Steiner sieht WM als Standortbestimmung

SID
Donnerstag, 16.09.2010 | 17:09 Uhr
Matthias Steiner wurde 2008 Olympiasieger im Super-Schwergewichtheben
© Getty
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Olympiasieger Matthias Steiner sieht die im türkischen Antalya stattfindende WM kommende Woche nur als "Standortbestimmung". Erklärtes Ziel ist der Olympiasieg 2012 in London.

Olympiasieger Matthias Steiner wird in der kommenden Woche in Antalya zum ersten Mal die deutschen Farben bei einer Weltmeisterschaft vertreten, doch für den "stärksten Mann der Welt" sind die Titelkämpfe der Gewichtheber lediglich eine "Standortbestimmung".

Der gebürtige Österreicher, seit dem 2. Januar 2008 mit einem deutschen Pass ausgestattet, möchte an der türkischen Riviera in erster Linie Erfahrungen sammeln: "Bei einer WM trifft man auf alle Athleten, die auch bei den Olympischen Spielen um eine Medaille kämpfen. Das ist das wirklich Wichtige", sagte Steiner: "Es geht darum, Erfahrung und Wettkampfpraxis zu sammeln."

Angesichts der traditionell schwer einzuschätzenden Konkurrenz peilt Steiner bei der WM "eine Medaille" an. Klar ist aber auch, dass es dem Superschwergewichtler weniger um den Gewinn seines erstes WM-Edelmetalls, sondern vielmehr um seinen zweiten Olympiasieg 2012 bei den Spielen in London geht. Steiner weiß, dass gerade dafür die im Gewichtheben ohnehin rar gesäten Wettkämpfe auf internationalem Topniveau unerlässlich sind: "Ich kann nicht nur alle vier Jahre auf die Bühne treten und sagen, jetzt hole ich mir das Ding."

Derzeit hinter Peking-Niveau

Steiner hinkt den gewaltigen Lasten, die er bei seinem überraschenden Triumph 2008 in Peking in die Höhe stemmte, momentan deutlich hinterher. "Ich bin wie ein PS-starkes Auto, das seine Kraft nicht auf die Straße bringt. Die Kraftwerte sind gut, aber in meiner Technik haben sich Fehler eingeschlichen", wurde der 28-Jährige vor wenigen Tagen in der "Bild"-Zeitung zitiert. 440kg möchte Steiner bei der WM im Zweikampf bewältigen, 21kg weniger als bei seinem Olympiasieg.

Auch Bundestrainer Frank Mantek sieht Steiner bei den am Freitag beginnenden Titelkämpfen (17. bis 26. September) nicht ganz oben auf dem Siegertreppchen. "Wir müssen den Dingen realistisch ins Auge sehen. Man kann nicht davon ausgehen, dass er Weltmeister wird", sagte Steiners Mentor.

Fernziel Olympische Spiele in London

Mantek spricht im Hinblick auf London von einem mehrjährigen Prozess an dessen Ende im Idealfall wieder eine Medaille stehen soll. Die WM ist dabei nicht nur für Steiner eine wichtige Zwischenetappe.

Die insgesamt sechs Männer und fünf Frauen im Aufgebot des Bundesverbandes Deutscher Gewichtheber (BVDG) sollen in Antalya Qualifkations-Punkte für die Olympischen Spiele sammeln, um in zwei Jahren möglichst viele Starter nach London schicken zu können.

Superschwergewichtler Almir Velagic ist neben Steiner noch der aussichtsreichste Kandidat für eine Top-Ten-Platzierung. Wie sich der ehemalige Europameister Jürgen Spieß, der seinen Titel 2010 in Minsk wegen einer Verletzung nicht verteidigen konnte, schlagen wird, bleibt ungewiss.

Matthias Steiner sieht Konkurrenz bei WM als zu stark an

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