Dienstag, 13.07.2010

NBA: News und Gerüchte

Heat behalten Helferlein

NBA-Boss David Stern übt scharfe Kritik am LeBron-Management, Cleveland-Besitzer Dan Gilbert winkt eine saftige Strafe und die Utah Jazz haben bei der Jagd auf Al Jefferson offenbar die Nase vorn. Udonis Haslem und Derek Fisher bleiben, wo sie sind.

Udonis Haslem und Dwyane Wade bleiben auch in der nächsten Saison Teamkollegen
© Getty
Udonis Haslem und Dwyane Wade bleiben auch in der nächsten Saison Teamkollegen

Kritik an LeBron-Management: NBA-Boss David Stern gratulierte LeBron James zu seiner Entscheidung, zu den Heat zu wechseln. Nicht so begeistert war er allerdings von der Art und Weise, wie der Ex-Cavalier es verkündet hat. Stern hätte es begrüßt, wenn James den Cavs seine Entscheidung früher mitgeteilt und diese nicht im Fernsehen publik gemacht hätte.

"Ich denke, LeBron ist ein wirklich guter Typ und er wird ein großartiger Spieler werden, aber ich glaube nicht, dass ihn diese TV-Produktion von der besten Seite gezeigt hat", sagte Stern und fügte an: "Seine Ehrlichkeit und seine Integrität wurden bei dem Auftritt dennoch deutlich. Aber diese Entscheidung war trotzdem wenig durchdacht."

Wenig durchdacht waren auch die Worte von Cleveland-Besitzer Dan Gilbert, den Stern mit einer 100.000-US-Dollar-Strafe belegte. Gilbert hatte James nach dessen Entscheidung den Klub zu wechseln, öffentlich als "narzistisch" bezeichnet und ihm ein "feiges Benehmen" unterstellt.

Helferlein bleibt in Miami: Das Dreamteam um LeBron James, Chris Bosh und Dwyane Wade kann auf tatkräftige Unterstützung zählen: Udonis Haslem bleibt in Miami - und Mike Miller kommt dazu.

Haslem unterschrieb am Montag einen Fünf-Jahres-Vertrag über ungefähr 20 Millionen US-Dollar. Damit verzichtet er auf rund 14 Millionen Dollar, die sowohl die Mavs als auch die Nuggets mehr gezahlt hätten.

"Es ist die Kombination aus zwei Dingen: Der Möglichkeit zu gewinnen, denn das ist der Grund, warum wir diesen Sport betreiben, der Möglichkeit, näher bei meiner Mutter und meiner Familie zu sein und der Möglichkeit, Teil etwas Besonderes zu sein. Das Geld hat mich noch nie angetrieben. Ich würde meine DNA verändern, wenn das der Fall wäre", erklärt Haslem die Gründe seines Verbleibs in Miami.

General Manager Pat Riley ist über die Entscheidung glücklich und schwärmt: "Er ist der Inbegriff dessen, was die Heat ausmacht. Er ist der Fixpunkt, er ist der echte Krieger und absolut professionell."

Ein zusätzlicher Anreiz für Haslem in Miami zu bleiben, ist der noch nicht bestätigte, aber sehr wahrscheinliche Wechsel von Mike Miller zu den Heat. "Ich kann es kaum glauben. Es scheint nicht real. Es kommt mir vor wie ein Videospiel", sagt Haslem.

Gute Nachrichten für die Lakers: Derek Fisher bleibt. NBA-Quellen zufolge unterschreibt er einen Drei-Jahres-Vertrag über 10,5 Mio. US Dollar inklusive einer Player Option für das letzte Jahr.

"Ich habe beschlossen, mit Kobe, meinen Teamkollegen und unseren Fans weiterzumachen. Auch wenn es nicht der lukrativste Vertrag ist, der mir angeboten wurde, so ist er doch der wertvollste. Ich bin zuversichtlich, dass ich das Team weiterhin auf und neben dem Feld führen kann. Lasst die Jagd auf unsere sechste Meisterschaft beginnen."

Mit Fishers Entscheidung in L.A. zu bleiben, sterben die Hoffnungen anderer Teams - auch die der Heat. "Ich habe mir die Zeit genommen, all meine Optionen auszuloten, auch die, die nicht in den Medien berichtet wurden. Ich habe jeden Coach angehört, jeden General Manager, sogar jeden möglichen Teamkollegen, um die richtige Entscheidung zu treffen und ich danke jedem von ihnen. Aber am Ende gab es eine Person, die ich nicht verlassen konnte. Kobe Bryant bat mich zu bleiben, versicherte mir aber, mich bei jeder meiner Entscheidungen zu unterstützen. Wir spielen seit 11 Jahren zusammen, sind als junge Kerle zusammen in die Liga gekommen und er hat immer an mich geglaubt, auch wenn andere Zweifel hatten. Wir haben fünf Meisterschaften gewonnen", sagt Fisher.

Miami-Fans feiern die Three Kings
The Heat is on! Die Fans der Miami Heat feiern ihr neues Triumvirat: LeBron James, Dwyane Wade und Chris Bosh wurden in der American Airlines Arena begeistert empfangen
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The Heat is on! Die Fans der Miami Heat feiern ihr neues Triumvirat: LeBron James, Dwyane Wade und Chris Bosh wurden in der American Airlines Arena begeistert empfangen
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In feinem Zwirn präsentieren die drei ihre Trikots: LeBron James (#6), Dwyane Wade (#3) und Chris Bosh (#1), allesamt vor kurzem noch Free Agents
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13.000 kostenlose Tickets waren an die Fans ausgegeben worden. Das Motto des Tages, in Anlehnung an Barack Obama: "Yes we did"
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13.000 kostenlose Tickets waren an die Fans ausgegeben worden. Das Motto des Tages, in Anlehnung an Barack Obama: "Yes we did"
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Das Motto war auch in der Halle omnipräsent. Auf diesem Bild wird noch geprobt, bis auf ein paar Mitarbeiter ist die American Airlines Arena leer
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Das sollte sich schnell ändern. Hier kommt James angestürmt. Am Tag zuvor hatte er seine Entscheidung für Miami live im Fernsehen verkündet
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Das sollte sich schnell ändern. Hier kommt James angestürmt. Am Tag zuvor hatte er seine Entscheidung für Miami live im Fernsehen verkündet
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"Nur kucken, nicht anfassen", heißt es vielleicht auf Schalke. Bei den Heat kamen zumindest die Fans in den ersten Reihen ganz nah an ihre Idole ran
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"Nur kucken, nicht anfassen", heißt es vielleicht auf Schalke. Bei den Heat kamen zumindest die Fans in den ersten Reihen ganz nah an ihre Idole ran
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Den seligen Gesichtern nach zu urteilen ist es aber auch weiter hinten ganz okay. Fotos machen und Schilder hoch halten kann man schließlich auch hier
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Den seligen Gesichtern nach zu urteilen ist es aber auch weiter hinten ganz okay. Fotos machen und Schilder hoch halten kann man schließlich auch hier
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Wade erinnert hier von der Haltung her an die Jesus-Statue von Rio de Janeiro. Für die Fans sind die Superstars ohnehin die "Drei Könige" (Three Kings) von Miami
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Ernste Mienen dann beim offiziellen Presse-Fotoshooting. James' Kampfansage: "Wir glauben daran, dass wir hier mehrere Meisterschaften holen können"
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Ernste Mienen dann beim offiziellen Presse-Fotoshooting. James' Kampfansage: "Wir glauben daran, dass wir hier mehrere Meisterschaften holen können"
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Noch mehr markige Sprüche gab's bei einer Frage-und-Antwort-Runde. Nochmal James: "Wir wollen, dass die Welt weiß, dass die Heat zurück sind"
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Bosh frohlockt: "Wenn ich einen Rebound hole, dann habe ich LeBron auf meiner linken und D-Wade auf meinen rechten Seite. Ich bin da in einer sehr glücklichen Situation"
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Was die drei zusammen wirklich drauf haben, wird sich ab Ende Oktober zeigen: Dann startet die NBA in die neue Saison
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Die Utah Jazz haben die Nase vorn: ... zumindest was die Jagd auf Al Jefferson angeht.

Der Trade von Carlos Boozer nach Chicago verschaffte den Utah Jazz eine Exception über 14 Millionen Dollar, die sie in Jefferson investieren wollen.

Sollte der Wechsel tatsächlich zustande kommen, gehen die Mavs mal wieder leer aus.

Michael Beasley geht nach Minnesota: Die Heat tradeten ihn für zwei Zweitrunden-Picks. "Wir mussten das tun. Es macht einfach sehr viel Sinn", erklärt Minnesotas Präsident David Kahn.

Der Weggang Beasleys verschafft den Heat dringend benötigte Luft im Salary Cap nach den Verpflichtungen von James und Chris Bosh.

Richardson zu den Magic? Offenbar unterschreibt Quentin Richardson bei den Magic. Das zumindest will "AP" wissen.

Noch ist allerdings nichts fix oder offiziell. Sollte sich das Gerücht aber bewahrheiten, sinken die Chancen von Small Forward Matt Barnes auf eine Rückkehr nach Orlando.

Barnes hatte die Player Option gezogen, würde nun aber gerne wieder zurück zu den Magic.

Erster Sieg für die Mavs in der Summer League: Nach den beiden Niederlagen gegen die Denver Nuggets und die Houston Rockets gewannen die Dallas Mavericks zumindest gegen die Milwaukee Bucks - wenn auch nur knapp: 73:72 hieß es am Ende der Verlängerung.

Zwölfmal wechselte die Führung. Vor allem im letzten Viertel ging es noch einmal ordentlich rund. Bester Scorer auf Seiten der Mavs war J.R. Giddens (16 Punkte), bei den Bucks wusste Darnell Jackson (17) zu überzeugen.

Die Washington Wizards hatten es da wesentlich leichter: Sie besiegten die Los Angeles Clippers deutlich mit 89:64. Danken können die Wizards dem starken Duo John Wall und Nick Young, die beide je 18 Punkte machten.

Jesse Jackson verteidigt LeBron James

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