Olympia

Hörmann bezweifelt Medaillenflut

SID
Alfons Hörmann kündigte für Oktober eine Leistungssportreform an
© getty

DOSB-Präsident Alfons Hörmann traut der deutschen Olympiamannschaft in Rio nicht den großen Wurf zu. "Wenn wir ungefähr im Bereich von London (44 Medaillen, d. Red.) liegen, wäre das in meinen Augen schon ein herausragendes Ergebnis", sagte Hörmann im Interview mit der Sport Bild.

Ein Ende der Medaillenflaute soll in Zukunft die umstrittene Leistungssportreform bringen, die der DOSB derzeit mit dem Bundesinnenministerium verhandelt. Man sei "bei 70 Prozent der Wegstrecke angekommen", sagte er: "Dass es an der einen oder anderen Stelle Gegenwind gibt, ist klar, weil es bei einigen Verbänden ans Eingemachte gehen wird."

Trotz der Einschnitte rief Hörmann zur Einigkeit auf: "Das große Ziel werden wir nur erreichen, wenn es uns gelingt, den Schulterschluss innerhalb des Sports, aber auch mit dem BMI und den Ländern hinzubekommen." Die Zeitplanung sieht Hörmann trotz zahlreicher interner Streitereien nicht in Gefahr. "Wir wollen und wir werden im Oktober die Reformkonzepte veröffentlichen", sagte er.

Hörmann kündigte an: "Ein Kernpunkt soll und wird sein: Es zählen nicht mehr so sehr Erfolge oder Misserfolge der Vergangenheit, sondern es zählt die Frage des Potenzials für die Zukunft."

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