspieler. Zu allem Übel kamen dann noch vergebene Dreier von Redick dazu, bei denen der Scharfschütze völlig offen war.

Ein Dreier zweieinhalb Minuten vor Schluss besorgte die vermeintlich vorentscheidende 96:89-Führung. Noch einmal schlugen die Clippers zurück, hatten bei 96:100 jede Menge offene Würfe in Folge. Doch die Zeit lief gnadenlos auf 0,4 Sekunden runter, ehe Barnes' Dreier sein Ziel fand und Curry gefoult werden konnte. Der All-Star vergab zwar den ersten Freiwurf unfreiwillig, versemmelte den zweiten dann aber absichtlich und nahm so die letzten Zehntel durch den Reboundkampf von der Uhr.

Der hauchdünne 100:99-Sieg erzwang ein siebtes Spiel in L.A. Am Samstag erwartet die NBA-Fans damit ein grandioses Programm. Pacers-Hawks, Thunder-Grizzlies, Clippers-Warriors: Alle drei Serien enden an diesem Tag mit einem Spiel 7.

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