Andrea Henkel wird Vierte in Antholz

Henkels Serie reißt im Sprint

SID
Freitag, 21.01.2011 | 16:16 Uhr
Andrea Henkel wurde mit zwei Schießfehlern Vierte
© Getty
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Die Podestserie von Andrea Henkel ist im Sprint über 7,5 km beim Biathlon-Weltcup in Antholz gerissen. Nach einem dritten und vier zweiten Plätzen in Serie wurde sie Vierte.

Das breite Lächeln war aus Andrea Henkels Gesicht gewichen, als sie in der Höhe von Antholz hauchdünn den Sprung aufs Podium verpasst hatte.

Die 33-Jährige lief beim Sprint in Antholz als Vierte nur um 4,6 Sekunden an ihrem sechsten Podestplatz in Folge vorbei, war aber in Abwesenheit der erkrankten Doppel-Olympiasiegerin Magdalena Neuner wieder beste Deutsche. Die fehlerfreie Norwegerin Tora Berger feierte ihren dritten Sieg in Folge vor Anastasiya Kuzmina aus der Slowakei und Olga Saizewa (Russland/beide 1 Fehler).

"Keine einfachen Bedingungen"

"Es waren keine einfachen Bedingungen. Das macht es aber interessant. Wenn es schwierig ist, machen auch andere Fehler, so dass man mit zwei Fehlern auch mal Vierte werden kann. Wenn man auf Wind regieren muss, ist es spannender und auch schöner", sagte Henkel.

Die Doppel-Olympasiegerin von Salt Lake City 2002, die zuletzt mit einem dritten und vier zweiten Plätzen fünfmal in Folge aufs Treppchen gelaufen war, hatte die beste Laufzeit im gesamten Feld.

Neuner, die wegen einer Erkältung den Sprint und die Staffel am Samstag absagen musste, trainierte am Freitagmorgen schon wieder. "Samstag geht sie nochmal raus, dann entscheiden wir über einen Start im Massenstart am Sonntag", sagte Frauen-Trainer Gerald Hönig.

Bachmann wackelt im Stehendanschlag

Tina Bachmann (Schmiedeberg/2 Fehler) lag nach dem Liegendschießen auf Podiumskurs, wackelte dann aber im Stehendanschlag und musste sich nach zwei Strafrunden mit Rang zwölf begnügen. "Ich habe versucht, Ruhe reinzubringen. Die letzte Scheibe ist dann nicht gefallen, das war sehr ärgerlich. Ich versuche, am Schießstand das Beste herauszuholen, das klappt aber leider nicht immer", sagte Bachmann.

Miriam Gössner (Garmisch) war hinter Henkel die Zweitschnellste in der Loipe, doch mit insgesamt drei Strafrunden reichte es nur zu Platz 17 für die 20-Jährige. Kathrin Hitzer (Gosheim/1 Fehler) schoss deutlich besser, landete aber trotzdem nur auf Rang 26.

"Ich habe das Glück im Moment nicht so auf meiner Seite, obwohl ich fleißig arbeite. In der ersten Runde habe ich die Kurve zu eng geschnitten und dabei ist mein Stock abgebrochen", sagte Hitzer nach einem Rennen voller Missgeschicke. Sabrina Buchholz (Oberhof/3 Fehler) und Juliane Döll (Oberhof/2 Fehler) enttäuschten auf den Plätzen 41 und 49.

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