Eisschnelllauf

Pechstein träumt von Olympia 2014

SID
Donnerstag, 12.08.2010 | 19:48 Uhr
Claudia Pechstein will ihre Karriere noch nicht beenden
© Getty
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Die bis 2011 gesperrte Eisschnellläuferin Claudia Pechstein will bei den Olympischen Spielen in Sotchi starten. Pechstein "möchte noch einmal um Medaillen mitlaufen".

Die wegen erhöhter Blutwerte bis Februar 2011 gesperrte fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein will sich ihre "gestohlenen sechsten Olympischen Spiele" zurückholen.

Das sagte die 38 Jahre alte Berlinerin in einem Interview mit dem Berliner Kurier (Freitagausgabe). Pechstein machte klar, dass sie bei den Winterspielen 2014 in Sotchi starten will. Sie würde am vorletzten Tag der Spiele (22. Februar) 42 Jahre alt. "Ich möchte noch einmal um Medaillen mitlaufen. Am liebsten bereits schon bei der WM in Inzell im März 2011."

Pechstein will sich mit ihrem Trainer Joachim Franke mit voller Kraft auf das Comeback vorbereiten. Ihre größte Motivation dabei "sind die, die darauf warten, dass ich die Schlittschuhe an den Nagel hänge. Aber diesen Gefallen werde ich denen nicht tun."

Emotionale Belastung im Kampf gegen die Unschuld

Dennoch vergehe kein Tag, an dem sie der Kampf um ihre Unschuld nicht emotional belaste. Ihr erster Gedanke nach dem Aufstehen beschäftige sich immer mit der Blutdoping-Affäre.

"Ich kann mich nicht daran erinnern, dass das in den vergangenen 18 Monaten ein einziges Mal anders gewesen wäre." Wie sie sich ein Leben ohne Sport vorstelle, beantwortete Pechstein mit einer Kampfansage: "Fragen Sie mich das bitte nach den Olympischen Spielen 2014 in Sotchi noch einmal."

Der Weltverband ISU habe vom Schweizer Bundesgericht eine letzte Frist bis zum 3. September eingeräumt bekommen, um sich im Revisionsverfahren schriftlich zu erklären, sagte Pechsteins Manager Ralf Grengel dem Berliner Kurier. Anschließend werde entschieden, ob das Doping-Verfahren vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS wegen neuer Beweismittel neu aufgerollt werden muss.

Pechstein darf Bundespolizei-Job behalten

 

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