Österreichischer Getränkehersteller schließt Finanz-Lücke

World Team Cup 2011 endgültig gerettet

SID
Dienstag, 25.01.2011 | 14:15 Uhr
Patrick Kühnen zeigte sich erfreut über die endgültige Rettung des World Team Cup 2011
© Getty
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Der World Team Cup ist für das Jahr 2011 endgültig gerettet. Ein österreichischer Getränke-Hersteller hat die Etat-Lücke geschlossen und plant eine langfristige Zusammenarbeit.

Der World Team Cup 2011 in Düsseldorf ist gerettet: Mit dem neuen Zugpferd Power Horse soll die Mannschafts-WM 33 Jahre nach ihrem Debüt noch einmal durchstarten und dabei den Fan in den Mittelpunkt rücken.

"Wir wollen das Herz des deutschen Tennis sein", sagte Turnierdirektor Dietloff von Arnim am Dienstag im Rochusclub. Mehr Fanzonen, weniger VIP-Bereiche - das Turnier am noblen Rolander Weg will wieder näher an die Basis und damit die Zuschauerflucht der vergangenen Jahre umkehren.

Alle großen Namen hatten ihre Hilfe angeboten, als das Aus für den World Team Cup nach dem Rückzug des bisherigen Titelsponsors im Sommer 2010 unabwendbar schien.

Alle Stars bieten ihre Hilfe an

"Boris Becker, Michael Stich, Tommy Haas, Nicolas Kiefer - sie alle haben ihre Hilfe angeboten", erzählte von Arnim. Tommy Haas soll sich sogar im fernen Florida höchstselbst auf Sponsorensuche begeben haben: "Er hat immer wieder gesagt, so ein Turnier darf doch nicht einfach sterben."

Tut es vorläufig auch nicht, gespielt wird in diesem Jahr vom 15. bis 21. Mai, der Modus bleibt der gleiche, das Preisgeld für die teilnehmenden Mannschaften wurde um 50.000 auf insgesamt 800.000 Euro erhöht.

"Wir wollen damit den Spielern zeigen, dass wir es ernst meinen", sagte von Arnim. Möglich machte es die neue Vereinbarung mit der Spielergewerkschaft ATP, die auf einen Teil der ihr zustehenden Lizenzgebühren verzichtet, um dem Rochusclub mehr Möglichkeiten in den Verhandlungen mit den Spielern zu geben.

"Ziemlich gut"

Dass überhaupt verhandelt werden kann, ist dem neuen österreichischen Titelsponsor zu verdanken, der im April seine Markteinführung in Deutschland plant und das Turnier sechs Wochen später als willkommene Werbelokomotive sieht.

Am 17. Dezember 2010, vier Tage nachdem von Arnim das Aus der traditionsreichen Veranstaltung verkündet hatte, war er zu ersten Gesprächen nach Österreich geflogen, knapp fünf Wochen später wurde der Deal am Dienstag als perfekt vermeldet.

Die Spieler und Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen vernahmen die Kunde aus Düsseldorf mit großer Freude. Für Kühnen, der als Spieler und Teamchef alle möglichen Höhen und Tiefen beim World Team Cup erlebt hat, ist es vor allem die Tatsache, dass er im Rochusclub neben dem Davis Cup eine weitere Gelegenheit hat, mit der Mannschaft zu arbeiten.

Turnier ist wichtige Plattform

"Das Turnier ist für uns eine ganz wichtige Plattform, um uns vor heimischem Publikum als Nationalmannschaft zu präsentieren", sagte der dreimalige Davis-Cup-Sieger.

Deutschlands Spitzenspieler Philipp Kohlschreiber findet die Entwicklung "ziemlich gut. Es ist wichtig, zu zeigen, dass es im Tennis in Deutschland weitergeht". Florian Mayer freut sich vor allem "auf die tolle Atmosphäre und die Chance, vor den French Open drei hochklassige Matches auf Sand garantiert zu haben".

Wer die acht teilnehmenden Teams in diesem Jahr sind, steht noch nicht fest, die Zusagen der Spieler müssen spätestens sechs Wochen vor dem Turnier vorliegen.

Zukunft über 2011 hinaus offen

Ob es 2012 und möglicherweise sogar darüber hinaus eine Fortsetzung geben wird, ist derzeit noch nicht sicher. "In der Kürze der Zeit mussten wir erstmal 2011 unter Dach und Fach bringen", sagte von Arnim.

Ohnehin wird es ein logistisches Meisterstück, in knapp vier Monaten ein komplettes Turnier auf die Beine zu stellen, da sind die Verhandlungen über die Zukunft erstmal nachrangig. "Das werden wir noch in aller Ruhe besprechen", kündigte von Arnim an: "Jetzt freuen wir uns erstmal auf den Mai."

Was noch aussteht, ist die Zusage des langjährigen Fernsehpartners "WDR", das Turnier auch künftig flächendeckend zu begleiten. Ein klares Bekenntnis gibt es dagegen schon von Sport1, wo man außerdem Interesse hat, den Umfang der Berichterstattung im Vergleich zu den Vorjahren deutlich auszuweiten.

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