Sonntag, 09.02.2014

NBA-Schlaglichter

LeBron schwach - Utah schockt Miami

LeBron verlebt in Salt Lake City einen schwachen Abend, wie lange nicht mehr, und die Heat verlieren. Goran Dragic führt die Phoenix Suns mit einem Career-High zum wichtigen Sieg über den direkten Playoff-Konkurrenten Golden State Warriors. Die Pistons überrollen Denver. San Antonio gewinnt in Charlotte.

LeBron James (l.) hatte gegen die Utah Jazz große Probleme mit seinem Wurf
© getty
LeBron James (l.) hatte gegen die Utah Jazz große Probleme mit seinem Wurf
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com

Charlotte Bobcats (22-29) - San Antonio Spurs (37-14) 100:104 (BOXSCORE)

Die Tiefe der San Antonio Spurs ist einfach beeindruckend. Obwohl mit Marco Belinelli, Kawhi Leonard, Tiago Splitter und Manu Ginobili gleich vier Top-Spieler ausfielen, erkämpften sich die Spurs den Sieg in Charlotte. Doch weder Tim Duncan (16 Punkte, 13 Rebounds, 5 Turnover), noch Tony Parker (nur 9 Punkte bei 3/13 FG) waren die Garanten für den Sieg. Diesmal gab sich Patty Mills die Ehre. Mit einem Saisonbestwert von 32 Punkten (10/13 FG) sorgte der Australier fast im Alleingang für den Erfolg der Texaner.

Nachdem die Partie über weite Teile recht ausgeglichen verlaufen war, übernahm Mills im vierten Viertel die Kontrolle und erzielte alleine im letzten Abschnitt 18 seiner 32 Punkte. "Er läuft immer auf Hochtouren. Ich muss nichts machen, um ihn anzutreiben", zeigte sich Coach Gregg Popovich nach dem Spiel entsprechend zufrieden mit seinem Backup-Guard.

Auf Seiten der Bobcats gab sich Al Jefferson alle Mühe, dagegen zu halten und schrammte mit 26 Punkten und 9 Rebounds nur knapp an einem Double-Double vorbei. Die Bobcats erzielten übrigens die Hälfte ihrer Punkte in der Zone, doch die Dominanz unterm Korb verkam am Ende zur Randnotiz.

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Detroit Pistons (21-29) - Denver Nuggets (24-25) 126:109 (BOXSCORE)

Treffen Pistons auf Nuggets aufeinander, sind größere Scoring-Exzesse gern mal drin. Vor 30 Jahren bekämpften sich beide Teams über drei Verlängerungen und schenkten sich 186 (Detroit) respektive 184 Punkte (Denver) ein. Derart exzessiv wurde es diesmal zwar nicht, eine Bestmarke fiel dennoch. 126 Zähler hatten die Pistons in dieser Saison nämlich noch nicht aufs Scoreboard gebracht, was sich nun auch dank Brandon Jennings (35 Punkte, Seasonhigh) und Josh Smith (30 Punkte) änderte.

Dabei waren die Nuggets früh in Führung gegangen, nachdem sie ihre ersten vier Dreier allesamt verwandelt hatten. Die Pistons wählten Variante Nummer zwei und verlegten sich auf das Scoring unter den Körben. Mit Erfolg. Bereits zur Halbzeit hatte Detroit den Nuggets in der Zone 40 Punkte eingeschenkt, am Ende waren es 66.

So zogen die Pistons langsam aber sicher davon, bis der Vorsprung im dritten Viertel schließlich auf 16 Zähler angewachsen war. Begünstigt wurde Detroits Run allerdings von Ty Lawsons Ausfall. Denvers Point Guard brach sich im zweiten Viertel offenbar eine Rippe. "Man könnte förmlich sehen, wie uns Tys Ausfall den Wind aus den Segeln nahm", erklärte Coach Brian Shaw. "Er ist unser Leader und derjenige, der das Tempo kontrolliert. Zudem ist er unser Bester, wenn es darum geht, vor Jennings zu bleiben."

Dennoch weckten die Nuggets böse Erinnerungen, als sie sieben Minuten vor dem Ende plötzlich wieder bis auf 6 dran waren und die Pistons damit schmerzlich auf ihre teils schwachen Clutch-Auftritte im bisherigen Saisonverlauf hinwiesen. Diesmal ließ sich Detroit den Sieg allerdings nicht mehr nehmen. Die Defense packte wieder entschlossener zu, erzwang vermehrt Turnover und stoppte so Denvers Run.

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Minnesota Timberwolves (24-27) - Portland Trail Blazers (36-15) 110:117 (BOXSCORE)

So schmerzlich Niederlagen allein schon sind, so bitter Minnesotas Pleite gegen New Orleans auch abseits schnöder Sieg-und-Niederlagen-Bilanzen. Nicht nur, dass sich Kevin Love kurz vor der Partie gegen Portland aufgrund einer Muskelprellung abmeldete, Röntgenaufnahmen bestätigt zudem einen gebrochenen Daumen bei Kevin Martin. Nachdem Minnesota derzeit auch noch auf Nikola Pekovic verzichten muss, fehlten den Wolves damit plötzlich 60 Punkte und 25 Rebounds.

In der Theorie hätten die Blazers also leichtes Spiel haben sollen. Die Praxis hielt jedoch eine völlig andere Dramaturgie bereit. Minnesota biss, Minnesota kämpfte und war knapp 10 Minuten vor dem Ende, angeführt von einem endlich auch Scoring-Last schulternden Ricky Rubio (25 Punkte, 9 Assists) bis auf zwei Punkte herangerückt.

Zur großen Überraschung reichte es dennoch nicht. Der Grund: Beim stand von 101:96 zugunsten der Blazers gelangen Wesley Matthews 5 schnelle Punkte, Robin Lopez legte einen Layup nach - und schon war Portland nicht mehr einzuholen. Zuvor hatte LaMarcus Aldridge, der 16 seiner 26 Punkte in der zweiten Hälfte erzielte, dafür gesorgt, dass das Spiel aus Blazers-Sicht in halbwegs geregelten Bahnen verlief.

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