Wintersport

WM-Riesenslalom: Luitz stürzt, Pinturault führt vor Hirscher

SID
Stefan Luitz ist beim Riesenslalom im Rahmen der Ski-WM in Are gestürzt.

Skirennläufer Stefan Luitz hat nach einem Sturz im ersten Lauf seine Außenseiterchancen auf eine Medaille beim WM-Riesenslalom in Are/Schweden bereits verspielt. Nach knapp einer Minute Fahrzeit und mehreren kleinen Fehlern fädelte der Allgäuer mit dem linken Ski an einer Torstange ein, wurde herumgeschleudert und prallte mit dem Rücken voraus auf die Piste. Danach blutete seine Nase, auch schien er sich am linken Knie, in dem er im Dezember 2017 einen Kreuzbandriss erlitten hatte, verletzt zu haben.

"Stefan Luitz ist in Begleitung vom Teamarzt Manuel Köhne auf dem Weg nach Östersund ins Krankenhaus", teilte der Deutsche Skiverband mit. Das linke Knie des 26-Jährigen sei instabil, Schulter und Kopf jedoch in Ordnung. In der Klinik werde eine MRT-Untersuchung vorgenommen.

Luitz war mit Nummer elf gestartet, zu diesem Zeitpunkt waren die Läufer bei Sonnenschein und Temperaturen über dem Gefrierpunkt aufgrund der Pistenverhältnisse ohne Chance auf einen der vorderen Plätze. Als die Sonne verschwand und der Kurs wieder etwas härter und schneller wurde, zeigte nicht zuletzt Alexander Schmid vom SC Fischen eine beherzte Fahrt - mit Startnummer 23 (+0,92 Sekunden) fuhr er auf einen hervorragenden siebten Rang im Zwischenklassement.

Als Führender in das Finale (ab 17.45 Uhr im LIVETICKER) geht Kombinations-Weltmeister Alexis Pinturault aus Frankreich. Auf Rang zwei folgt der kränkelnde Titelverteidiger und Olympiasieger Marcel Hirscher (+0,10 Sekunden), Dritter ist Henrik Kristoffersen aus Norwegen (+0,18).

Luitz wurde nach seinem Sturz umgehend am Rande der Piste von mehreren deutschen Betreuern erstversorgt, um das linke Knie bekam er eine dicke Bandage. Danach fuhr der Riesenslalom-Spezialist, der ohnehin mit einem Schutzpanzer für seine vor kurzem bei einem Sturz ausgekugelte linke Schulter an den Start gegangen war, auf dem rechten Ski hinab in den Zielraum. Seinen linken Ski hielt er dabei in der Hand.

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