Mittwoch, 01.01.2014

Putin inzwischen in Wolgograd

Bach: "Terrorismus darf nicht siegen"

IOC-Präsident Thomas Bach hat in seiner Neujahrsbotschaft Olympische Winterspiele in Sotschi frei von politischen Einflüssen gefordert und die Terroranschläge in Wolgograd erneut scharf verurteilt.

Thomas Bach will ein friedliches und freundliches Olympia 2014 in Sotschi
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Thomas Bach will ein friedliches und freundliches Olympia 2014 in Sotschi

Fünf Wochen vor der Eröffnungsfeier in Sotschi werfen die Terroranschläge von Wolgograd Schatten auf die Olympischen Winterspiele. Während Russlands Präsident Wladimir Putin in seiner Neujahrsansprache die "Vernichtung" aller Terroristen ankündigte und zu einem Besuch an den Ort des Grauens aufbrach, pries IOC-Präsident Thomas Bach die "Magie der Spiele" und forderte ein Winter-Olympia frei von politischen Einflüssen.

"In Sotschi werden die Athleten wieder die Magie der Olympischen Spiele und des Olympischen Dorfes entdecken. Sie werden die Fähigkeit der Olympischen Spiele erleben, Brücken zu bauen und Mauern einzureißen", teilte Bach in seinem Grußwort zum neuen Jahr mit: "Sotschi soll eine Demonstration von Einheit in Vielfalt sein und von bemerkenswerten sportlichen Leistungen - keine Plattform für Politik oder Teilung."

"Exzellentes Event von höchster Qualität"

Dies sei umso wichtiger vor dem Hintergrund der "feigen Terrorattacken" in Wolgograd, die wir "ganz und gar verurteilen", sagte der erste deutsche Präsident des Internationalen Olympischen Komitees: "Terrorismus darf niemals siegen." Der 60-Jährige sprach den russischen Behörden erneut sein Vertrauen aus, für "sichere Winterspiele für alle Athleten und Beteiligten" zu sorgen. Bach zeigte sich zuversichtlich, dass Sotschi ein "exzellentes Event von höchster Qualität" werde.

Putin ließ keine Zweifel daran, dass seine Sicherheitsbehörden die ohnehin schon enormen Anstrengungen noch einmal intensivieren würden. Unmittelbar nach den beiden Bombenanschlägen in Wolgograd, die 34 Menschen töteten, kündigte er verschärfte Vorkehrungen für ganz Russland an.

Putin nach Wolgograd gereist

Am Neujahrstag reiste er überraschend selbst an den Ort des Schreckens in die Millionenstadt 700 Kilometer von Sotschi entfernt und brandmarkte die Anschläge als "scheußliches Verbrechen". In seiner Neujahrsansprache hatte er zuvor die "totale Vernichtung" aller "Terroristen" angekündigt.

Im Nordkaukasus kämpfen Extremisten für die Errichtung eines islamistischen Staates. Der tschetschenische Terror-Chef Doku Umarow, Russlands Staatsfeind Nummer eins, hatte erklärt, die Winterspiele mit allen Mitteln verhindern zu wollen. Dass auch Putin die Politisierung Olympias durch Terroristen für die Durchführung von fragwürdigen Maßnahmen nutzt, gilt als sicher.

Polizei und Militär im Einsatz

Sotschi 2014: Die Olympischen Sportstätten
Vom 7. bis zum 23. Februar 2014 finden in Sotschi die 22. Olympischen Winterspiele statt
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Vom 7. bis zum 23. Februar 2014 finden in Sotschi die 22. Olympischen Winterspiele statt
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Das Herzstück der Spiele ist das Fisht Olympic Stadium. Die Arena ist nach einem Berg im Nordkaukasus benannt und wird auch bei der WM 2018 genutzt
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Der Bolshoy Ice Dome: Die Multifunktions-Arena bietet 12.000 Zuschauern Platz und ist die Bühne der Eishockey-Stars wie Alex Ovechkin, Sidney Crosby und Co.
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Der Bolshoy Ice Dome: Die Multifunktions-Arena bietet 12.000 Zuschauern Platz und ist die Bühne der Eishockey-Stars wie Alex Ovechkin, Sidney Crosby und Co.
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Von innen kann sich die Halle ebenfalls durchaus sehen lassen. Bei Kosten von über 180 Millionen Dollar sollte man aber auch einiges erwarten können
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Von innen kann sich die Halle ebenfalls durchaus sehen lassen. Bei Kosten von über 180 Millionen Dollar sollte man aber auch einiges erwarten können
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Eishockey, Part 2! Auch in der Shayba Arena geht's auf dem Eis zur Sache. Besonderer Clou: Die Halle ist so konzipiert, dass sie nach den Spielen abgebaut und in einer anderen Stadt wiederaufgebaut werden kann
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Eishockey, Part 2! Auch in der Shayba Arena geht's auf dem Eis zur Sache. Besonderer Clou: Die Halle ist so konzipiert, dass sie nach den Spielen abgebaut und in einer anderen Stadt wiederaufgebaut werden kann
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In der Shayba Arena können bis zu 7000 Zuschauern ihre Helden auf dem Eis anfeuern
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In der Shayba Arena können bis zu 7000 Zuschauern ihre Helden auf dem Eis anfeuern
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Das Ice Cube Curling Center wirkt ziemlich futuristisch, beheimatet aber die Curling-Spezialisten auf diesem Planeten. Das Fassungsvermögen: 3000 Personen
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Das Ice Cube Curling Center wirkt ziemlich futuristisch, beheimatet aber die Curling-Spezialisten auf diesem Planeten. Das Fassungsvermögen: 3000 Personen
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Apropos futuristisch: Der Iceberg Skating Palace ist auch nicht von schlechten Eltern. Insgesamt 15.000 Tonnen Stahl waren zum Bau der Eiskunstlauf- und Short-Track-Halle vonnöten
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Apropos futuristisch: Der Iceberg Skating Palace ist auch nicht von schlechten Eltern. Insgesamt 15.000 Tonnen Stahl waren zum Bau der Eiskunstlauf- und Short-Track-Halle vonnöten
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Bei den Eisschnelllaufwettbewerben im Adler Arena Skating Center sollen 8000 Leute die Halle zum Kochen bringen
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Bei den Eisschnelllaufwettbewerben im Adler Arena Skating Center sollen 8000 Leute die Halle zum Kochen bringen
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Der Olympic Parc von Sotschi in Kleinformat
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Der Olympic Parc von Sotschi in Kleinformat
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Die Schnee-, Bob und Rodelwettbewerbe finden rund um das Gebirgsdorf Krasnaja Poljana, ca. 70 Kolimneter östlich von Sotschi, statt. Fliegen Freund, Freitag und Co. hier zu Edelmetall?
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Die Schnee-, Bob und Rodelwettbewerbe finden rund um das Gebirgsdorf Krasnaja Poljana, ca. 70 Kolimneter östlich von Sotschi, statt. Fliegen Freund, Freitag und Co. hier zu Edelmetall?
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Klar, auch der Chef schaut mal vorbei, damit alles nach Plan läuft. Hier begutachtet Wladimir Putin das Ziel im Eiskanal des Sliding Center Sanki
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So soll der russische Inlandsgeheimdienst FSB für Olympia in Sotschi längst die Infrastruktur für die flächendeckende Überwachung sämtlicher Kommunikationskanäle geschaffen haben. Ab dem 7. Januar soll Sotschi durch mehrere Sicherheitsringe und Tausende Polizei- und Militärkräfte vor Attentätern geschützt werden.

Putin selbst erklärte das Thema Sicherheit am Neujahrstag während seiner landesweit im TV ausgestrahlten Stellungnahme erneut zur Chefsache. Der Präsident erklärte, er wolle sich im Laufe des Tages persönlich von FSB-Chef Alexander Bortnikow und Innenminister Wladimi Kolokoltsew über die Maßnahmen informieren lassen, die "sie getroffen haben, um die Sicherheit auf dem kompletten Territorium der Russischen Föderation zu verbessern".#

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