Olympia

Eistanz-Gold für Kanadier Virtue/Moir

SID
Mit einer fantastischen Kür sicherten sich Tessa Virtue und Scott Moir aus Kanada den Olympiasieg
© Getty

Tessa Virtue und Scott Moir aus Kanada haben Gold im Eistanz gewonnen. Silber ging an Meryl Davis und Charlie White aus den USA, Bronze an die Russen Oksana Domnina und Maxim Schabalin.

Kanada feiert: Die Eistanz-Goldmedaille für Tessa Virtue und Scott Moir hat kurzzeitig das olympische Drama um den Tod der Mutter von Medaillenhoffnung Joannie Rochette in den Hintergrund gedrängt.

Die beiden Nordamerikaner bauten im Pacific Coliseum ihren Vorsprung aus dem Originaltanz noch aus und ließen der Konkurrenz mit 221,57 Punkten keine Chance.

Mit deutlichem Rückstand (215,74) holten sich Meryl Davis und Charlie White aus den USA die Silbermedaille. Die Weltmeister Oxana Domnina und Maxim Schabalin aus Russland mussten sich mit 207,64 Zählern und Rang drei zufrieden geben.

Pirouetten zu Gustav Mahler

Vor knapp 12.000 Zuschauern, unter ihnen auch IOC-Präsident Jacques Rogge, überzeugten die neuen Olympiasieger mit verwirrenden Pirouetten und spektakulären Hebungen zur Symphonie Nummer fünf von Gustav Mahler. Ihre Trainingskollegen Davis/White hingegen setzten auf klassisches Musical mit Melodien aus dem "Phantom der Oper".

Erstmals ging damit der Olympiasieg im Eistanz nach Übersee. Die deutschen Meister Christina und William Beier behaupteten ihren 18. Platz nach dem Originaltanz. Das Geschwisterpaar aus Dortmund leistete sich zwar einen kleinen Wackler nach einer Hebung, hätte sich aber auch ohne diesen Patzer nicht mehr weiter nach vorne arbeiten können.

Wegen Rückenbeschwerden fitgespritzt

"Das war für uns eine Comeback-Saison, mit der wir sehr zufrieden sein dürfen", sagte William Beier, der wegen Rückenbeschwerden beim Pflichttanz (Tango Romantica) und im Originaltanz noch fitgespritzt werden musste.

Bei der Kür zu Klängen von Ludwig van Beethoven war dem Zeitsoldaten davon nichts mehr anzumerken, auch wenn der kleine Lapsus genau an der Stelle passierte, an der er sich die schmerzhafte Zerrung im Training zugezogen hatte.

Auch Trainer Rene Lohse, der die beiden Eistänzer als Coach übernommen hatte, nachdem sie ein Jahr lang mit anderen Partnern getanzt hatten, zog eine positive Bilanz: "Die Leistung war ganz klar besser als bei den Europameisterschaften im Januar in Tallinn." In der estnischen Hauptstadt hatten seine Schützlinge mit Rang 15 zufrieden sein müssen.

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