Rang eins für Virtue/Moir im Eistanz

SID
Montag, 22.02.2010 | 05:13 Uhr
Nach dem Pflichttanz lagen Tessa Virtue und Scott Moir noch auf Rang Zwei
© Getty

Die Kanadier Tessa Virtue und Scott Moir haben nach dem Originaltanz bei der olympischen Eistanz-Entscheidung in Vancouver die Führung übernommen.

Mit ihrem umstrittenen Aboriginal-Tanz haben die Weltmeister Oxana Domnina und Maxim Schabalin in der olympischen Eistanz-Konkurrenz ihre Führung eingebüßt. Nach dem Pflichttanz noch an der Spitze fielen die Europameister aus Russland im Originaltanz mit 106,60 Punkten auf den dritten Platz zurück.

Die Spitze übernahmen mit einem spanischen Flamenco die letztjährigen WM-Dritten Tessa Virtue und Scott Moir aus Kanada (111,15), die in Vancouver vom einheimischen Publikum stürmisch bejubelt wurden. Auch die US-Meister Meryl Davis und Charlie White (108,55) zogen noch Domnina/Schabalin vorbei.

Protestnote aus Canberra

Bei den Europameisterschaften im Januar in Tallinn hatten Sprecher der australischen Ureinwohner ihren Tanz als Beleidigung empfunden und sogar dem russischen Botschafter in der Hauptstadt Canberra eine Protestnote zukommen lassen. Die 12.000 Zuschauer im Pacific Coliseum hielten sich zwar mit Beifall zurück, doch Proteste oder Unmutsbekundungen waren weder zu sehen noch zu hören.

Dabei hatten Domnina/Schabalin die Musik gar nicht und die Kostüme nur marginal geändert. Ohnehin hätten sie die Kritik überhaupt nicht verstanden, sagte Schabalin: "Wir wollten diese alte Kultur ehren und nicht verletzen."

"Unser bester Originaltanz"

Trotz eines fehlerfreien Vortrags büßten Christina und William Beier zwei Positionen ein. Die deutschen Meister aus Dortmund fielen mit ihrem hawaiianischen Tanz vom 16. auf den 18. Platz zurück, gaben sich aber trotzdem zufrieden. "Das war unser bester Originaltanz in dieser Saison. Wir hatten uns vorgenommen, am Optimum zu laufen, das ist uns gelungen", sagte Christina Beier.

Ihr Bruder, der sich noch zwei Tage zuvor beim Pflichttanz mit heftigen Rückenschmerzen herumplagen musste, war wieder fast beschwerdefrei: "Im Training hatte ich die Hebungen noch ausgelassen, aber jetzt ging es sehr gut."

Auch Trainer Rene Lohse konnte den Verlust von zwei Plätzen verschmerzen. "Christina und William sind ohne jeden Patzer gelaufen, sie können sich überhaupt nichts vorwerfen", erklärte der Berliner.

Eistanz: Domnina/Schabalin vorn

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