Sonntag, 25.04.2010

Tennis

Deutsches Fed-Cup-Team steigt ab

Zwei Einzelsiege von Andrea Petkovic waren am Ende für Deutschland nicht genug. Das Fed-Cup-Team unterlag Frankreich mit 2:3 und stieg aus der Weltgurppe I ab.

Julia Görges belegt aktuell den Weltranglistenplatz 67
© sid
Julia Görges belegt aktuell den Weltranglistenplatz 67

Tränen statt Triumph: Auch eine Andrea Petkovic in Galaform hat den Abstieg des deutschen Fed-Cup-Teams aus der Weltgruppe I der besten acht Mannschaften nicht verhindern können.

Die Equipe von Teamchefin Barbara Rittner verlor das Relegationsspiel gegen Frankreich in Frankfurt trotz zweimaliger Führung mit 2:3 und muss bis mindestens 2012 auf den dritten Titelgewinn im Fed Cup warten.

"Ich habe uns insgesamt einen Tick besser gesehen. Aber den jungen Mädels hat vielleicht die Erfahrung gefehlt", sagte Rittner und kündigte an: "Wir werden stärker zurückkommen."

Damit behält die Auswahl von Rittner, die am Sonntag einen traurigen 37. Geburtstag feierte, ihren Ruf als Fahrstuhlmannschaft bei. Lokalmatadorin Petkovic legte durch ihre zwei Einzelsiege zwar ihr Trauma von Brünn ab.

An der Seite von Kristina Barrois (Stuttgart) verlor die Darmstädterin dann aber das entscheidende Doppel gegen Julie Coin/Alize Cornet in 57 Minuten mit 3:6, 1:6. "Ich hatte bis zum letzten Ball noch geglaubt, dass wir es schaffen können. Jetzt fühle ich mich total leer", meinte Petkovic.

Tränen en masse

Nach der Niederlage vor 1600 Zuschauern gab es statt des geplanten Freudentaumels in Schwarz-Rot-Gold nur Tränen en masse. Zuletzt war das DTB-Team vor zwei Jahren abgestiegen und hatte den mühsamen Weg über die Qualifikation zurück in die erste Liga nehmen müssen.

Im Februar 2011 müsste Deutschland sein Erstrundenspiel gewinnen, um drei Monate später im Play-off um die Rückkehr in die Weltgruppe I spielen zu dürfen.

Bilder des Tages - 25. April
Alex Gurney im Chevrolet im Zweikampf mit Jon Fogarty bei den Bosch Engineering 250. In Virginia eines der größten Motorsport-Events des Jahres
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Wie aus einem Actionfilm: Ein Militär-Hubschrauber liefert die Trophäe vor dem NRL-Finale zwischen den St.George Illawarra Dragons und den Sydney Roosters
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Für das Familienalbum: Der Australier Marcus Fraser posiert mit der Trophäe der Ballantine's Championship, die er auf der südkoreanischen Insel Jeju Island gewann
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Ron Artest (M.) von den Los Angeles Lakers setzt sich gegen Jeff Green von den Oklahoma City Thunder durch. Die Lakers verloren dennoch mit 89:110
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Goalie Jewgeni Nabokow von den San Jose Sharks stellt im Duell mit der Colorado Avalanche seine Beweglichkeit unter Beweis. Die Sharks siegten mit 5:2
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Akinori Iwamura von den Pittsburgh Pirates im Aufwärmbereich. Er konnte dem Spiel keine entscheidende Wende geben. Sein Team unterlag den Houston Astros mit 2:5
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Dabei hatte Petkovic mit einer Galavorstellung die Weichen zum den Klassenerhalt gestellt. Elf Wochen nach ihrem völlig verpatzten Debüt beim Viertelfinal-Aus in Tschechien (2:3) bezwang sie am Sonntag die Weltranglisten-21. Aravane Rezai mit 6:1, 7:6 (7:2) und erspielte für ihr Team den ersten Matchball.

"Ich habe das große Phantom besiegt und hatte Tränen in den Augen. Diesmal hatte ich Spaß, in Brünn hatte ich Angst", sagte Petkovic.

Görges hält Druck nicht stand

Doch Julia Görges (Bad Oldesloe), die kurzfristig Tatjana Malek (Bad Saulgau) ersetzte, hielt anschließend dem Druck nicht stand. Die 21-jährige Görges verlor nach zweijähriger Fed-Cup-Abstinenz 6:7 (4:7), 4:6 gegen Pauline Parmentier. "Die Enttäuschung ist groß, ich habe den Druck gespürt", meinte Görges.

Am Tag zuvor hatte die Weltranglisten-49. Petkovic die Gastgeberinnen in Führung gebracht (6:3, 6:2 gegen Parmentier). Malek wusste die Vorlage aber nicht zu nutzen und hatte im Duell mit Rezai (6:2, 3:6, 0:6) das Nachsehen.

Die DTB-Auswahl konnte letztlich die Ausfälle der etatmäßigen Nummer eins Sabine Lisicki (Sprunggelenkverletzung) und von Mixed-Wimbledonsiegerin Anna-Lena Grönefeld (Ermüdungsbruch im Fuß) nicht kompensieren.

Das Duo verfolgte das Geschehen von der Tribüne aus. "Es war klar, dass wir kommen, um das Team zu unterstützen", sagte Lisicki. Die Weltranglisten-42. aus Berlin weiß noch nicht, wann sie wieder auf die Tour zurückkehrt.

"In den nächsten ein, zwei Wochen wird nochmal ein MRT gemacht. Nach dem Ergebnis wird sich dann alles Weitere richten", erklärte Lisicki und gestand mit ernster Miene: "Die Situation ist schwer. Es ist nie einfach, eine Verletzung zu haben, die lange dauert."

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