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NFL - AFC Championship Game

Eine Schlacht wie im alten Rom

Von Florian Regelmann
Freitag, 16.01.2009 | 09:40 Uhr
Zwischen den Steelers und Ravens geht es immer extrem hart zur Sache
© Getty
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Im AFC Championship Game stehen sich mit Pittsburgh und Baltimore (0.30 Uhr im LIVESCORE) zwei Teams gegenüber, die sich auf den Tod nicht ausstehen können. Steelers vs. Ravens, das ist "Manhood-Football". Ganz Amerika wartet auf eine epische Schlacht.

Laut Wikipedia-Eintrag ist Hass eine menschliche Emotion starker Antipathie.

Ausgehend von der Fähigkeit zu intensiven negativen Gefühlen wird der Begriff auch im übertragenen Sinne verwendet und steht allgemein für die stärkste Form der Abwendung, Verachtung und Abneigung.

"Manhood-Football"

Man kann es auch kürzer machen: Steelers vs. Ravens. Es ist schon viel geschrieben worden über die Rivalität zwischen Pittsburgh und Baltimore, aber es ist nun mal so:

Diese beiden Teams können sich einfach auf den Tod nicht ab. Dass beide Mannschaften nun im AFC Championship Game aufeinandertreffen - es ist für die NFL ein Glücksfall.

NFC-Championship-Game-Vorschau: Ein bizarres Duell

Es wird nichts anderes erwartet als eine epische Schlacht. "Manhood-Football", nennt es der Amerikaner. Nur was für echte Männer eben. Eigentlich müsste die Partie in Rom im Kolosseum stattfinden.

Eine Randnotiz: Pittsburghs Bürgermeister Luke Ravenstahl ließ sich für eine Woche das "Raven" aus dem Namen entfernen und nennt sich in der Zwischenzeit Luke Steelerstahl.  

Der direkte Vergleich

Als AFC-North-Rivalen standen sich beide Teams naturgemäß schon zweimal gegenüber in dieser Saison. Zweimal war es ein ungemein hartes und enges Spiel. Zweimal gewannen die Steelers. Zu Hause machte Kicker Jeff Reed mit einem FG den 23:20-OT-Erfolg von Pittsburgh perfekt.

In Baltimore war es ein umstrittener Touchdown-Pass von Ben Roethlisberger auf Santonio Holmes, der den Steelers in der letzten Minute einen 13:9-Sieg einbrachte.

 

Duell des Spiels: Big Ben vs. Joe Cool

Das Quarterback-Duell scheint ein ungleiches zu sein. Auf der einen Seite Roethlisberger, der gegen San Diego gezeigt hat, dass er in Topform ist. Es wurde inzwischen zwar bekannt, dass er nicht nur eine Gehirnerschütterung erlitten hatte im letzten Saisonspiel, sondern auch das Rückenmark betroffen war, aber gegen die Chargers war von einer Verletzung nichts mehr zu sehen.

Roethlisberger steht schon in seinem dritten Championship-Game. Er hat bewiesen, dass es in der Crunch-Time kaum einen besseren QB in der Liga gibt. Big Ben scheint bereit, in die Klasse von Tom Brady und Peyton Manning aufzusteigen.

Auf der anderen Seite sieht Joe Flacco so etwas wie der junge Roethlisberger aus. Er ist Rookie, aber er spielt nicht wie einer. Flacco hat eine unglaubliche Präsenz auf dem Feld.

Ihn scheint nichts aus der Ruhe bringen zu können. Nicht umsonst wurde ihm der Spitzname "Joe Cool" verpasst. Eines musste Flacco aber bislang noch nie tun: Ein Spiel ganz alleine entscheiden. Wenn Baltimore in den Super Bowl einziehen will, müsste er aber eventuell genau das machen. 

Schlüssel zum Sieg für die Steelers

1. Steeler-Football: 14 Minuten und 43 Sekunden Ballbesitz in einem Viertel. Gegen San Diego zeigte Pittsburgh, wie klassischer Steeler-Football aussieht. In Führung gehen und dann den Gegner mit langen Drives zermürben.

2. Fast Willie: Hauptgrund dafür, dass Pittsburgh gegen San Diego so dominant sein konnte, war RB Willie Parker. "Fast Willie" ist nach vielen Verletzungsproblemen wieder fit. Funktioniert Pittsburghs Laufspiel hinter einer verbesserten O-Line, dann ist Baltimore verloren.

3. The Tasmanian Devil: Beide Defenses sind überragend. Beide Defenses haben einen überragenden Safety. Alles spricht über Ravens-Star Ed Reed, aber die Steelers haben mit Troy Polamalu einen Mann von gleichem Format. Polamalu (Wade) ist angeschlagen, wird aber spielen. Etwas anderes wäre für Pittsburgh auch eine Katastrophe.

Schlüssel zum Sieg für die Ravens:

1. Turnover: Die Defense der Ravens ließ gegen Tennessee erstaunlich viele Yards zu, doch immer, wenn es darauf ankam, war sie mit Ballgewinnen zur Stelle. Baltimore muss Roethlisberger zu schlechten Entscheidungen zwingen und Fumbles forcieren, sonst haben sie keine Chance.

2. Derrick Mason: Flaccos erste Anspielstation ist der vielleicht unterschätzteste Receiver-Star der NFL. Mason spielt eine ganz starke Saison und könnte auch die Secondary der Steelers vor einige Probleme stellen.

3. Score first: Für Baltimore wird es essentiell wichtig sein, nicht in Rückstand zu geraten. Liegen sie gegen die Steelers mal hinten, wird es fast unmöglich, das Spiel noch zu drehen. Dafür ist Baltimore nicht gemacht.

Prognose

Drei Mal innerhalb von einer Saison gegen dasselbe Team zu gewinnen, gilt im Allgemeinen als schwierig. Viele sehen es sogar als unmöglich an. Die Steelers werden beweisen, dass es doch geht. Pittsburgh zieht in den Super Bowl ein.

Die NFL-Playoffs auf einen Blick

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