Freitag, 20.12.2013

Wiederauferstehung in der kommenden Saison?

Bei Federer sprühen wieder die Funken

Nach einer Saison zum Vergessen glaubt das Umfeld von Roger Federer an die Wiederauferstehung des Grand-Slam-Rekordsiegers im kommenden Jahr.

Kommt der FedExpress nächste Saison stärker denn je zurück?
© getty
Kommt der FedExpress nächste Saison stärker denn je zurück?

"Er zeigt wieder Dinge auf dem Tennisplatz und im Fitnessraum, bei denen wir sagen: Wow, da sprühen wieder die Funken", sagte Federers Konditionstrainer Pierre Paganini dem "Züricher Tagesanzeiger" und meinte: "Es ist schön, ihn nun wieder mit einem Lächeln und seiner Spontanität zu erleben."

Der 56-Jährige arbeitet seit 13 Jahre mit der frühere Nummer eins der Tenniswelt zusammen. Paganini ist überzeugt, dass sich Federer trotz seiner 32 Jahre und rund 1100 Matches in den Beinen wieder steigern kann.

"Er ist ein Ausnahmeathlet und fantastischer Spieler. Und wenn er gesund und fit ist und seinen Rhythmus finden kann, wird er auch wieder in der Lage sein, um große Titel zu spielen", erklärte Paganini über den Weltranglistensechsten, der eventuell in den nächsten Tagen Ex-Profi Stefan Edberg als neuen Coach engagieren wird.

Im vergangenen Jahr hatte Federer erstmals seit elf Jahren kein Finale bei einem der vier Grand Slams erreicht. Allerdigs hatte der Schweizer auch mit einer hartnäckigen Verletzung am Rücken zu kämpfen, "die ihm den Rhythmus brach", meinte Paganini.

Erst im Saisonendspurt zurück zu alter Klasse

In Wimbledon war der 17-malige Majorsieger Federer bereits in der zweiten Runde ausgeschieden und musste zwischenzeitlich um die Qualifikation zum ATP-Finale in London bangen. Erst im Saisonendspurt befand sich der Vater von Zwillingstöchtern auf dem Weg zurück zu alter Klasse.

Der 47-jährige Edberg hatte jüngst in Dubai eine Trainingswoche mit Federer absolviert. "Es gibt ein beidseitiges Interesse an einer Zusammenarbeit", hatte der zweimalige Wimbledonsieger aus Schweden danach erklärt: "Es gilt nun für uns, Termine zu finden, an denen wir beide Zeit haben. Schaffen wir das, dann helfe ich ihm mehr als gerne."

Am Mittwoch hatte der Weltranglistenzweite Novak Djokovic (Serbien) überraschend Edbergs früheren Konkurrenten Boris Becker als neuen Cheftrainer verpflichtet.

Roger Federer im Steckbrief


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