Montag, 08.03.2010

Tennis

DTB-Präsident "überrascht" von Petzschner

Georg von Waldenfels hat mit einiger Überraschung zur Kenntnis genommen, dass Philipp Petzschner die Athletenvereinbarung der Nationalen Anti-Doping-Agentur NADA nicht unterschrieben hat.

Philipp Petzschner spielt seit dem Jahr 2001 professionell Tennis
© Getty
Philipp Petzschner spielt seit dem Jahr 2001 professionell Tennis

"Petzschner hat der Aufforderung, diese Vereinbarung bis zum 1. Januar 2010 zu unterschreiben, nicht Folge geleistet", sagte von Waldenfels der Tageszeitung "Die Welt": "Warum, wissen wir nicht. Aber klar ist: Er konnte somit nicht in eine Auswahl des DTB berufen werden. "Petzschner habe für seine Verweigerung keine Gründe genannt.

"Wir waren überrascht, weil das ja seit einiger Zeit in allen Auswahlteams praktiziert wird", sagte der DTB-Präsident: "Diese Unterschrift ist zwingend nötig, um in einer Nationalmannschaft spielen zu können."

Mit der Unterschrift unter den NADA-Code verpflichten sich deutsche Kaderathleten in Sportverbänden des Deutschen Olympischen Sport-Bundes, regelmäßig ihren Aufenthaltsort für eventuelle Dopingkontrollen anzugeben.

Petzschner steht wegen der verweigerten Unterschrift nicht mehr im A-Kader des DTB. Er kam deshalb mit seiner Absage für das deutsche Davis-Cup-Team einer Nichtberücksichtigung zuvor. Neben Petzschner hatten sich auch Michael Berrer und Mischa Zverev nicht für den Davis Cup zur Verfügung gestellt, was Teamchef Patrik Kühnen schwer enttäuscht hatte.

"Enttäuschung sitzt tief"

"Da sitzt nicht nur bei Kühnen, sondern auch bei mir die Enttäuschung ziemlich tief", sagte von Waldenfels der Welt: "Es gibt auch eine moralische Verpflichtung, zur Nationalmannschaft zu kommen. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Denn wer nachhaltig vom DTB und den Landesverbänden gefördert wurde, über viele, viele Jahre, der muss sich schon mal überlegen, wie er da etwas zurückzahlen kann."

Dass möglicherweise unter anderem auch Unstimmigkeiten mit Kühnen zu der einen oder anderen Absage geführt haben können, schließt von Waldenfels kategorisch aus.

"Das wäre auch absurd, weil sich Kühnen um jeden Spieler intensiv kümmert und allen eine faire Chance gibt im Davis Cup. Keiner der Spieler hat ja auch gesagt: Kühnen ist der Grund für meine Absage. Wer etwas anderes behauptet, will nur Unfrieden säen."

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