UFC 125 in Las Vegas

Umstrittenes Remis: Edgar bleibt Champion

Von Oliver Kopp
Sonntag, 02.01.2011 | 16:17 Uhr
Vor allem zu Beginn des Kampfes schenkte Gray Maynard (l.) Frankie Edgar mächtig ein
© ufc.com
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Lange war wohl kein Kampfausgang mehr so umstritten wie der Main Event bei UFC 125: Resolution in Las Vegas. Gray Maynard hatte die große Chance, Frankie Edgar den Titel im Leichtgewicht abzunehmen, hatte aber weder mit dem Ring- noch mit den Punktrichtern großes Glück.

Wohl seit dem ersten Aufeinandertreffen von "Shogun" Rua und Lyoto Machida im Oktober 2009 wurde kein Kampfausgang mehr so kontrovers diskutiert wie der Meisterschaftskampf im Leichtgewicht zwischen Champion Frankie Edgar und Herausforderer Gray Maynard im Rahmen von UFC 125: Resolution in Las Vegas.

Im April 2008 hatten Edgar und Maynard bei der UFC Fight Night 13 bereits einmal gegeneinander gekämpft. Beide waren zu diesem Zeitpunkt unbesiegt und Maynard setzte sich einstimmig nach Punkten gegen den jungen Kämpfer aus New Jersey durch.

In der Zwischenzeit holte sich Frankie Edgar die Leichtgewichtsmeisterschaft von BJ Penn, doch diese eine Niederlage verfolgte ihn noch zwei Jahre später in seinen Träumen. Insofern ging für Edgar ein Wunsch in Erfüllung, als Maynard sich im August 2010 bei UFC 118 in einem Ausscheidungskampf gegen Kenny Florian durchsetzte, der den nächsten Herausforderer bestimmen sollte.

Edgar selbst gewann an jedem Abend den Rückkampf gegen UFC-Legende BJ Penn und besserte seinen eigenen Kampfrekord auf 13-1 auf - oder, wie er es im Gespräch mit SPOX formulierte, "13 zu Maynard".

Insofern war die Motivationslage für den Rückkampf klar: Es ging nicht nur um die Weltmeisterschaft, sondern für Edgar auch darum, eine Niederlage auszumerzen, die ihm noch immer im Kopf herumspukt.

Höllische erste Runde für Edgar

Gleich in der ersten Runde erwischte Maynard den Weltmeister mit einer harten Linken, die Edgar zu Boden schickte. Er stand wieder auf, war jedoch sichtlich angeklingelt und nicht länger Herr seiner Beine. Der Herausforderer witterte die Chance, den Kampf schnell zu beenden und deckte Edgar mit weiteren Schlägen ein, die ihn noch zweimal zu Boden schickten.

Ringrichter Yves Lavigne war direkt zur Stelle, um zu beurteilen, ob der Kampf abgebrochen werden sollte, gab dem Weltmeister aber Chance um Chance, um sich zu fangen. Ein anderer Ringrichter hätte den Kampf vielleicht schon vorzeitig abgebrochen und man hätte ihm keine Vorwürfe machen können.

Im Nachhinein betrachtet traf Lavigne die richtige Entscheidung, denn Edgar kam in der zweiten Runde zurück in den Kampf und sicherte sich diese mit deutlichem Vorsprung. Unter anderem gelang ihm ein schöner Slam, mit dem er den Herausforderer in hohem Bogen auf die Matte beförderte.

Wechselhafter Verlauf

Machte Maynard in der zweiten Runde den Fehler, um jeden Preis den Knockout zu suchen, besann er sich nach klaren Worten seines Trainers Randy Couture in Runde drei auf seine kämpferischen Fähigkeiten zurück. Edgar legte ein hohes Tempo vor, während Maynard zunächst erfolglos den Takedown suchte.

Mit 38 Sekunden verbleibender Kampfzeit in der Runde gelang ihm schließlich der Takedown, aber er konnte am Boden nichts daraus machen. Diese Runde konnte man für jeden der beiden Kämpfer werten - je nachdem, wie man die Wertungskriterien gewichtet.

In Runde vier nahm Edgar seinen Herausforderer in einen sehr gut ausgeführten Guillotine Choke, doch Maynard spielte seine überlegene Kraft aus, um sich daraus zu befreien. Man merkte letzterem mit jeder weiteren Minute an, wie sehr er sich in den ersten beiden Runden verausgabt hatte. Edgars Runde.

Nichts ist entschieden

Obwohl seine Ecke dem Weltmeister vor dem fünften und letzten Runde zu verstehen gab, er müsse jetzt noch mal alles geben, um den Kampf nach Hause zu holen, kämpfte er in Runde fünf wie jemand, der einen Punktvorteil über die Zeit bringen will, ohne etwas zu riskieren. Maynard mobilisierte dagegen seine letzten Kräfte und setzte bis auf eine gute Kombination des Weltmeisters die Akzente.

Am Ende wertete ein Punktrichter mit 48-46 Punkten für Gray Maynard, ein Punktrichter mit 48-46 Punkten für Frankie Edgar und ein Punktrichter mit 47-47 unentschieden. Damit bleibt Frankie Edgar Weltmeister im Leichtgewicht und nichts ist entschieden.

Schwer nachvollziehbar war dabei die Wertung pro Edgar, die mancher Experte als klare Fehlentscheidung bezeichnete. Aber selbst, wenn der entsprechende Punktrichter den Kampf unentschieden gewertet hätte, wäre es beim Remis in der Gesamtabrechnung geblieben.

Sicher ist inzwischen, dass es einen sofortigen Rückkampf zwischen den beiden geben wird, sobald die ärztlichen Sperren abgelaufen sind. Top-Herausforderer Anthony Pettis muss sich somit erst einmal hinten anstellen, ebenso wie der Sieger des Sotiropoulos/Siver-Kampfes in Sydney und auch Clay Guida.

Guida bezwingt Gomi

Letzterer setzte sich in Las Vegas überzeugend in zwei Runden durch Aufgabe in einem Guillotine Choke gegen den früheren Leichtgewichtsmeister der japanischen PRIDE-Liga, Takanori Gomi, durch.

Der als "Carpenter" (Zimmermann) bekannte Irrwisch des Leichtgewichts, seit Jahren aufgrund seines Kampfstils und seines einzigartigen Looks einer der beliebtesten Kämpfer der UFC, kann unter seinem neuen Trainer Greg Jackson nun auch sportlich in die Oberliga der Leichtgewichtsdivision aufsteigen. Sein erklärtes Ziel für 2011: ein Titelkampf.

Meilenstein für Brian Stann

Im zweiten Hauptkampf setzte sich der frühere Marine Brian Stann gegen den beliebten Standkämpfer Chris "The Crippler" Leben durch. Leben hatte im letzten Jahr eine sehr gute Serie hingelegt, die in einem Aufgabesieg gegen Yoshihiro Akiyama im Juli ihren Höhepunkt fand.

Es gilt als fast unmöglich, Leben auf den Beinen in Bedrängnis zu bringen - ein Kunststück, das zuletzt vor viereinhalb Jahren dem heutigen Mittelgewichtsweltmeister Anderson Silva gelungen war. Stann erwischte Leben mit einem Knie zum Kinn und machte dann noch in der ersten Runde den Sack zu.

Der frühere Halbschwergewichtsmeister der UFC-Schwesterliga World Extreme Cagefighting holte sich damit den wichtigsten Sieg seiner noch jungen UFC-Karriere.

Kim siegt unter Buhrufen

Thiago Silva besiegte Brandon Vera nach Punkten. Vera, einst der Hoffnungsträger schlechthin im Schwergewicht, befindet sich seit dreieinhalb Jahren in einem einzigen Formtief und dürfte nun aus der UFC entlassen werden. Trotz aller Beteuerungen vor jedem Fight, nun in der besten Verfassung seines Lebens zu sein, blieb Vera zuletzt immer enttäuschend.

Der unbesiegte Koreaner Dong Hyun Kim besiegte den früheren Ultimate-Fighter-Sieger Nate Diaz einstimmig mit 29-28 Punkten. Kim nutzte in den ersten beiden Runden seine Grapplingfähigkeiten, um Diaz am Boden zu halten.

Der Kalifornier drehte erst in der letzten Runde auf, konnte den Kampf aber nicht mehr vorzeitig beenden und unterlag so unter lauten Buhrufen der Fans für das Punkturteil dem Koreaner. Man hätte den Kampf allerdings nicht anders werten können. Es reicht nicht, in der letzten Runde zu brillieren, wenn man bis dahin überhaupt nichts getan hat.

Davis' letzter Kampf?

Jeremy Stephens schickte den UFC-Veteranen Marcus Davis in dessen Leichtgewichtsdebüt nach 2:33 Minuten der ersten Runde mit einer Rechten zum Kinn auf die Matte und vermutlich in den Ruhestand.

Dustin Poirier setzte sich überraschend einstimmig nach Punkten gegen Josh Grispi durch. Phil Baroni verlor in seinem UFC-Abschied durch Knockout gegen Brad Tavares. Diego Nunes setzte sich nach Punkten gegen Mike Brown durch. Daniel Roberts zwang Greg Soto mit einem Kimura-Armhebel zur Aufgabe. Jacob Volkmann gewann nach Punkten gegen Antonio McKee.

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