Mittwoch, 26.05.2010

NBA - Western Conference Finals, 4. Spiel

Suns bringen die Lakers ins Schwitzen

Die Suns haben die Lösung gegen die Lakers gefunden: Es ist nicht Amare Stoudemire, sondern ihre Bank. Die spielte fulminant auf - und bringt die Lakers in der Serie ins Schwitzen.

Die Bank der Suns hat im Spiel gegen die Lakers den Unterschied ausgemacht
© Getty
Die Bank der Suns hat im Spiel gegen die Lakers den Unterschied ausgemacht

Phoenix Suns - Los Angeles Lakers 115:106

Was erst wie ein lockerer Triumphzug für die Lakers aussah, entwickelt sich dank stark aufspielender Suns nun zu einem hart umkämpften Conference-Final. Nach Spiel 4 steht es in der Serie 2-2: Wer hätte das gedacht?

Zumal Lakers-Star Kobe Bryant wie gewohnt Punkte en masse sammelte und mit 38 Punkten und 10 Assists sein drittes Double-Double in Folge schaffte. Allein im zweiten und dritten Viertel machte Bryant 31 seiner Zähler. Als i-Tüpfelchen setzte er noch sechs verwandelte Dreier oben drauf und schob sich mit insgesamt 4785 Punkten in Playoff-Spielen vor Karl Malone auf den vierten Platz.

Stoudemire mit nur 21 Zählern

Der Grund für den trotzdem fulminanten Heimsieg der Suns war diesmal nicht Amare Stoudemire (21 P.), der im letzten Spiel mit 42 Punkten und 10 Assists seine Kritiker hatte verstummen lassen, sondern die stark aufspielende Bank: Channing Frye (14 P.) verwandelte vier Dreier, Leandro Barbosa machte in nur 17 Minuten Spielzeit ebenfalls 14 Punkte, Jared Dudley 11, und Goran Dragic steuerte 8 Punkte und 8 Rebounds bei.

"Die Bank hat heute den Unterschied ausgemacht. Sie hat fantastisch gespielt", lobte Steve Nash anschließend. Die Reservespieler trafen 20 von 32 Würfen aus dem Feld und verwandelten neun von 20 Dreier-Versuchen.

Nash selbst traf zwar nur drei von elf Würfen aus dem Feld, hatte am Schluss aber 15 Punkte, 4 Rebounds und  8 Assists auf dem Konto - nicht schlecht mit gebrochener Nase.

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Bank erspielt Sieg

Das erste Viertel endete 23:23, doch dann legten nicht die Lakers los, sondern die Suns: Stoudemire verwandelte zu Beginn des zweiten Viertels einen Dreier und brachte Phoenix in Führung.

Erst 2:19 vor Schluss des vorletzten Viertels gelang Bryant mit einem Drei-Punkte-Wurf wieder der Ausgleich. Pau Gasol erkämpfte mit einem verwandelten Freiwurf die knappe Führung, doch noch vor Ende des Viertels hatten sich die Suns durch zwei Freiwürfe von Goran Dragic die Führung zurückgeholt.

Im letzten Viertel legte die Bank einen 18:3-Lauf hin und baute die Führung auf 103:94 aus. Dann trat Stoudemire auf den Plan und verwandelt drei seiner vier Freiwürfe.

Gasol verpatzt Sprungwurf

Bryant und Odom erkämpften sich durch einen Korbleger, Sprungwurf und einen Dreier noch einmal sieben Punkte, doch es reichte nicht: Kurz vor Schluss verpatzte Pau Gasol einen Sprungwurf, doch selbst der hätte die 115:106-Führung der Suns nicht mehr in Gefahr gebracht.

Für die Suns ist der Triumph über die Lakers der sechste Heimsieg in den Playoffs in Folge - und zugleich der siebte Heimsieg in Folge gegen die Lakers.

Doch darf sich das Team aus Los Angeles auch beim fünften Spiel in der Nacht zum Freitag prominenter Unterstützung gewiss sein: Barack Obama drückt L.A. die Daumen. "Ich denke, die Lakers werden wieder Champion. Pau Gasol könnte der entscheidende Faktor im Titelrennen sein", sagte der US-Präsident.

Orlando Magic entgehen dem Sweep

SPOX

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