DTB-Präsident: Tennis Bund bald schuldenfrei

SID
Donnerstag, 15.10.2009 | 18:05 Uhr
Nicht unumstritten: DTB-Präsident Georg von Waldenfels
© sid

DTB-Präsident Georg von Waldenfels hat gegenüber dem Magazin "SPONSORs" behauptet, der DTB sei "Ende 2009 schuldenfrei". Zuvor sprach man noch von Liquiditätsschwierigkeiten.

Ein Ende der wirtschaftlichen Misere im Deutschen Tennis Bund (DTB) ist kurzfristig absehbar. Das jedenfalls behauptet DTB-Präsident Georg von Waldenfels im Gespräch mit dem Magazin "SPONSORs": "Ich gehe davon aus: Ende 2009 ist der DTB schuldenfrei." Der Jurist räumte Liquiditätsschwierigkeiten ein, die aber bereits überwunden seien.

Mit seinen Kritikern aus den Reihen einiger Landesverbände geht von Waldenfels in dem Gespräch hart ins Gericht: "Da wusste jeder zu jedem Zeitpunkt, was passiert, und war voll in die Entscheidungsprozesse mit einbezogen."

Solidarität der großen Mehrheit

Bei der letzten Sitzung des Bundesausschusses am 4. Oktober in Hamburg will der DTB-Präsident "die Solidarität der großen Mehrheit der Landesverbände" gespürt haben.

"Von Rebellion, Rücktrittsforderung oder Misstrauen gegenüber dem Präsidium war bei den Landesverbandspräsidenten im Bundesausschuss keine Rede", sagte von Waldenfels, der einen Rücktritt von seinem Amt ausschließt.

Gegenstimmen werden lauter

Diesem Standpunkt widerspricht der stellvertretende Vorsitzende des württembergischen Verbandes und ehemalige Vizepräsident des DTB, Rolf Schmid, in einem Brief an den Verband energisch.

Aus seiner Sicht habe es bei der BA-Sitzung in Hamburg nicht den vom DTB propagierten Schulterschluss gegeben, sondern ein "hohes Anlehnungsbedürfnis des DTB-Präsidiums an Verbände des Bundesausschusses, die zur Einsicht gekommen waren, dass das derzeitige Präsidium die anstehenden Probleme nicht mehr alleine lösen kann und man ihm dies auch nicht mehr zutraut".

Natürlich, so Schmid weiter, sei das "Thema des fehlenden Vertrauens in das DTB-Präsidium" auf der BA-Sitzung in Hamburg keines mehr gewesen, da man es ja bereits vorher abgearbeitet habe: "Daraus den Schluss zu ziehen, dass jetzt wieder Vertrauen vorhanden wäre, ist höchstens journalistischer Freiheit zuzuschreiben, nicht aber dem Tatsachenbestand." Wenn der DTB-Präsident optimistisch in die Zukunft schaue, sei dies sein gutes Recht. Schmid: "Ob dieser Optimismus von vielen geteilt wird, ist eine andere Frage."

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