Los Angeles Lakers - Denver Nuggets 122:103

Die beste Leistung seit Shaq!

Von Jan-Hendrik Böhmer
Samstag, 01.12.2012 | 08:08 Uhr
Antawn Jamison (M.) erzielte gegen die Nuggets 33 Punkte
© Getty
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Die Lakers (8-8) haben ihr Lachen wiedergefunden. Nach drei Niederlagen in den vergangenen vier Spielen besiegte L.A. die Denver Nuggets (8-9) deutlich mit 122:103. Besonders zwei Bank-Spieler wussten dabei zu überzeugen.

Fünf Punkte. So viel - oder besser: wenig - hatte die komplette Lakers-Bank zur letzten enttäuschenden Pleite gegen Indiana beigetragen. Diesmal sollte sich das ändern: gewaltig ändern. Antawn Jamison (33 Punkte, 12 Rebounds, 2 Assists) und Jodie Meeks (21 Punkte, 2 Assists) erzielten zusammen 54 Punkte.

Schlaglicher: OKC-Duo ringt die Jazz nieder

Seit Shaquille O'Neal hatte kein Lakers-Reservist mehr als 30 Punkte in einem Spiel erzielt. Besonders beeindruckend dabei waren die Quoten. Meeks traf 7 von 8 Würfen von Downtown, bei Jamison saßen 13 von 19 Versuchen aus dem Feld. Davon konnten die Fans zuletzt nur träumen.

Ebenfalls richtig stark: Dwight Howard mit 28 Punkten, 20 Rebounds und 3 Blocks. Der Center erfreute die Fans mit zahlreichen spektakulären Dunks und ließ sich nicht einmal von einer blutenden Wunde am Augenlid aus dem Rythmus bringen. Kobe Bryant (14 Punkte, 2 Rebounds, 8 Assists) erlebte einen eher ruhigen Tag.

Bei den Nuggets, die nur ganz früh im Spiel mit den Lakers mithalten konnten, war Danilo Gallinari (19 Punkte, 3 Rebounds, 3 Assists) noch der erfolgreichste Spieler, gefolgt von Andre Iguodala (14 Punkte, 2 Rebounds, 4 Assists).

Reaktionen:

Mike D'Antoni (Trainer Los Angeles Lakers): "So wollen wir immer auftreten. Wir haben so viel Talent auf dem Feld. Sobald wir den Ball laufen lassen, läuft es automatisch besser."

Antawn Jamison (Los Angeles Lakers): "Wenn ich Spielzeit bekomme, kann ich dem Team helfen. So einfach ist das."

Jodie Meeks (Los Angeles Lakers): "Ich hatte auch im College schon einige gute Spiele. Aber eine Partie mit nur zwei Fehlwürfen ist mir damals auch eher selten gelungen. Das Wichtigste ist aber, dass wir jetzt bei einer ausgeglichenen Bilanz stehen. Wir müssen nun eine Serie hinlegen."

George Karl (Trainer Denver Nuggets): "Uns war klar, dass sie sich nach dem Spiel gegen Indiana rehabilitieren wollten. Wir wussen also, was auf uns zukommen würde. Zu Beginn haben wir gut mitgehalten, aber irgendwann war die Luft bei uns raus."

Der Spielfilm:

Vor dem Tipoff: Bei den Lakers starten Gasol, World Peace, Howard, Morris und Bryant. Mike D'Antoni lässt also genau die Truppe ran, die beim letzten Spiel gegen Indiana (abgesehen von Bryant) die vermutlich mieseste Leistung der Saison ablieferte.

Für die Nuggets stehen Gallinari, Faried, Koufos, Lawson und Iguodala in der Starting Five, damit also auch keine Veränderung beim Team von Coach George Karl.

2.: Starker Auftakt der Nuggets. Erst der krachende Slam Dunk von Koufos, dann Gallinari nach dem Turnover von Morris gleich mit dem Dreier hinterher. Das Sahnehäubchen setzt erneut Gallinari drauf, als er sich erst selbst den Rebound am eigenen Korb schnappt und im direkten Gegenzug den Driving-Dunk reindonnert! 9:5 Nuggets.

6.: Kommt ein Howard geflogen! Metta World Peace mit dem Steal, schneller Pass auf Morris, der an den wunderbar aufsteigenden Howard weitergibt. Dunk. Baaam. Drin. Sehr feines Spiel bisher im Staples Center, Lakers jetzt in Führung. 18:16.

9.: Beeindruckender Zwischenspurt der Lakers. Seit zwei Minuten spielt hier nur noch L.A. - und trifft einfach alles. Fast 71 Prozent aus dem Feld und 67 Prozent von Downtown. Das ist schon fast absurd. Lakers zehn Punkte vorne.

12.: Howard mit einem ganz starken ersten Viertel. 16 Punkte - dazu 5 Rebounds und 2 Blocks. Und viele davon absolut Highlight-Reel-Material.

18.: Bestes Beispiel für die "jetzt fällt einfach alles"-Mentalität der Lakers? Jodie Meeks. Schnell mal reingekommen, binnen fünf Minuten fünf Würfe von Downtown genommen - und alle versenkt. Alle! 15 Punkte in fünf Minuten. 57:43 für Los Angeles.

20.: Schrecksekunde für die Lakers. Howard wird beim Rebound unter dem eigenen Korb von Miller im Gesicht erwischt. Der Lakers-Center hält sich das Auge und muss mit einer blutenden Wunde am Augenlid runter. Erst wird er an der Seitenlinie kurz behandelt, dann verschwindet er in die Kabine. Dort wird er zusammengeflickt und kommt wieder.

22.: So macht man es schon mal nicht! Iguodala läuft nach einem Turnover völlig alleine auf den Korb zu, steigt zum Dunk auf - und knallt das Ding auf den Ring. Peinlich? Schon. Wird aber noch besser. Denn direkt im Anschluss erkämpft er sich wacker den Rebound gegen zwei heranstürmende Lakers, scheitert aber beim Korbleger - und nach dem dabei immerhin gezogenen Foul auch noch beim ersten Freiwurf.

29.: Der Lakers-Vorsprung hat sich bei mehr oder minder zehn Punkten eingependelt. Nuggets aktuell etwas starker, aber man hat hier immer das Gefühl, dass Los Angeles noch mindestes eine Schippe drauflegen könnte, wenn es denn nötig wäre. Wie zum Beweis: Jamison mit einem wunderbaren Reverse-Layup. 82:71 Lakers.

40.: Meeks. Von Downtown. Die Show geht weiter: Bereits sein siebter Dreier - bei nur acht Versuchen in 16 Minuten! Auch Jamison dreht von der Bank richig auf. 18 Punkte und damit bester Scorer der Lakers. Die halten mittlerweile einen 113:97-Vorsprung.

46.: Die Sache ist hier schon lange gelaufen. Beide Teams spielen die verbleibenden Minuten einfach runter. Die Lakers gewinnen - und zwar eindrucksvoll! 122:103.

Der Star des Spiels: Die Lakers-Bank - oder besser gesagt: Antawn Jamison & Jodie Meeks. Nach der desaströsen Leistung zuletzt kamen die beiden Reservisten zusammen auf 54 Punkte - und hatten damit entscheidenden Anteil am Sieg der Lakers. Besonders Meeks' Leistungsexplosion im zweiten Viertel bescherte den Lakers einen beruhigenden Vorsprung, der ihnen das Leben im verbleibenden Spiel leichter machte. Jamison war es dann, der im dritten Viertel aufdrehte und den Sack damit zu machte.

Der Flop des Spiels: Ty Lawson. Beim Point Guard der Nuggets ging einfach nichts zusammen. 9 Punkte und nur 3 von 11 Versuchen aus dem Feld getroffen, keinen von Downtown (bei vier Versuchen) - und dazu in 36 Minuten auch noch fünf Turnover verschuldet: nicht gerade ein gelungener Abend für den 25-Jährigen. Allerdings war es nicht nur Lawson, der enttäuschte. Auch Andre Iguodala (14 Punkte, 2 Rebounds, 4 Assists) traf eher bescheiden - und leistete sich die eine oder andere Slapstick-Einlage.

Die Analyse: Was auch immer Coach Mike D'Antoni seinen Lakers nach der schlechtesten Leistung der Saison gegen Indiana angedroht hatte: Es hat gewirkt. Nachdem man gegen die Pacers nur knapp über 30 Prozent aus dem Feld traf, ging jetzt zwischenzeitlich fast alles rein. Im ersten Viertel waren es mehr als 70 Prozent der Würfe.

Auch wenn die Quote bis zum Ende wieder auf 54 Prozent fiel, ist das noch immer deutlich besser als im bisherigen Verlauf der Saison (46 Prozent Trefferquote). Auch die 71 Punkte in der ersten Hälfte sprechen eine deutliche Sprache. Zur Erinnerung: Gegen Indiana hatten die Lakers nur 77 Punkte erzielt - im kompletten Spiel.

Vorzeige-Exemplar der Lakers-Treffsicherheit war Jodie Meeks, der zu Beginn des zweiten Viertels binnen fünf Minuten 5 von 5 Dreiern versenkte. Auch Howard war mit 12 von 16 aus dem Feld stark. Insgesamt fielen 17 von 33 Dreiern.

Und dass die Würfe von Downtown so gut fielen, lag daran, dass Howard viel Aufmerksamkeit auf sich zog. Das eröffnete den Shootern große Freiheiten: Jenseits der Linie wurden besonders Jamison und Meeks oftmals völlig alleine gelassen.

Kobe Bryant konnte sich das gesamte Schauspiel relativ entspannt anschauen. Für ihn galt: Je weniger ich selbst machen muss, desto besser ist das Team. 14 Punkte, 2 Rebounds und 8 Assists sind für den Guard ja eigentlich eine eher miese Ausbeute - aber auch ein gutes Zeichen dafür, wie ausgeglichen Los Angeles gespielt hat. Bryant konnte sich darauf verlassen, dass seine Kollegen trafen und gab daher mit Freude den Ball ab. Insgesamt zeigten die Lakers das beste Passing-Game der Saison (33 Assists).

Fazit: Hohes Tempo, gute Pässe, schöne Pick-and-Rolls und immer fein die Dreier reinmachen. Es war genau das Spiel, was sich die Fans mit der Verpflichtung von D'Antoni erhofft hatten - und das Team scheint sich langsam im neuen System eingespielt zu haben. Man hatte sichtbar Spaß am Spiel. Wie gut das Team wirklich ist, wird sich aber wohl erst nach der Rückkehr des verletzten Steve Nash herausstellen.

Bis dahin kann es allerdings noch ein wenig dauern, denn der Routinier räumte die Gerüchte über ein mögliches Comback bereits in der kommenden Woche am Rande des Spiels aus. Wie lange es genau dauern würde, wäre weiter unklar.

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