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Orlando: Die Schlüssel zum Comeback

Von Philipp Dornhegge
Samstag, 06.06.2009 | 14:45 Uhr
Niemand könnte Dwight Howard besser erklären, wie man Titel gewinnt, als Legende Bill Russell
© Getty
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Zum Auftakt der Finals gab es für die Orlando Magic eine herbe Pleite gegen die Los Angeles Lakers. Dennoch: Schon Sonntagnacht soll es in Spiel zwei (2 Uhr im LIVESCORE) ganz anders laufen. Aber wie?

Nach der Klatsche in Spiel eins muss man sich fragen, ob die Lobhudelei auf die Orlando Magic verfrüht war.

Ist der Eastern-Conference-Champion doch nicht so stark, wie viele gedacht haben? Ist der Osten an sich schwächer als befürchtet?

Immerhin waren die Magic, objektiv betrachtet, das beste Ost-Team in den Playoffs: Sie haben trotz mäßiger Leistung die erste Runde gegen Philadelphia überstanden, danach den ersatzgeschwächten Meister aus Boston entthront und anschließend die hoch gehandelten Cavaliers auseinandergenommen.

Vor den Finals gegen die Lakers durfte man auf eine enge Serie hoffen. Und dann das: Mit 25 Punkten schießen die Lakers Orlando aus der Halle und machen deutlich, dass sie es - anders als im letzten Jahr - ernst meinen mit dem Gewinn der Meisterschaft.

Faktor Erfahrung spielt große Rolle

Feststeht, dass L.A. im ersten Spiel die klar bessere Mannschaft war. Und das, obwohl die Magic in der regulären Saison beide Spiele gegen die Lakers gewannen, All-Star-Point-Guard Jameer Nelson rechtzeitig fit wurde und Orlando mit Nelson und Rafer Alston auf der Eins eigentlich noch stärker hätte sein müssen.

Pustekuchen, das Team aus Florida scheiterte kläglich. "ESPN"-Experte J.A. Adande hatte vor der Serie prophezeit, dass die Unerfahrenheit Orlandos im Finale einen Sieg der Lakers ausmachen könnte, und in der Tat kann man die Verfehlungen aus Spiel eins vor allem darauf zurückführen.

Orlando hatte viele frei Würfe, die sie nicht verwandelten, Rashard Lewis', Hedo Turkoglus, Courtney Lees und Alstons Quoten aus dem Feld (zusammen 10 von 40) waren erbärmlich. Insgesamt traf Kobe Bryant allein mehr Zweier als das gesamte Magic-Team (16 zu 15).

Klar, die Defense der Lakers war ganz gut, weil sie Dwight Howard dank ihres Frontcourts und mit gut getimten Double Teams im Griff hatten, aber den Misserfolg nur dem Gegner zuzuschreiben, wäre falsch.

Nelson noch nicht bei 100 Prozent

Die Lakers spielen seit Jahren keine konstant starke Defense, und sie werden jetzt nicht damit anfangen. Die Magic haben schlicht und einfach nicht getroffen, vermutlich aus Nervosität, vor Aufregung oder weil sie einfach einen schlechten Tag hatten.

Man darf in Spiel zwei also bessere Magic erwarten, auch wenn Stan Van Gundy zugegeben hat, dass er einige Veränderungen in seiner Rotation rückgängig machen wolle.

Nelson werde nicht mehr so viel spielen, er sei noch nicht so weit. Für mehr als sechs bis sieben Minuten am Stück reiche es noch nicht.

Die Vermutung, dass Nelsons Comeback an Alstons Selbstvertrauen kratze, ließ der Coach nicht gelten. Eine "ziemlich billige Ausrede" für schlechte Leistungen wäre das. Alstons Job als Starter sei sowieso nicht in Gefahr.

Redick: Als bester Scharfschütze eine echte Option

Übrigens auch nicht der von Shooting-Guard-Rookie Lee, mit dem Bryant, Luke Walton und im Prinzip jeder Flügelspieler der Lakers Katz und Maus spielte. Lees Bemühungen in allen Ehren, aber er ist nicht groß und kräftig genug, um dagegenzuhalten.

Genauso wenig wie J.J. Redick übrigens, der aber immerhin von der Dreierlinie so sicher ist wie andere Spieler beim Korbleger. Allein deshalb hätte der ehemalige Duke Blue Devil eine Chance verdient.

Das Rezept ist ganz einfach: Mehr Treffer von draußen schaffen mehr Platz in der Mitte und bringen automatisch Howard ins Spiel. So könnte die Offensive ins Rollen kommen.

Wie stoppt man das Pick-and-Roll der Lakers?

Bleibt noch die Verteidigung. Die hatte ihre liebe Mühe und Not mit dem Pick-and-Roll der Lakers. Hier muss sich Van Gundy etwas einfallen lassen. Aber Orlando hat schon oft gezeigt, dass es gut darin ist, sich auf einen Gegner einzustellen.

Der Coach deutete nach dem ersten Spiel bereits an, dass die Twin-Towers-Variante mit Howard und Marcin Gortat eine Option sei, die wieder mehr Bedeutung bekommen könnte.

Mit mehr Größe in der Zone könnten Lee, Redick und Co. dann mehr Druck auf die Guards ausüben und offene Würfe verhindern. Mal sehen, ob dies das richtige Mittel ist.

Bryant hat den Titel im Visier

Orlando hat fraglos eine ganze Reihe an Möglichkeiten, um sich an den eigenen Haaren aus dem Loch zu ziehen, das sie sich gebuddelt haben.

Aber um die Situation richtig einzuordnen: Wenn Superstar Bryant auch in den nächsten Spielen so fokussiert auftritt wie zuletzt, und wenn seine Mitspieler konsequent mitziehen, dann ist gegen den 14-maligen Champion kein Kraut gewachsen.

Dann können Howard, Turkoglu und Co. spielen, wie sie wollen, die Lakers werden bei ihrer 30. Finals-Teilnahme zum 15. Mal jubeln.

NBA: Ergebnisse der Playoffs

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