Montag, 18.01.2010

Denver fährt dritten Sieg gegen Utah ein

Point-Guard-Tandem spielt Jazz schwindlig

Mit einem 119:112 haben die Denver Nuggets im dritten Spiel gegen die Utah Jazz den dritten Sieg eingefahren. Carmelo Anthony war mit starken 37 Punkten Topscorer der Partie.

Zwei, die ihr Handwerk verstehen: Chauncey Billups und Deron Williams lenken das Spiel ihrer Teams
© Getty
Zwei, die ihr Handwerk verstehen: Chauncey Billups und Deron Williams lenken das Spiel ihrer Teams

"Wir werden noch viel Spaß miteinander haben", war sich Ty Lawson (11 Punkte) nach dem 119:112 seiner Denver Nuggets gegen die Utah Jazz sicher. Der Rookie hatte gerade zum ersten Mal gemeinsam mit Point-Guard-Mentor Chauncey Billups (29) über einen längeren Zeitraum auf dem Platz gestanden und damit den Gegner teilweise vor unlösbare Probleme gestellt.

Bisher wurde der Neuling von der University of North Carolina meist als Backup eingesetzt, nun will Coach George Karl das Tandem häufiger gemeinsam bringen.

"Er ist unfassbar schnell", erklärte Jazz-Swingman Kyle Korver (19). "Er attackiert dich permanent, und wenn man ihn mit Chauncey und den anderen Shootern zusammenspielen lässt, ist das umso gefährlicher. Ganz zu schweigen von Carmelo Anthony."

Richtig, denn der war mit 37 Zählern - 29 davon in Hälfte zwei - der eigentliche Star des Abends. Zudem kam Center Nene auf 18 Punkte.

Utah gibt 49 Freiwürfe ab

Trotz allem lieferte Utah ein gutes Spiel ab, vertraute mit 30 Assists auf Teamplay und hatte in Deron Williams (23 Punkte, 13 Assists) und Carlos Boozer (18 Punkte, 13 Rebounds) seine besten Leute.

Warum es dennoch nicht zum Sieg reichte, war für Coach Jerry Sloan sonnenklar: "Wir haben 49 Freiwürfe abgegeben. Wollt ihr mich eigentlich verarschen? So kann man auswärts doch kein Spiel gewinnen!"

Dank des Sieges zogen die Nuggets in der Western Conference mit den Dallas Mavericks gleich. Die zweitplatzierten Texaner hatten zuvor eine bittere 88:110-Schlappe bei den Toronto Raptors kassiert.

Die Jazz hielten vorerst Platz sieben, weil sie noch einen Sieg mehr auf dem Konto haben als die Houston Rockets und die Oklahoma City Thunder.

Allen fordert weniger Macht für die Fans: Ray Allen würde es sehr gerne sehen, dass die NBA die Wahl der Starter für das All-Star-Game nicht mehr nur den Fans überlässt. Der Shooting Guard der Boston Celtics, als Reservist selbst neumal beim Mega-Event dabei gewesen, fühlt sich aber keineswegs um eine verdiente Nominierung betrogen.

Er sieht vielmehr kritisch, dass Tracy McGrady und Allen Iverson, die beide in diesem Jahr keine Bäume ausreißen, gute Chancen haben, in Dallas dabei zu sein. "Man muss immer sehen, dass ein anderer, der es verdient hätte, dadurch außen vor bleibt", so Allen. Zum Beispiel Chris Bosh, der hinter Kevin Garnett bei den Forwards im Osten nur auf Platz drei liegt.

"Dieses Event ist schließlich für die Fans", ist der damit aber einverstanden. "Es geht darum, dass die Zuschauer den zu sehen bekommen, den sie lieben. So sollte es sein." Larry Brown, Coach der Charlotte Bobcats, sieht Iversons mögliche Wahl auch als Anerkennung seiner Leistungen über 13 NBA-Jahre hinweg.

Neue Heimat für Stackhouse: Jerry Stackhouse, zweimaliger All Star und zuletzt bei den Dallas Mavericks aktiv, hat doch nochmal einen neuen Klub gefunden. Der 35-Jährige soll aller Voraussicht nach am Montag oder Dienstag bei den Milwaukee Bucks einen Vertrag bis Saisonende erhalten.

Die Bucks waren nach dem Saisonaus von Shooter Michael Redd (Knieverletzung) auf der Suche nach einem erfahrenen Swingman, in Stackhouse haben sie den offenbar gefunden. Mit einem Karriereschnitt von 18,4 Zählern kann er mit Fug und Recht behaupten zu wissen, wie man in der NBA punktet.

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