Montag, 25.01.2016

Australian Open - Tag 8

Kerber stark - Stan muss Koffer packen

An Tag acht der Australian Open hatte Angelique Kerber im deutschen Duell mit Annika Beck keinerlei Probleme, Victoria Azarenka räumte Barbora Strycova aus dem Weg. Bei den Herren musste Stan Wawrinka gegen Milos Raonic überraschend die Segel streichen. Andy Murray hatte derweil wenig Mühe mit Tomic.

Angelique Kerber zog gegen Annika Beck ins Viertelfinale ein
© getty
Angelique Kerber zog gegen Annika Beck ins Viertelfinale ein

Damen - Achtelfinale (alle Matches)

Angelique Kerber (GER/7) - Annika Beck (GER) 6:4, 6:0

Angelique Kerber ließ im deutschen Duell mit Annika Beck nur kurzzeitig Zweifel aufkommen und durfte sich nach 1:28 Stunden über den ersten Viertelfinaleinzug ihrer Karriere bei den Australian Open freuen. "Es war ein hartes Match, der erste Satz war wirklich eng. Ich hatte zu viele Gedanken im Kopf und konnte erst im zweiten Durchgang loslassen und befreit aufspielen", blickte Kerber, der die Nervosität vor allem am Anfang in der Tat deutlich anzumerken war, kurz nach dem Match zurück.

Speziell im ersten Durchgang hatten allerdings beide Spielerinnen zuvor große Probleme beim eigenen Service. Während Kerber, die Beck immer wieder die Initiative überließ, von ihren zehn Breakmöglichkeiten vier nutzen konnte, waren es bei Beck drei von neun. Da sich die Außenseiterin aus Gießen zudem vier Doppelfehler und 25 Unforced Errors (Kerber 15) leistete, ging der umkämpfte Satz nach exakt einer Stunde an ihre Kontrahentin, die sich beim Stand von 4:4 das entscheidende Break sichern konnte.

Im Anschluss verlor die Weltranglisten-55. dann komplett den Faden und konnte nicht mehr vom schwachen ersten Aufschlag Kerbers (11/23, 48 Prozent) profitieren. Da ihr zudem lediglich zwei Winner gelangen, die Kerbers 15 gegenüberstanden, verkam der zweite Satz zur Demonstration der an Position sieben gesetzten Spielerin aus Bremen, die mit einem Vorhand-Winner nach nur sechs Spielen den Sack zumachen konnte.

"Für mich war das ein Riesen-Turnier. Es geht jetzt darum, die positiven Sachen rauszuziehen", zeigte sich Beck, die in Satz zwei nur elf Ballwechsel für sich entscheiden konnte, trotz der Demontage zufrieden: "Angie hat gezeigt, warum sie in den Top Ten steht und dort auch hingehört." Für die 21-Jährige war es das beste Abschneiden bei einem Grand Slam, Kerber trifft im Viertelfinale auf Victoria Azarenka.

Gegen die frühere Nummer eins aus Weißrussland hat Kerber bislang sämtliche sechs Vergleiche verloren. Zuletzt unterlag Kerber vor zwei Wochen im Finale von Brisbane mit 3:6 und 1:6. Dennoch zeigte sich die Fed-Cup-Spielerin bereits angriffslustig: "Alles startet wieder bei Null, die Reise ist noch nicht beendet. Ich gehe da raus, um zu gewinnen", so Kerber.

Victoria Azarenka (BLR/14) - Barbora Strycova (CZE) 6:2, 6:4

Die Weißrussin marschiert weiter! Auch gegen Barbora Strycova zeigte Victoria Azarenka erneut eine starke Leistung, profitierte dabei allerdings auch von den 33 unnötigen Fehlern ihrer Gegnerin, die sich zudem drei Doppelfehler leistete. Azarenka verbuchte im Gegenzug zwar nur 15 Winner (Strycova 23), konnte aber auf einen starken ersten Aufschlag bauen und patzte deutlich seltener (14 Unforced Errors) als ihre nervös wirkende Gegnerin aus Tschechien.

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"Ich fühle mich körperlich so gut, wie es schon lange nicht mehr der Fall war", strahlte Azarenka nach ihrem letztlich klaren Erfolg nach 86 Minuten. "Allerdings passt auch die mentale Komponente. Aktuell stimmt einfach alles." Trotz ihrer starken Form und einer makellosen Bilanz von sechs Siegen in sechs Aufeinandertreffen will die Weißrussin von einem lockeren Viertelfinale gegen Kerber nichts wissen.

"Es sind immer schwierige Spiele. Sie ist sehr solide und eine großartige Kämpferin", sagte die zweimalige Melbourne-Siegerin im Hinblick auf das anstehende Duell: "Angie schenkt dir keine Punkte, ihr Fitness-Level ist immer enorm hoch. Ich muss mein bestes Tennis spielen, um zu gewinnen."

Die Vergangenheit spielt für Azarenka deshalb keine Rolle. "Jedes Match ist anders. Ergebnisse aus der Vergangenheit zählen nicht mehr", erklärte die frühere Nummer eins, die sich nach einigen Verletzungspausen und privaten Problemen in den vergangenen beiden Jahren zurückgekämpft hat, weiter.

Johanna Konta (GBR) - Ekaterina Makarova (RUS/21) 4:6, 6:4, 8:6

Shuai Zhang (CHN) - Madison Keys (USA/15) 3:6, 6:3, 6:3

Die Weltrangliste der Damen im Überblick

Mixed in Melbourne unter Manipulationsverdacht

Der Manipulations-Skandal erreicht endgültig die Australian Open! Nach einem Bericht der New York Times steht eine Mixed-Partie in Melbourne unter dem akuten Verdacht, verschoben worden zu sein.

Nach Informationen der US-Zeitung waren auf einen Sieg der Paarung Andrea Hlavackova und Lukasz Kubot im Erstrundenmatch am Sonntag gegen das spanische Duo Lara Arruabarrena und David Marrero auffällig hohe Geldbeträge gesetzt worden. Der Online-Wettanbieter Pinnacle Sports hatte daraufhin die Partie, welche Hlavackova und Kubot klar mit 6:0 und 6:3 gewinnen konnten, von seiner Liste genommen.

Die von der Spielervereinigung ATP eingesetzte Task Force Tennis Integrity Unit (TIU) wollte am Montag noch keinen konkreten Kommentar zu dem jüngsten Fall abgeben. In einer Pressemitteilung wurde allerdings darauf verwiesen, dass die TIU nach wie vor allen Verdächtigungen nachgehe.

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Kerber hat mit Beck keine Probleme, während Azarenka dominiert. Wawrinka muss gegen Raonic überraschend die Segel streichen, Murray hat kaum Mühe mit Tomic.

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