Samstag, 03.04.2010

NBA-Schlaglichter

James erteilt Hawks eine Lehrstunde

LeBron James erteilt eine Lehrstunde, die Lakers haben doppelt Grund zur Freude und die Rockets sind wieder an den Playoff-Plätzen dran. Für die Pistons hingegen läuft es weiterhin überhaupt nicht.

LeBron James spielt seit seiner Rookie-Saison 2003 für die Cleveland Cavaliers
© Getty
LeBron James spielt seit seiner Rookie-Saison 2003 für die Cleveland Cavaliers

L.A. Lakers (55-21) - Utah Jazz (50-27) 106:92

Der Plan der Lakers: Utah überrollen und keinesfalls zum dritten Mal in Folge verlieren. Ganz so schön ging der Plan anfangs allerdings nicht auf, denn Utah kämpfte bis zum Umfallen. Doch immer wenn die Jazz nahe dran waren, wieder aufzuschließen, zogen die Lakers von dannen.

Beim Westgipfel war Bryant mit 25 Punkten nach Teamkollege Lamar Odom (26) bester Werfer der Partie. Einige Stunden vor dem Spiel wurde zudem bekannt, dass Bryant vorzeitig seinen Vertrag bei den Lakers verlängert hat.

Der neue Kontrakt bringt ihm bis zum Ende der Saison 2013/14 knapp 90 Millionen US-Dollar (67 Millionen Euro) ein. Doppelt Grund zur Freude also für das Team aus Los Angeles. Pau Gasol hätte fast noch ein Triple-Double (14-16-9) beigesteuert.

Die Lakers sind mit nun 55 Siegen und 21 Niederlagen weiter bestes Team im Westen und haben wie Utah (50:27) schon das Ticket für die Play-offs gebucht. Bei den Jazz endete mit der Niederlage gegen die Lakers die Serie von drei Siegen in Folge. Beste Werfer waren Carlos Boozer und Deron Williams mit je 20 Punkten.

Boston Celtics (47-28) - Houston Rockets (38-37) 114:119

"Wahrscheinlich war es der wichtigste Sieg des Jahres. Ich könnte nicht stolzer sein auf die Jungs... Es sah so aus, als könnten sie uns kriegen, doch dann kamen wir zurück", resümiert Rockets-Coach Rick Adelman nach einem Spiel, das sich erst in der Overtime entschied. Neun Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit versenkte Aaron Brooks einen Drei-Punkte-Wurf und erzielte damit den Ausgleich.

Den Anfang der Verlängerung dominierten die Celtics - 114:109 stand es für das Team aus Boston. Doch dann punkteten die drei Topscorer der Rockets: Budinger (24 Punkte) mit einem Dreier, Scola (27, 11 Rebounds) schickte einen Zwei-Punkte-Wurf hinterher und Brooks (30) machte den Sack mit zwei versenkten Freiwürfen zu.

Die Niederlage der Celtics resultierte vor allem aus den vielen verpassten Möglichkeiten: Paul Pierce verpatzte vier der insgesamt 13 Freiwürfe, die die Celtics nicht nutzen konnten. Lediglich 65 Prozent der Würfe von der Linie fanden ihr Ziel.

Bester Werfer auf Seiten der Celtics war The Truth mit 27 Punkten aber trotzdem.

Cleveland Cavaliers (60-16) - Atlanta Hawks (48-27) 93:88

In der Eastern Conference haben die Cleveland Cavaliers zum zweiten Mal in Folge die Marke von 60 Siegen in einer Saison erreicht. Angeführt von LeBron James (27 Punkte, 13 Rebounds) fuhr der Vize-Meister von 2007 beim 93:88 gegen die Atlanta Hawks den zehnten Heimsieg in Serie ein und festigten die Spitzenposition im Osten.

"Unsere Ziele sind höher als nur 60 Spiele zu gewinnen. Aber man kann es nicht als garantiert hinnehmen. Wenn solche Träume Wirklichkeit werden, nimmst du sie natürlich an", sagt LeBron James. Ganz anders natürlich die Stimmung bei den Hawks.

"Es ist wirklich frustrierend. Man will nicht nah rankommen und dann doch nicht gewinnen. Aber es war eine Lehrstunde", gab Josh Smith zu. Vor allem LeBron James demonstrierte, wie man Würfe versenkt. Beim Stand von 86-78 nahm er sich die Zeit für einen wunderschönen Dunk und wurde dafür mit "MVP"-Rufen der Fans belohnt.

"LeBron ist unglaublich. Er trifft, wenn er muss. Er kann das ganze Spiel verschlafen und den wichtigsten Wurf doch versenken", staunte Jamal Crawford. "So ist er eben. Ich glaube, das hatte er schon als Kind in sich." Topscorer bei den Hawks war Smith mit 20 Punkten.

Detroit Pistons (23-52) - Phoenix Suns (50-26) 94:109

Beide Teams erweitern ihre Serie: Für die Pistons war es die zehnte Niederlage, für die Suns der zehnte Sieg in Folge und damit der 50 Saisonsieg. Trotzdem, zufrieden sind sie noch nicht.

"Wir haben jeden dieser Siege gebraucht und wir brauchen noch mehr. Ich hätte nie geglaubt, dass wir zehn Spiele in Folge gewinnen könnten und vielleicht trotzdem die Playoffs auswärts beginnen müssen. Das ist eine ganz harte Conference", sagt Suns-Coach Alvin Gentry.

"Wir spielen gut und mit so einer Serie macht es natürlich noch viel mehr Spaß. Aber es geht auch um etwas, also muss es so weitergehen", fügt Amare Stoudemir an.

Mit seinen 19 Punkten in der ersten Hälfte verschaffte er den Suns eine 56:50-Führung, die sie nicht mehr abgaben. Mit 29 Punkten war Stoudemire bester Werfer seines Teams. Auf Seiten der Pistons punktete vor allem Ben Gordon (21).

Washington Wizards (22-53) - Chicago Bulls (36-39) 87:95

Es könnte für die Bulls noch klappen mit einem Platz in den Playoffs. Durch den Sieg über die Wizards schieben sie sich immer näher an die achtplatzierten Raptors heran.

Mit ein Grund für den Sieg waren Luol Deng, der nach einer Verletzungspause von elf Spielen wieder auf das Feld zurückkehrte, und Joakim Noah, der erstmals seit 3. Februar wieder einsetzbar war und gleich in der Startformation auflief.

Mitte des dritten Viertels führte Washington mit 73:70, doch dann drehten die Bulls auf, während die Wizards am Ende ihrer Kräfte waren. "Ich versuche, jeden daran zu erinnern, dass wir in den Playoffs sein werden. Wir müssen nur weiter gewinnen. Es wird zwar eine schwere Aufgabe, aber wir werden kämpfen", sagte Derrick Rose (24), nach der Aufholjagd im letzten Viertel.

Bei den Wizards punkteten vor allem Andray Blatche (18) und Mike Miller (15). Forward Al Thornton verpasste aufgrund einer Hüftverletzung sein fünftes Spiel in Folge.

Die weiteren Spiele der Nacht:

Indiana Pacers (28-48) - Miami Heat (42-34) 96:105

Topscorer: Troy Murphy (29), Danny Granger (25) - Dwyane Wade (43), Michael Beasley (12)

Toprebounder: Troy Murphy (15), Roy Hibbert, Brandon Rush, A.J. Price (alle 4) - Udonis Haslem (11), Dwyane Wade (9)

Charlotte Bobcats (40-35) - Milwaukee Bucks (41-34) 87:86

Topscorer: Stephen Jackson (32), Raymond Felton (12) - John Salmons (28), Andrew Bogut (19)

Toprebounder: Gerald Wallace (11), Boris Diaw, Theo Ratliff (beide 9) - Andrew Bogut (12), Ersan Ilyasova (7)

Memphis Grizzlies (39-36) - New Orleans Hornets (35-42) 107:96

Topscorer: O.J. Mayo (27), Rudy Gay (20) - Marcus Thornton (19), Chris Paul (16)

Toprebounder: Hasheem Thabeet (11), Rudy Gay (9) - David West (9), Darius Songaila (8)

San Antonio Spurs (46-29) - Orlando Magic (53-23) 112:100

Topscorer: Manu Ginobili (43), Tim Duncan (23) - Rashard Lewis, Mickael Pietrus (beide 18)

Toprebounder: Tim Duncan (8), Antonio McDyess (7) - Marcin Gortat (7), Dwight Howard, J.J. Redick, Mickael Pietrus (alle 6)

Golden State Warriors (22-53) - New York Knicks (26-49) 128:117

Topscorer: Anthony Morrow (35), Reggie Williams (23), Corey Maggette (21) - David Lee (37), Danilo Gallinari (29)

Toprebounder: Anthony Tolliver (8), Anthony Morrow (6) - David Lee (20), Danilo Gallinari (8)

Besondere Vorkommnisse: David Lee erzielt das erste Triple-Double seiner Karriere (37 Punkte, 20 Rebounds, 10 Assists) und ist der erste Spieler seit Kareem Abdul-Jabbar 1976, dem in einem Spiel die 30-20-10-Kombination gelingt.

Bryant ist bis 2014 bei den Lakers

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