UFC Fight Night in Hamburg

Veteranenball, der Sergeant und ein Debütant

Von SPOX
Donnerstag, 01.09.2016 | 16:09 Uhr
Josh Barnett bekommt es in Hamburg mit Andrei Arlovski zu tun
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Die UFC feiert am Samstag ihre Fight-Night-Premiere in der Barcleycard Arena in Hamburg (live auf DAZN). Im Main Event stehen sich mit Andrei Arlovski und Josh Barnett zwei echte Veteranen gegenüber. Ryan Bader will gegen Ilir Latifi an alte Zeiten anknüpfen und Alexander Gustafsson peilt nach zweieinhalb Jahren endlich wieder einen Sieg an. Nick Hein will derweil den Heimvorteil unbedingt nutzen, Peter Sobotta ebenfalls und auf Martin Buschkamp kommt ein knallhartes Debüt zu.

Andrei Arlovski (BLR - 25-12-0) vs. Josh Barnett (USA - 34-8-0)

Der Main Event der Fight Night hat es in sich! Im Schwergewicht wird es zwischen Arlovski und Barnett zweifelsohne ordentlich zur Sache gehen. Immerhin handelt es sich bei beiden Protagonisten um erfahrene MMA-Veteranen, die beide bereits einige Titel um ihre Hüften tragen konnten - auch in der UFC. Arlovski, der inzwischen seit mehr als 17 Jahren im MMA-Sport aktiv ist, konnte sich beispielsweise 2005 den UFC-Gürtel im Schwergewicht gegen Tim Sylvia sichern.

Vor allem aber nach seiner Rückkehr zur Promotion von Dana White vor etwas mehr als zwei Jahren sorgte Arlovski für Furore. Brendan Schaub, Antonio Silva, Travis Browne und Frank Mir? Alles keine Gegner für den Mann aus Weißrussland. Auf dem Weg zum erneuten Titelgewinn musste er sich jedoch dem aktuellen UFC-Champion Stipe Miocic Anfang des Jahres geschlagen geben. Auch in seinem letzten Kampf gegen Alistair Overeem setzte es eine Pleite. Diese will Arlovski nun unbedingt vor vollem Haus in der Hansestadt ausbügeln und ein Ausrufezeichen setzen.

Sein Gegenüber hat selbstredend etwas andere Pläne hinsichtlich des Aufeinandertreffens in der Barclaycard Arena. Barnett, der nicht umsonst den Spitznamen Warmaster trägt, konnte sich bereits 2002 mit einem Sieg über Randy Couture zum damaligen UFC-Weltmeister krönen. In den Jahren danach folgten starke Auftritte bei Pride und Strikeforce, ehe es 2013 zum Comeback im Octagon der wohl bedeutendsten Promotion kam. Mit Siegen gegen Mir und Roy Nelson führte sich der 38-Jährige entsprechend ein, musste zuletzt aber gegen Ben Rothwell eine Submission-Niederlage wegstecken.

Alexander Gustafsson (SWE - 16-4-0) vs. Jan Blachowicz (POL - 19-5-0)

Zweieinhalb Jahre liegt der letzte Sieg Gustafssons zurück. Damals bezwang er Jimi Manuwa via Knockout in der zweiten Runde und brachte sich so nach der zuvor erlittenen Niederlage gegen Jon Jones für einen Titelkampf ins Gespräch. Inzwischen sehen die Vorzeichen etwas anders aus. Der Schwede muss zwar erneut von einer Niederlage gegen einen amtierenden Champion, der diesmal jedoch auf den Namen Daniel Cormier hört, rehabilitieren, hat allerdings zusätzlich die Last einer Pleite gegen Anthony Johnson, der den Lokalmatadoren in dessen Heimat ausknocken konnte, auf den Schultern.

Das Duell gegen Blachowicz kommt deshalb ohne jeglichen Zweifel zur richtigen Zeit. Der Pole kam zwar als amtierender KSW-Champion mit zwei Titelverteidigungen im Rücken in die UFC, konnte die in ihn gesetzten Erwartungen bisher allerdings nicht erfüllen - und steht deshalb selbst unter Druck.

Nach vier Kämpfen kann Blachowicz lediglich auf eine ausgeglichen Bilanz verweisen. Einem immerhin schön anzusehenden Knockout gegen Ilir Latifi folgten zwei Punktniederlagen gegen Manuwa und Corey Anderson. Auch der Punktsieg gegen UFC-Rückkehrer Igor Pokrajac in Zagreb kann an der mageren Ausbeute nicht wirklich viel ändern. Besonders, da Gustafsson ein anderes Kaliber verkörpert und somit die härteste Prüfung in der MMA-Laufbahn von Blachowicz sein wird.

Ryan Bader (USA - 21-5-0) vs. Ilir Latifi (SWE - 13-4-0)

Bader? Latifi? Action pur im Halbschwergewicht! Der US-Amerikaner, der bereits 18 Kämpfe in der UFC bestreiten konnte, gehört zweifelsohne zu besten Kämpfern in seiner Gewichtsklasse. Der 32-Jährige, der unter anderem im Jahr 2008 die achte Staffel von The Ultimate Fighter gewinnen konnte, darf sich vor allem mit Siegen über Quinton Jackson, Phil Davis oder auch Rashad Evans brüsten. Namen von denen seinen Gegenüber bislang nur träumen durfte.

Allerdings kommt Bader nicht mit Rückenwind nach Hamburg, sondern will sich diesen erst vor Ort wieder arbeiten. Grund ist die Knockout-Niederlage, die der Fighter aus den USA, der vor allem am Boden seine Stärken hat, in seinem letzten Kampf gegen Johnson verkraften musste. Latifi dürfte dem Mann aus Reno deshalb eigentlich gelegen kommen. Der Außenseiter hat zwar ebenfalls jede Menge Power in seinen Fäusten und kann auch am Boden durchaus überzeugen, allerdings gab es bislang keine Erfolge gegen wirklich große Namen.

Nicht zuletzt deshalb geht Bader als klarer Favorit in das Duell. Aber: Vorsicht ist dennoch geboten. Der Schwede Latifi konnte seine letzten drei Kämpfe gegen Hans Stringer, Sean O'Connell und Gian Viallante allesamt für sich entscheiden und bereitete sich im Training Center mit Sparringsgegner wie Gustafsson sowie Reza Madadi vor. Die Überraschung könnte also durchaus in der Luft liegen.

Nick Hein (GER - 13-2-0) vs. Tae Hyun Bang (KOR - 18-9-0)

Ein UFC-Event in Deutschland ohne Hein? Aber mit Sicherheit nicht! Deshalb ist es wenig verwunderlich, dass der Sergeant auch in der Barcleycard Arena in das Octagon steigen wird. Ganz so selbstverständlich ist der Auftritt in seiner Heimat allerdings dann doch nicht. Hein hätte ursprünglich im Mai beim Event in Rotterdam gegen Jon Tuck antreten sollen, musste wenige Tage vor der Veranstaltung jedoch aufgrund eines Bandscheibenvorfalls in der Halswirbelsäule absagen. Sogar die weitere Fortsetzung der Karriere des ehemaligen Polizisten schien zwischenzeitlich in Gefahr geraten zu sein.

Hein-Interview: "Man verwechselt uns mit bezahlten Hooligans"

Davon ist beim 32-Jährigen, der drei seiner vier UFC-Auftritte erfolgreich abschließen konnte, nun allerdings nichts mehr zu spüren. Der Publikumsliebling ist heiß und will es vor heimischer Kulisse so richtig krachen lassen. Ein Selbstläufer wird das Duell mit Bang jedoch auf keinen Fall.

Der 33-jährige Fighter aus Südkorea musste sich zwar bei seinem UFC-Debüt im Jahr 2014 Mairbek Taisumov geschlagen geben, konnte jedoch mit einem mehr als überzeugenden Knockout-Erfolg gegen Kajan Johnson, der ihm sowohl die Boni für die Performance of the Night als auch den Fight of the Night in die eigene Tasche spülte, rehabilitieren. Danach ging die Achterbahnfahrt jedoch weiter. Im vergangenen Jahr musste sich er sich Tuck geschlagen geben, bevor er einen knappen Punktsieg gegen Leo Kuntz einfahren konnte. Gibt es gegen Hein endlich den zweiten Siege in Folge?

Seite 1: Veteranen, Sergeant und der Schwede

Seite 2: Sobotta-Rückkehr, Buschkamp und die Card

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