Kroatien komplettiert Viertelfinale

SID
Donnerstag, 09.08.2012 | 00:38 Uhr
Bei Olympia liegen Freud und Leid immer sehr nahe beeinander
© Getty

Tunesiens Handballer haben eine Sensation bei den Olympischen Spielen in London verpasst. Der Afrikameister verlor am Mittwochabend sein Viertelfinale gegen Kroatien trotz harter Gegenwehr und einer Halbzeitführung mit 23:25 (13:11).

Die Kroaten erreichten dagegen erwartungsgemäß die Runde der letzten Vier am Freitag. Dort treffen sie auf die Franzosen. Im zweiten Halbfinale stehen sich die Überraschungsteams aus Schweden und Ungarn gegenüber.

Dabei sah es lange Zeit nicht nach einer deutlichen Angelegenheit für die favorisierten Kroaten aus. Tunesien überraschte den Favoriten mit seiner aggressiven Spielweise. Erst als der Nordafrikaner Heykel Megannem die Rote Karte sah, konnten sich die in diesem Wettbewerb bisher ohne Punktverlust gebliebenen Kroaten etwas absetzen. Auch dank ihres Topscorers Ivan Cupic, der alleine auf acht Treffer kam, zogen sie somit erwartungsgemäß in die Vorschlussrunde ein.

Frankreich trifft auf Kroatien

Dort wartet mit Frankreich ein deutlich stärker einzuschätzender Gegner auf das Team von Trainer Slavko Goluza. Allerdings hatte der Titelverteidiger einige Mühe, um gegen gleichwertige Spanier zu bestehen. Erst als Topscorer William Accambray (7) einige Sekunden vor der Schlusssirene der entscheidende Siegtreffer zum 23:22 (9:12) gelang, stand der Halbfinal-Einzug des Weltmeisters endgültig fest. Bei den unterlegenen Iberern zeigte sich Victor Tomas Gonzales (6) am treffsichersten.

Während die Partie dieser beiden europäischen Handballmächte den Erwartungen entspricht, duellieren sich im zweiten Halbfinale mit Ungarn und Schweden zwei echte Außenseiter. Die Skandinavier setzten sich in einer spannenden Begegnung gegen den amtierenden Europameister Dänemark mit 24:22 (11:9) durch und Ungarn behielt nach einem packenden Spiel und zweimaliger Verlängerung mit 34:33 (27:27, 16:12) gegen die bis dato unbesiegten Isländer die Oberhand. Laszlo Nagy zeichnete sich beim Siegerteam mit neun Treffern besonders aus.

Der Medaillenspiegel im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung