Sonntag, 23.02.2014

Schlaglichter

Pacers gewinnen noch ohne Turner

Evan Turner weilt nach seinem Wechsel zu den Pacers noch in Indianapolis und Andrew Bynum wird vom Konditionstrainer fast umgebracht, Indiana siegt aber auch ohne seine Neuzugänge wieder souverän. Andre Miller feiert ein solides Debüt, Kevin Love erzielt das erste Triple-Double seiner Karriere und die Warriors-Defensive zwingt die Nets in die Knie. Außerdem: Nene stopft den Game-Winner!

Roy Hibbert (r.) konnte noch keine neuen Mitspieler im Team begrüßen
© Getty
Roy Hibbert (r.) konnte noch keine neuen Mitspieler im Team begrüßen

Charlotte Bobcats (27-30) - Memphis Grizzlies (31-24) 92:89 (BOXSCORE)

Die Rotluchse sind richtig gut drauf! Das erste Mal seit 2011 hat Charlotte vier Spiele in Folge gewonnen, ein höchst seltenes Gefühl also für die Franchise. Auch die Grizzlies konnten die Serie der Bobcats nicht aufhalten, dabei hielt Memphis den Gegner bei einer Feldwurfquote von 36,6 Prozent.

Im erwartet intensiven, von der Defensive geprägten Spiel, spielte Al Jefferson (6 Punkte, 2/13 FG) so schwach wie lange nicht mehr, doch die Bobcats gewannen das Spiel an der Freiwurflinie. 27 Mal stand Charlotte an der Linie, 24 Mal fand der Ball den Weg in den Korb. Das hatten die Bobcats vor allen Dingen dem überragenden Kemba Walker (31 Punkte, 8 Rebounds, 5 Assists) zu verdanken, der all seine 10 Freiwürfe verwandelte.

Tony Allen, der in seinem zweiten Spiel nach seinem Comeback 9 Punkte und 6 Rebounds auflegte, brachte das Phänomen der Bobcats auf den Punkt. "Coach hat uns vor dem Spiel schon gesagt, dass ihr Talent zwar nicht von Beginn an heraussprinngt, sie aber verdammt hart spielen. Es gibt keine Entschuldigung, sie haben heute einfach besser gearbeitet", so der Shooting Guard.

Bester Punktesammler der Grizzlies war Mike Conley (16 Punkte), der aber keinen seiner 5 Dreierversuche traf. Zach Randolph kam mit 12 Punkten und 11 Rebounds auf ein Double-Double.

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Washington Wizards (27-28) - New Orleans Pelicans (23-32) 94:93 (BOXSCORE)

Ein nettes Duell gab es zwischen den Power Forwards der beiden Teams. Nene Hilario und Anthony Davis lieferten sich einen sportlich herausragenden Kampf, der am Ende aber an den erfahreneren Brasilianer ging. 30 Punkte (13/19 FG), 7 Rebounds, 3 Steals und 2 Blocks legte der Big Man beim knappen Sieg der Wizards auf und wies den ebenfalls starken Davis damit in die Schranken.

Zugegebenermaßen machte aber auch der Sophomore ein sehr starkes Spiel. Mit 26 Punkten (11/18 FG) und 11 Rebounds legte er ein starkes Double-Double auf, erhielt aber lediglich von Anthony Morrow (18 Punkte, 7/8 FG) Unterstützung und hatte am Ende das Nachsehen, als Nene eine Sekunde vor Schluss per spektakulären Slam Dunk das Spiel entschied: John Wall war zum Korb gezogen und alle rechneten mit einem Wurfversuch des Point Guards - aber der legte ab auf Nene - und der Rest ist Geschichte.

Bei den Wizards wirkte Neuverpflichtung Andre Miller gleich mit. Der Point Guard lieferte in 16 Spielminuten 5 Punkte sowie 3 Assists. Ein solides Debüt. Dank Miller musste John Wall (10 Punkte, 12 Assists) auch nur 32 Minuten auf dem Feld stehen und wurde so ein wenig entlastet.

Pelicans-Rookie Jeff Withey, der bislang vor allen Dingen dadurch Berühmtheit erlangt hat, dass er bei Xavier Henrys Kandidatur zum Dunk des Jahres im Weg gestanden hat, machte übrigens mit einem Monster-Block gegen Marcin Gortat auf sich aufmerksam.

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Atlanta Hawks (26-29) - New York Knicks (21-35) 107:98 (BOXSCORE)

Acht Niederlagen am Stück, große Verletzungsprobleme und der kurzfristige Ausfall von Paul Millsap - es lief schon einmal besser für die Hawks. Glücklicherweise kamen die Knicks als Aufbaugegner nach Atlanta. New York, das selbst nur 2 der letzten 10 Spiele gewonnen hat, führte zeitweise mit 17 Punkten Vorsprung und ging auch mit einer Führung ins letzte Viertel.

Da brachen die Knicks dann aber ein und die Hawks drehten auf. Mike Scott sprang für die verletzten Kollegen ein und lieferte von der Bank einen Karrierebestwert von 30 Punkten (11/14 FG) sowie 8 Rebounds. Dennis Schröder stand ohne Zählbares lediglich während des zweiten Viertels für 6 Minuten auf dem Feld, und das obwohl Shelvin Mack (3 Punkte, 1/9 FG) und Louis Williams (14 Punkte, 3/12 FG) große Probleme hatten.

Noch größere Probleme haben derzeit aber die Knicks. "Es sind die gleichen Probleme, nur halt ein anderer Tag. Es wird so langsam schwer, damit klarzukommen. Das stellt mich definitiv auf die Probe", zeigt sich Carmelo Anthony (35 Punkte, 13/25 FG) anlässlich der jüngsten Knicks-Krise frustriert.

J.R. Smith erlebte mit 11 Punkten (4/13 FG) wieder keinen guten Abend, erhielt aber die meisten Spielminuten (39). Tyson Chandler griff sich alleine 23 Rebounds, der Rest des Teams zusammen 18.

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Milwaukee Bucks (10-45) - Indiana Pacers (42-13) 100:110 (BOXSCORE)

Noch immer kein Andrew Bynum, auch noch kein Evan Turner, aber trotzdem natürlich auch keine Probleme gab es für das derzeit beste Team der Eastern Conference gegen das schlechteste Team der NBA. Dank Paul George (32 Punkte, 10/18 FG) und David West (30 Punkte, 11/16 FG, 7 Rebounds) gaben sich die Pacers in Milwaukee keine Blöße.

Während Andrew Bynum laut Aussage von Pacers-Coach Frank Vogel vom Konditionstrainer derzeit fast umgebracht wird, aber auf einem guten Weg ist, suchte man Neuverpflichtung Evan Turner vergeblich am Spielfeldrand. Der frisch von den 76ers verpflichtete 25-Jährige weilt derzeit noch in Indianapolis, trifft das Team aber wohl in den nächsten Tagen und könnte am Dienstag sein Debüt im Pacers-Trikot feiern.

Die Bucks dagegen hatten ihre Neuzugänge bereits an Bord. Ramon Sessions und Jeff Adrien, die vor der Trade Deadline aus Charlotte kamen, spielten bereits gegen Indiana. Insbesondere Adrien wusste mit 11 Rebounds zu gefallen, wenn auch alle Bucks-Spieler im Schatten von Brandon Knight (30 Punkte, 8 Assists) standen.

Die Pacers trafen 50 Prozent ihrer Dreier, wobei hier neben George (5/7) vor allem Lance Stephenson (3/4) glänzte. 24 Punkte, 9 Rebounds und 8 Assists legte der Shooting Guard auf.

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