Dienstag, 12.11.2013

NBA-Schlaglichter

Schröder blass - Rose angeschlagen

Der Deutsche kommt bei Atlantas Sieg in Charlotte nur kurz zum Einsatz. Derrick Rose verletzt sich gegen die Cavs leicht und muss vorzeitig vom Feld. Die Celtics setzen ihre Serie fort, San Antonio erteilt den Sixers eine Lehrstunde. Und: Overtime-Wahnsinn in Houston.

Dennis Schröder (l.) bekam gegen die Bobcats früh Foulprobleme
© getty
Dennis Schröder (l.) bekam gegen die Bobcats früh Foulprobleme

Charlotte Bobcats (3-4) - Atlanta Hawks (4-3) 94:103 (BOXSCORE)

Das Spiel hatte noch nicht einmal begonnen, da hatten die Bobcats bereits doppelten Grund zur Freude. Head Coach Steve Clifford kehrte nach seinem Eingriff am Herzen zurück auf die Bank, Al Horford stand nach überstandener Knöchelverletzung erstmals wieder auf dem Court. Und die guten Nachrichten wollten gar nicht abreißen. Bereits nach drei Minuten hatten sowohl Jeff Teague als auch Dennis Schröder jeweils 2 Fouls gesammelt.

Wirklich nutzen konnte Charlotte den Vorteil allerdings nicht. Mit nur drei Punkten Vorsprung ging man ins zweite Viertel, wo der Vorteil aber sukzessive ausgebaut wurde - wenn auch nicht weit genug. Denn nach der Halbzeit lief ganz Atlanta kollektiv heiß. Die nackten Zahlen: 72 Prozent. 34:16. Fast dreiviertel der Würfe fanden ihren Weg in den Korb, und die Bobcats konnten nicht mehr Schritt halten.

Hauptverantwortlich dafür war Topscorer Al Horford (24 Punkte, 5 Rebounds), der allein im dritten Viertel 13 Punkte auflegte. Dennoch hatten die Hawks auch ein wenig Glück. Glück, dass Charlotte Atlantas Rückfall in dunkle First-Half-Zeiten wegen ebenfalls schwacher Quoten im Schlussviertel nicht nutzen konnte. Jeff Teague legte ein Double Double auf (14 Punkte, 12 Assists). Dennis Schröder sah insgesamt zehn Minuten, schoss dabei sicher aus dem Feld (2/2) und leistete sich keinen Ballverlust.

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Philadelphia 76ers (4-4) - San Antonio Spurs (7-1) 85:109 (BOXSCORE)

Eigentlich sollte Sixers-Coach Mike Brown die Spurs bestens kennen, verbrachte er doch elf Jahre an der Seite von Greg Popovich. Deshalb dürfte er auch kaum überrascht gewesen sein, dass Tim Duncan beim zweiten Spiel in zwei Nächten seine obligatorische Pause erhielt. Ein Mittel gegen San Antonio fand Philly dennoch nicht.

Das lag vor allem daran, dass die Spurs wie bereits gegen die Knicks eine Demonstration in Sachen Teambasketball lieferten. Danny Green war mit 18 Punkten Topscorer und mit der Leistung der Texaner dann auch vollauf zufrieden. "Wir haben einen ziemlich guten Basketball gespielt", so der Guard. "Wir bewegen den Ball gut, erledigen in der Defense unseren Job und sind definitiv auf dem richtigen Weg."

Den schlug San Antonio gegen Philly bereits im ersten Viertel ein. Selbiges beschloss man mit einem 14:0-Run und einer deutlichen 31:13-Führung. Ein kleiner Durchhänger zu Beginn des zweiten Abschnitts (0/7) brachte die Sixers noch einmal heran, am Ende war der Western-Conference Champ jedoch zu abgezockt.

Große Freude wollte bei Popovich dennoch nicht aufkommen. "So macht es eigentlich keinen Spaß", sagte der Coach angesprochen auf einen ehemaligen Assistenten Brown. "Wenn du gewinnst, fühlst du dich irgendwie schlecht. Wenn du verlierst, freust du dich irgendwie für ihn." Ganz unglücklich wird Popovich am Ende dennoch nicht sein.

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Boston Celtics (4-4) - Orlando Magic (3-5) 120:105 (BOXSCORE)

Es läuft in Boston. Ein wenig überraschend, aber es läuft. Und nun fängt Avery Bradley auch noch an, seine Würfe zu treffen. Beim zweiten Sieg gegen die Magic binnen weniger Tage fanden 10 der 15 Würfe des Zweiers ihren Weg durch die Reuse. Dennoch ließ Orlando ihn meist abdrücken, wie er wollte. Überrascht? "Schon ein wenig", sagte Bradley mit einem Grinsen. "Aber als die Würfe anfingen zu fallen, habe ich einfach gehofft, dass es anhält, und das hat es dann auch getan."

Vor allem tat es das beim gesamten Celtics-Team. Ob Jordan Crawford, Jeff Green oder Kelly Olynyk - alle trafen sie hochprozentig. So gelang es den Magic zu keiner Zeit, Bostons Offense auch nur ansatzweise einzuschränken.

"Einer dieser Tage", sagte Celtics-Coach Brad Stevens. "Jumpshots bekommst du immer. Dazu wollen sie dich bringen. Schließlich sind das ineffiziente Würfe." Wesentlich effektiver als Bostons 60 Prozent aus dem Feld kann man allerdings kaum schießen. Crawford gelang mit 16 Punkte und 10 Assists bei keinem Turnover zudem ein Double Double. Aaron Aflalo war mit 18 Punkten Topscorer der Magic.

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Chicago Bulls (3-3) - Cleveland Cavaliers (3-5) 96:81 (BOXSCORE)

Kollektives Atemanhalten war in Chicago angesagt. Schon wieder. Nach einem Vintage-Drive kurz vor Schluss humpelte Derrick Rose zur Bank, ließ sich kurz darauf auswechseln und behandeln. Tom Thibodeau gab direkt nach dem Spiel jedoch leichte Entwarnung. Offenbar hat sich der MVP von 2011 leicht am hinteren Oberschenkel verletzt. Rose selbst geht davon aus, am Freitag gegen Toronto wieder spielen zu können.

Zuvor hatte er leicht ansteigende Form gezeigt. Kyrie Irving verteidigte er stark, hielt ihn regelmäßig vor sich und damit bei 5/15 aus dem Feld. Offensiv überdrehte er seltener (0 Turnover), bewies zudem ein deutlich besseres Gefühl für Spiel und Tempo als noch ganz zu Beginn der Saison.

Dennoch schenkten die Bulls im dritten Viertel erneut einen deutlichen Vorsprung her, ehe Mike Dunleavy endlich erste Anzeichen von Akklimatisierung zeigte. Im Schlussviertel war der Ex-Buck tatsächlich die so dringend benötigte Entlastung von draußen. Einen 9:1-Run kurz vor Schluss führte Dunleavy mit 7 Punkten eindrucksvoll an und beendete das Spiel mit 15 Zählern. Andrew Bynum kam während seines ersten Starts seit April 2012 in 21 Minuten auf 11 Punkte und 6 Rebounds.

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