Sonntag, 17.01.2016

Gold geht an Norwegen

Freund führt DSV-Adler zu WM-Silber

Angeführt von Severin Freund haben die deutschen Skispringer bei der Skiflug-WM am Kulm Silber im Teamwettbewerb gewonnen. Gold holte sich Norwegen.

Severin Freund war im Einzel als Sechster noch klar an den Medaillen vorbeigeflogen
© getty
Severin Freund war im Einzel als Sechster noch klar an den Medaillen vorbeigeflogen

Der überragende Freund, Richard Freitag, Andreas Wellinger und Stephan Leyhe musste sich in Bad Mitterndorf mit 1357,3 Punkten nur dem neuen Weltmeister Norwegen (1467,7) geschlagen geben. Bronze ging an Gastgeber und Titelverteidiger Österreich (1310,4).

"Hier auf dem Podium zu stehen, ist extrem geil. Das hätte uns keiner zugetraut, die Freude ist riesig", sagte Freund im ZDF. Im Einzel war der Titelverteidiger als Sechster noch klar an den Medaillen vorbeigeflogen, einen Tag später bewies er seine Topform. "Das ist super für uns. Ich bin froh, dass die Mannschaft sich heute belohnt hat", sagte auch Bundestrainer Werner Schuster.

Mit Silber belohnte sich das DSV-Team für eine starke Aufholjagd: Nach zwei der acht Gruppen lag Deutschland nur auf dem sechsten, zur Halbzeit auf dem vierten Rang. Allen voran Freund und Freitag sicherten aber wie schon vor vier Jahren in Vikersund Silber. "Die erst WM, die erste Medaille - das wird mir ewig in Erinnerung bleiben", sagte Leyhe. Mitfavorit Slowenien (1272,7) mit dem neuen Weltmeister Peter Prevc belegte nur den vierten Rang.

Norwegen eine Klasse für sich

Eine Klasse für sich war allerdings Norwegen. Der WM-Zweite Kenneth Gangnes, Weltrekordler Anders Fannemel, Johann Andre Forfang und Daniel Andre Tande führten bereits zur Pause klar und holten am Ende nach 2004 und 2006 zum dritten Mal Gold. Damit endete auch die Serie der zuletzt dreimal in Folge siegreichen Österreicher.

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Bei zunächst heftigem Schneetreiben erwischte das DSV-Quartett einen klassischen Fehlstart: Nach den Sprüngen von Wellinger und Leyhe lag das Team nur auf dem sechsten Rang, ehe Freitag mit 213,5 m und Freund mit 219,0 m die Mannschaft zur Halbzeit auf Platz drei brachten. "Wir haben so aufgestellt, dass wir hintenraus fit sind. Severin und Richard haben tolle Sprünge gezeigt", sagte Schuster zur Pause.

Im zweiten Durchgang verteidigten Wellinger und der nun deutlich verbesserte Leyhe den dritten Rang, ehe Freitag das Team erstmals auf den zweiten Platz brachte. Schlussspringer Freund hatte schließlich keine Mühe, mit starken 218,5 m die Silbermedaille ins Ziel zu bringen.


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