Freitag, 20.12.2013

Boris Becker als Vollzeit-Coach

Djokovic-Job ist Herzensangelegenheit

Für Boris Becker ist sein neuer Job als Trainer des Weltranglistenzweiten Novak Djokovic eine Herzensangelegenheit. Deshalb stand für ihn auch nie zur Diskussion, nur als Teilzeit-Coach anzufangen.

Für Boris Becker ist der neue Job eine echte Herzensangelegenheit
© getty
Für Boris Becker ist der neue Job eine echte Herzensangelegenheit

"Das ist kein Job, den du halbherzig machen kannst. Das wäre nichts für ihn oder für mich gewesen. Du musst es ganz machen oder eben gar nicht", sagte der dreimalige Wimbledonsieger Becker am Freitag dem englischen TV-Sender "BBC".

Vor der Entscheidung über die Zusammenarbeit war es zu einem richtungsweisenden Gespräch zwischen Becker und dem sechsmaligen Grand-Slam-Champion Djokovic (Serbien) gekommen. "Ich sagte, ich will mich mit dir treffen und sehen, wie sehr du es willst, wie sehr das Feuer in dir brennt und was noch übrig ist. Und wieviel ich einbringen kann", berichtete Becker.

Obwohl Djokovic 2013 die Australian Open und sechs weitere Titel gewonnen hatte, musste er auch schmerzhafte Final-Schlappen in Wimbledon und bei den US Open verkraften. Zudem verlor er die Spitzenposition an Rafael Nadal (Spanien). "Novak hat einige harte Niederlagen in diesem Jahr in den Endspielen der Grand Slams kassiert", meinte Becker und beschrieb seinen neuen Schützling als "Gewinner, der in die Geschichtsbücher des Tennissports eingehen" wolle.

Die letzten fünf oder zehn Prozent haben gefehlt

Im Vergleich zu Branchenführer Nadal und dem aufstrebenden britischen Wimbledonsieger Andy Murray sieht Becker den 26-jährigen Djokovic ein wenig ins Hintertreffen geraten. "Die letzten fünf oder zehn Prozent haben vielleicht gefehlt - aus welchem Grund auch immer", erklärte der Wahl-Londoner.

Djokovic habe entschieden, "dass er jemanden in seiner Ecke braucht. Und das ist der Grund, warum ich gekommen bin", sagte Becker weiter. Anpassungsprobleme befürchtet der 46-Jährige nicht. Becker: "Die Art und Weise, wie wir in den achtziger Jahren gespielt haben, ist im Vergleich zu heute nicht so anders."

Für den gebürtigen Leimener beginnt sein neuer Job bereits am zweiten Weihnachtsfeiertag. "Am 26. Dezember fliege ich nach Abu Dhabi, am 27. Dezember sitze ich dann das erste Mal bei Novak in der Box", sagte Becker der Bild-Zeitung.

Das erste Highlight des Duos sind die Australian Open in Melbourne (13. bis 26. Januar). Djokovic hat das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres bereits viermal gewonnen - zuletzt dreimal in Serie.

Novak Djokovic im Steckbrief


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