Ex-Sprinterin Marion Jones vor Debüt

SID
Samstag, 15.05.2010 | 11:43 Uhr
Marion Jones (mit Shock-Besitzer David Box) gewann 1994 den Collegetitel mit North Carolina
© Getty
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Rund eineinhalb Jahre nach Absitzen ihrer Haftstrafe kehrt Ex-Sprinterin Marion Jones in den Profisport zurück. Die US-Amerikanerin spielt künftig in der WNBA.

Die ehemalige Star-Sprinterin Marion Jones hat zwar die Startblöcke hinter sich gelassen, doch sie bleibt sportlich am Ball.

Die 34-Jährige hat ihre alte Leidenschaft für Basketball wiederentdeckt und am Samstag für das Team der Tulsa Shock ihr erstes Spiel in der Frauen-Profiliga absolviert. "Ich weiß nicht, wie ich es in Worte fassen soll. Es ist einfach wundervoll", sagte sie auf einer Pressekonferenz vor der Partie.

Die Schatten ihrer Dopingvergangenheit schienen von ihr abgefallen, als sie betonte, ihre zweite Chance nutzen zu wollen: "Mein Mann und ich bringen unseren Kindern bei, dass jeder Mensch Fehler macht und dass erst das, was du nach einem solchen Fehler tust, darüber entscheidet, wie andere dich beurteilen."

Obwohl Marion Jones nach eigener Aussage noch einige Zeit brauchen wird, um das Basketball-Gefühl aus ihrer College-Zeit wiederzufinden, wirkte sie fit und angriffslustig: "Es ist mir nie in den Sinn gekommen, darüber nachzudenken, ob ich im Wettkampf bestehen kann oder ob ich talentiert genug zum Laufen oder Basketballspielen bin."

"Wenn es um mich geht, ist es niemals wirklich leise"

Die ehemals schnellste Frau der Welt betonte, die neue Sportart sei für sie keineswegs nur ein Mittel, um in die Öffentlichkeit zurückzukehren: "Wenn ich es still und leise hätte machen können, wäre es toll gewesen. Doch wenn es um mich geht, ist es niemals wirklich leise."

Im Training vor dem Spiel wirkte sie wie befreit. Sie alberte mit ihren Teamkolleginnen herum und versicherte, sie habe sogar in ihrer dunkelsten Zeit im Gefängnis gewusst, dass dieser Tag kommen werde: "Ich war mir sicher, dass ich irgendwann wieder glücklich und zufrieden sein würde. Nur wohin mein Weg mich führen würde, war eine Überraschung."

Früherer Jones-Trainer klagt gegen USADA

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