Heike Hartmann beteuert ihre Unschuld

SID
Sonntag, 14.03.2010 | 11:59 Uhr
Heike Hartmann sprintet seit 2001 im Eisschnelllauf-Weltcup
© Getty
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Eissprinterin Heike Hartmann (Inzell) wird nach eigener Aussage bei den Untersuchungen im Dopingfall Claudia Pechstein nicht verdächtigt. Sie sei nur Zeugin, so die 28-Jährige.

Die Inzeller Eissprinterin Heike Hartmann hat sich am Rande des Weltcup-Finales in Heerenveen erstmals zu den im Zuge des Dopingfalles Claudia Pechstein gegen sie durchgeführten Untersuchungen geäußert und ihre Unschuld beteuert. "Ich kann mir die Situation nicht erklären", sagte Hartmann.

Das Bundeskriminalamt habe betont, "dass ich nicht verdächtigt werde, sondern Zeugin in dem Fall sei", sagte Hartmann: "Aber egal, wie die Sache ausgeht, da wird immer etwas an uns hängenbleiben."

Suche nach Hintermännern

Auf der Suche nach Hintermännern im Fall Pechstein hatte das BKA im Auftrag der Staatsanwaltschaft München neben Hartmann unter anderem auch die Berliner Nachwuchsläuferin Bente Kraus und Pechstein selbst befragt.

Bei Hartmann und Kraus soll angeblich eine Dopingprobe der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) einen erhöhten Retikulozyten-Wert ergeben haben. Wegen erhöhter Werte der Vorläuferzellen roter Blutkörperchen war Pechstein vom Weltverband ISU für zwei Jahre gesperrt worden. Gegen Hartmann und Kraus wurde hingegen nichts unternommen.

Am 4. März waren morgens Hartmanns Koffer in der Berliner WG der Eisschnellläuferinnen Monique Angermüller und Gabriele Hirschbichler, wo Hartmann übernachtete, durchsucht worden. Außerdem kontrollierte das BKA laut Hartmann an diesem Tag auch ihre Wohnung in Hausham. Am Abend des 4. März sei sie in Erfurt von einer Staatsanwältin als Zeugin befragt worden.

Dreistündige Befragung

"Das BKA führte Protokoll. Das dauerte drei Stunden, wobei zwischendurch Fragen wiederholt wurden. Ich glaube, sie wollten feststellen, ob ich wieder die gleiche Antwort gebe. Dabei ist der zu hohe Blutwert genannt worden. Ich weiß nicht, welche Kontrolle die Staatsanwältin meinte. Bis dahin war mir überhaupt nichts von einem zu hohen Wert bekannt. Die NADA hat sich nie bei mir gemeldet. Einen Beweis für den Wert habe ich bis heute nicht erhalten", sagte Hartmann.

Die Kontrolle müsse am 12. Mai in München stattgefunden haben, sagte sie: "Am 9. Mai sind wir aus Mallorca zurückgekehrt. In der gesamten Zeit hatte ich mit niemandem etwas zu tun, keine ärztliche Behandlung, nichts. Ich kann mir die Situation nicht erklären." Sie wisse auch nicht, wie ihr Name und der von Kraus an die Öffentlichkeit gelangt seien: "Da muss eine undichte Stelle gewesen sein."

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