Sonntag, 17.01.2010

Crashed Ice WM

Sensationssieg von Martin Niefnecker

50.000 Fans schauten sich den ersten Stopp der Red Bull Crashed Ice WM im Münchner Olympiapark an. Den Sieg sicherte sich Martin Niefnecker aus Garmisch-Partenkirchen.

Mit viel Wagemut stürzen sich sich Teilnehmer den Eiskanal herunter
© sid
Mit viel Wagemut stürzen sich sich Teilnehmer den Eiskanal herunter

Der Münchner Olympiapark platzte beim ersten Stopp der Red Bull Crashed Ice Weltmeisterschaft 2010 aus allen Nähten. 64 Cracks aus 20 Nationen stürzten sich in einen 386 Meter langen und mit Sprüngen, Wellen und Schikanen gespickten Eis-Parcours.

Martin Niefnecker aus Garmisch-Partenkirchen rangelte sich dabei in voller Eishockeyausrüstung sensationell zum Sieg.

Mario Gomez unter den Zuschauern

50.000 Fans strömten bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt an das Renngelände, unter ihnen auch Fußball-Nationalspieler Mario Gomez. "Diese neue Sportart ist der absolute Wahnsinn."

Mit Körpereinsatz, Gleichgewichtsinn und einer Extraportion Adrenalin skateten Martin Niefnecker (1./Garmisch-Partenkirchen), Gabriel Andre (2./Kanada) und Kim Müller (3./Schweiz) durch den wohl steilsten Kunsteis-Parcours der Welt und zeigten den skandinavischen Favoriten bei der Premiere der Ice Cross Downhill-Weltmeisterschaft die Grenzen auf.

390 Kubikmeter Eis machten das Gelände der Olympischen Sommerspiele von 1972 zum Wintersportmekka.

"Mir geht es brutal gut"

Eine 15 Meter hohe Startrampe, spektakuläre Sprünge sowie scharfe Kurven sorgten am technisch anspruchsvollen Kurs für Geschwindigkeiten von bis zu 58 Stundenkilometern.

"Ich habe in den letzten zwei Tagen mehr blaue Flecken als in meiner gesamten Eishockey-Karriere einstecken müssen. Es hat sich bezahlt gemacht", sagte der 19-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen nach dem Rennen.

"Mir geht es brutal gut." Auch der Finne Arttu Pihlainen (9. Rang/zweifacher Sieger) musste sich bereits im Viertelfinale geschlagen geben.

Schwedischer Favorit fehlt

Favorit Jasper Felder fehlte verletzungsbedingt wegen Rückenschmerzen. "Es tat mir weh, den Jungs nur zuschauen zu können. Ich wäre wirklich gerne mitgefahren, die Stimmung war super", sagte der Schwede, der zuvor bereits sieben Red Bull Crashed Ice-Rennen gewonnen hatte.

Erstmals in der zehnjährigen Geschichte wird 2010 eine Weltmeisterschaft ausgetragen. Am 20. März 2010 findet in Quebec (Kanada) das finale Rennen statt.

Red Bull Crashed Ice hat von Stockholm über Moskau und Prag bis in die USA für Action gesorgt. 2009 wurden in Quebec 90.000 Fans gezählt. Danach jubelten in Lausanne 40.000 Zuschauer dem siebenfachen Champion Jasper Felder (Schweden) zu.

Treppchen fest in deutscher Hand

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