Wintersport

Doppelsieg der Skeletonis: Lölling und Jungk fit für Olympia

SID
Ist bei Olympia eine heiße Medaillenkandidatin: Jaqueline Lölling
© getty

Olympia kann kommen: Das Weltcup-Finale am Königssee geriet für die Skeletonis Jacqueline Lölling und Axel Jungk zur Triumphfahrt mit anschließender Feier.

"Heute Abend werde ich mit Freunden Billard spielen und Bier trinken", sagte Vizeweltmeister Jungk nach einer Gefühlseruption über seinen Premierensieg in der ARD. Und Lölling krallte sich mit einem Sieg ihre zweite Kristallkugel.

Die Weltmeisterin aus Winterberg gewann im Berchtesgadener Land ihr viertes Rennen der Saison und sicherte sich erneut den Sieg im Gesamtweltcup. Für die Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang ist Lölling, die im vergangenen Jahr den bisher einzigen Weltcup auf der Olympiabahn gewonnen hatte, die große Favoritin. Trotz des großen Selbstvertrauens wolle sie noch vorsichtig sein, denn "wir wissen nicht, was kommt."

Jungk: "In Korea haben wir den Heimvorteil nicht"

Auch Jungk sendete mit Blick auf Olympia ein Ausrufezeichen. "Ich kann mit breiter Brust rüberfliegen", sagte der 26-Jährige aus Oberbärenburg. Gleichzeitig blieb er nach seinem Erfolg auf der altbekannten Bahn auf dem Teppich: "Man darf sich davon nicht blenden lassen. In Korea haben wir den Heimvorteil nicht."

Den spielte Jungk über die gesamten zwölf Kurven aus. "Ich war zum ersten Mal in der Situation, dass ich als Letzter runterfahre. Sonst war ich oft ganz schön zappelig, heute hat es gut geklappt", sagte er, und bestätigte seine Einschätzung bereits mit der besten Startzeit. Damit setzte er sich vor den lettischen Brüdern Martins und Tomass Dukurs durch. Der Oberhofer Christopher Grotheer fuhr auf Platz fünf, Alexander Gassner aus Winterberg wurde Sechster.

Weil der im Gesamtweltcup zuvor zweitplatzierte Martins Dukurs für das Rennen in St. Moritz vor einer Woche disqualifiziert wurde, schob sich Jungk in der Gesamtwertung hinter dem Südkoreaner Yun Sungbin auf Platz zwei vor. Grotheer und Gassner beendeten die Saison auf den Plätzen sechs und sieben.

Lölling in Königssee: Schlecht gestartet - Famose Aufholjagd

Lölling hätte bei einem Sieg ihrer kanadischen Rivalin Elisabeth Vathje ein zehnter Platz gereicht. Doch nach Platz vier im ersten Durchgang fuhr sie mit einem famosen zweiten Lauf nach vorne. Zweite wurde die Lokalmatadorin Tina Hermann, Anna Fernstädt aus Berchtesgaden fiel von Rang eins auf fünf zurück.

Dabei hatte der Tag auch für Lölling nicht gut angefangen. Wegen starken Schneefalls brach der Weltverband IBSF den ersten Durchgang nach etwa der Hälfte der Starterinnen ab und wiederholte den Wettkampf am Nachmittag. "Man hat es oben gemerkt: Es bremst einfach, da kann man nichts machen", sagte Lölling nach ihrem ersten Versuch. Hermann ergänzte: "Es geht gar nicht."

In Pyeongchang ist übrigens die gesamte Bahn überdacht. Also: Gleiche Bedingungen für alle.

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