Olympia

Külbs und Malzahn verpassen Gold

SID
Luise Malzahn verlor am Samstag ihr Finale
© getty

Die deutschen Judoka haben bei den Europaspielen weiteres Gold verpasst. Jasmin Külbs (Zweibrücken) und Luise Malzahn (Halle/Saale) verloren am Samstag ihre Finals. Martyna Trajdos, die am Freitag in der Klasse bis 63 kg Gold gewann, wurde zur Fahnenträgerin bei der Schlussfeier ernannt. Für das 15. deutsche Gold sorgte Junioren-Schwimmerin Maxine Wolters zum Abschluss der Wettbewerbe im Aquatics Center.

Im Badminton verpassten Dieter Domke und das Mixed Raphael Beck/Kira Kattenbeck den Finaleinzug. Derweil sorgte die aserbaidschanische Langstreckenläuferin Chaltu Beji für den zweiten Dopingfall der Spiele.

Külbs, EM-Dritte in der Gewichtsklasse über 78 kg, unterlag im Finale Titelverteidigerin Emilie Andeol aus Frankreich durch Ippon. Malzahn (bis 78 kg) musste sich nach einer starken Turnierleistung mit Siegen unter anderem über die WM-Dritte Anamari Velensek (Slowenien) im Finale der niederländischen Ex-Weltmeisterin Marhinde Verkerk geschlagen geben.

Peters verliert gegen Maret

Im Kampf um Bronze zog der Olympiadritte Dimitri Peters (Hannover) in der Klasse bis 100 kg gegen den EM-Dritten Cyrille Maret aus Frankreich den Kürzeren. In der Bilanz des Deutschen Judobundes (DJB) bei den Europameisterschaften stehen vor den abschließenden Mannschaftswettbewerben am Sonntag neun Medaillen.

Trajdos, die für das einzige Gold verantwortlich zeichnet, wird am Sonntag die deutsche Fahne tragen. Das gab der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am Samstag bekannt.

"Wir hatten bei der Eröffnungsfeier in Fabian Hambüchen einen späteren Sieger der Europaspiele und haben nun in Martyna Trajdos bei der Schlussfeier ebenfalls eine Siegerin", sagte Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig: "Die beiden stehen stellvertretend für eine starke und erfolgreiche deutsche Mannschaft, die aus jungen und arrivierten Athleten besteht".

Wolters mit 15. Gold

Für das 15. Gold der Spiele sorgte Maxine Wolters aus Hamburg über 200 m Lagen bei den Junioren-Wettbewerben der Schwimmer. Insgesamt gewannen die deutschen Nachwuchs-Schwimmer in Baku 13 Medaillen, davon drei aus Gold. Sämtliche Wasserwettbewerbe bei der Premiere der Europaspiele in Aserbaidschan sind Junioren-Wettkämpfe (U17 und U19).

In ihren Halbfinals kassierten die Badmintonspieler Dieter Domke (Bischmisheim) im Einzel und Raphael Beck/Kira Kattenbeck (Refrath/Wesel) im Mixed Niederlagen gegen "Danish Dynamite" und reisen mit Bronze nach Hause.

Domke musste sich Emil Holst 14:21, 15:21 geschlagen geben. Beck/Kattenbeck unterlagen den an Position drei gesetzten Niclas Nohr/Sara Thygesen in drei Sätzen. Insgesamt holte der Deutsche Badminton-Verband (DBV) in Baku drei Bronzemedaillen.

"Ich konnte zweimal als Sparringspartner mit zu Olympischen Spielen und jetzt hast Du das hier plötzlich selbst: die Aufmerksamkeit, das Dorf, die Fernsehübertragung und die Medaille", sagte Domke.

Florett-Mannschaft unterliegt Großbritannien

Die junge Florett-Mannschaft der Herren unterlag Großbritannien im Viertelfinale, das zugleich die erste Runde war, deutlich mit 26:45. Am Ende stand Platz fünf nach dem 45:24 gegen Polen. Rund zwei Wochen vor der WM in Moskau (13. bis 19. Juli) holten die Vertreter des Deutschen Fechter-Bundes lediglich eine Bronzemedaille durch das Säbel-Team der Herren.

Für den zweiten Dopingfall sorgte die aserbaidschanische Leichtathletin Chaltu Beji, souveräne Siegerin im 3000-m-Hindernislauf im Rahmen der dritten Liga der Team-EM. Die gebürtige Äthiopierin wurde in der A- und B-Probe positiv auf die anabole Substanz Ostarine getestet. Die 18-Jährige wurde von den Spielen ausgeschlossen, ihre Ergebnisse gestrichen.

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