Montag, 15.12.2014

Bürgerbefragung wegen Olympiabewerbung

Auch nach Kandidatur möglich

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) schließt nicht aus, die Bürgerbefragung über eine deutsche Olympiabewerbung in Berlin oder Hamburg erst nach dem Einreichen der offiziellen Bewerbungsunterlagen beim IOC im Frühjahr 2016 durchführen zu lassen.

Der DOSB kann sich eine Bürgerbefragung auch nach der offiziellen Kandidatur vorstellen
© getty
Der DOSB kann sich eine Bürgerbefragung auch nach der offiziellen Kandidatur vorstellen

Es gebe keine Festlegung, wann eine Bürgerbefragung in der Bewerberstadt stattfinden soll, teilte der DOSB auf SID-Anfrage mit.

"Einerseits wird - zu Recht - erwartet, dass den Bürgern ein möglichst konkretes Konzept zur Abstimmung vorgelegt wird. Andererseits wird - genauso zu Recht - erwartet, dass die Bürger möglichst frühzeitig abstimmen, damit kein Geld in ein Konzept investiert werden muss, ohne dass es grünes Licht dafür gibt", sagte Bernhard Schwank, DOSB-Vorstand für Internationales/Olympiabewerbung: "Die richtige Antwort auf die Frage, die sich zwischen diesen beiden Erwartungshaltungen bewegt, müssen wir gemeinsam mit der gewählten Stadt erörtern."

Im März Entscheidung über deutschen Bewerber

Am 21. März entscheidet in Frankfurt eine außerordentliche Mitgliederversammlung des DOSB über den deutschen Bewerber. Fünf Tage zuvor schlägt das Präsidium entweder Berlin oder Hamburg vor. Bis zum 15. September müssen die Bewerber beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) benannt werden.

Der Stichtag für die Abgabe der Bewerbungsunterlagen und Garantien ist der 8. Januar 2016. Der DOSB wollte in der schriftlichen "SID"-Anfrage ausdrücklich nicht ausschließen, dass die Bürgerbefragung erst nach diesem Datum stattfindet.

Für eine möglichst späte Bürgerbefragung spräche, dass mehr Zeit bleibt, die Abstimmung vorzubereiten. Allerdings würde dies auch Mehrkosten bedeuten und könnte im Falle einer Nominierung der deutschen Hauptstadt in den Wahlkampf um das Berliner Abgeordnetenhaus hineinspielen. Dies wollen Berliner Politiker unbedingt vermeiden.


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