Donnerstag, 08.03.2012

Kombinierer hofft auf "ordentlichen Abschluss" beim Weltcup in Oslo

Eric Frenzels Rückkehr an den Ort des Triumphs

In der Loge der königlichen Familie gratulierte Harald der Fünfte, Zeitungen erhoben den jungen Mann zum neuen "Schneekönig": Mit einer Gold-, zwei Silber- und einer Bronzemedaille gehörte Eric Frenzel 2011 zu den Gewinnern im deutschen Ski-Team. Die nordische Ski-WM damals in Oslo war die Woche des Kombinierers Frenzel. "Etwas Größeres, als in Oslo Weltmeister zu werden, gibt es nicht. Mein Herz hüpft", sagte er damals.

Das große Ziel, den Gewinn des Gesamtweltcups, verpasste Eric Frenzel deutlich
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Das große Ziel, den Gewinn des Gesamtweltcups, verpasste Eric Frenzel deutlich

Seit Oslo ist der 23-Jährige vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal der Hoffnungsträger im Lager der Nordischen Kombinierer - der Mann, der seiner Sportart wieder zu altem Glanz verhelfen soll. Die einstige Königsdisziplin hat an Strahlkraft verloren, die Zuschauerzahlen sind ausbaufähig, das Sponsoren- und Medieninteresse ebenfalls.

Immerhin: Seit der WM sagen die Leute in Frenzels Heimatort Geyer im Vorbeigehen zu ihrem Partner "Guck mal, das ist ja der Frenzel".

Saisonziel korrigiert: Ordentlicher Abschluss statt Gesamtsieg

Nun kehren die Kombinierer an den WM-Schauplatz zurück. Nach einem Einzel-Wettbewerb am Freitag, gehen beim Weltcup-Finale am Sonntag die besten 30 Kombinierer am Holmenkollen an den Start. "Wir haben mit dem Schlusswettkampf in Oslo ein Highlight. Ich möchte einen ordentlichen Abschluss machen", sagt Frenzel.

Ein "ordentlicher Abschluss" also, das klingt ganz anders als zu Saisonbeginn. "Mein Ziel ist der Gesamtweltcup", hatte Frenzel damals gesagt. Mit dem Erfolg in Lillehammer gleich im zweiten Wettbewerb schien dieser Plan auch realistisch, doch dann musste der 23-Jährige fast drei Monate warten, bis er Ende Februar in Liberec mit Platz zwei endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern konnte.

Hoffnung auf perfekten Abschluss am Sonntag

Läuferisch sei Frenzel topfit, erklärt Bundestrainer Hermann Weinbuch, aber das Springen sei zu unbeständig. Jetzt baut Weinbuch auf den Oslo-Faktor: "Ich hoffe, dass ihn das gute Gefühl von der WM beflügelt." Besonders am Sonntag, wenn zwei Sprünge und 15 Kilometer zu absolvieren sind, will Frenzel angreifen: "Von mir aus könnte es das öfter geben. Ich bin einer, der im Laufen über die Distanz kommt und im Springen zwei ordentliche Sätze bringen kann."

Zum Standard-Format im Einzel ist zu seinem Leidwesen die kürzere Variante mit einem Sprung und zehn Kilometern geworden.

Der Gesamtweltcup aber ist für Frenzel unerreichbar. Dort führt der Franzose Jason Lamy Chappuis (1266) vor Akito Watabe (1102) aus Japan. Bester Deutscher ist Björn Kircheisen als Sechster (669), einen Platz vor Frenzel (663).

Für die kommenden Winter wird Besserung gelobt

"Wir haben diesen Winter als Verschnaufpause betrachtet, denn in den folgenden Jahren stehen die WM, Olympia und wieder eine WM auf dem Programm", erklärt Weinbuch.

Für die Skispringerinnen steht in ihrer Premierensaison in Oslo am Freitag (13.15 Uhr) ebenfalls das Weltcup-Finale an. Die US-Amerikanerin Sarah Hendrickson (1069) steht bereits als erste Gesamtweltcup-Siegerin fest. Deutschlands beste Skispringerin Ulrike Gräßler (Klingenthal) kann noch Platz drei erreichen. Die WM-Zweite von 2009 ist Vierte (510) hinter der Japanerin Sara Takanashi (559).

Die Topverdiener der Skisaison 2010/11
Beide waren im letzten Winter sehr erfolgreich, aber es kann nur eine geben. Lindsey Vonn oder Maria Riesch - wer ist die Preisgeldkönigin?
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Beide waren im letzten Winter sehr erfolgreich, aber es kann nur eine geben. Lindsey Vonn oder Maria Riesch - wer ist die Preisgeldkönigin?
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Platz 5: Die Weltmeisterin in Abfahrt und Super-G darf bei den Topverdienern natürlich nicht fehlen. Elisabeth Görgl hat im vergangenen Winter 137.000 Euro verdient
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Platz 5: Die Weltmeisterin in Abfahrt und Super-G darf bei den Topverdienern natürlich nicht fehlen. Elisabeth Görgl hat im vergangenen Winter 137.000 Euro verdient
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Platz 4: Auch die Slowenin Tina Maze fuhr eine ganz starke Saison und wurde dafür mit 180.000 Euro und Platz vier im Preisgeld-Ranking belohnt
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Platz 4: Auch die Slowenin Tina Maze fuhr eine ganz starke Saison und wurde dafür mit 180.000 Euro und Platz vier im Preisgeld-Ranking belohnt
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Platz 3: Die Slalom-Königin des Skiwinters darf bei den Topverdienern nicht fehlen. Marlies Schild gewann die Slalomwertung und verdiente insgesamt 207.700 Euro
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Platz 3: Die Slalom-Königin des Skiwinters darf bei den Topverdienern nicht fehlen. Marlies Schild gewann die Slalomwertung und verdiente insgesamt 207.700 Euro
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Platz 2: Den Gesamtweltcupsieg in der Tasche, beim Preisgeld hat's nicht ganz gereicht. Maria Riesch gewann im letzten Winter 354.000 Euro
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Platz 2: Den Gesamtweltcupsieg in der Tasche, beim Preisgeld hat's nicht ganz gereicht. Maria Riesch gewann im letzten Winter 354.000 Euro
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Platz 1: Vom Weltcupfinale war Lindsey Vonn schwer enttäuscht, vielleicht können sie ja ihre Einkünfte von insgesamt 356.500 Euro ein bisschen trösten
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Platz 5: Aksel Lund Svindal hätte auch gern in den Kampf um den Gesamtweltcup eingegriffen - hat nicht ganz geklappt. Dafür entschädigen ihn 115.500 Euro
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Platz 4: Mit 124.500 Euro an Preisgeldern im Gepäck verabschiedet sich Michael Walchhofer in den wohlverdienten Ski-Ruhestand
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Platz 3: Auch bei den Männern liegt der beste Slalomfahrer beim Preisgeld auf Rang drei. Jean Baptiste Grange verdiente 153.000 Euro
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Platz 2: Auch im fortgeschrittenen Ski-Alter kann Didier Cuche noch mit der Weltklasse mithalten. Beleg dafür sind seine Einkünfte von 199.800 Euro
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Platz 1: Bei den Herren ist der Gesamtweltcupsieger auch der Topverdiener. Ivica Kostelic nahm im letzten Winter 325.000 Euro ein
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