Schwimm-WM: Marco Koch und Philipp Heintz sind übrige Hoffnungsträger

Noch ohne Koch und Heintz "Lehrgeld gezahlt"

SID
Sonntag, 23.07.2017 | 18:25 Uhr
Marco Koch gilt als Hoffnungsträger der deutschen Schwimmer
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Kaum hatten die Hoffnungsträger Marco Koch und Philip Heintz den Weg in die WM-Halle gefunden, waren die ersten deutschen Schwimmer schon ausgeschieden. Um fünf Uhr früh vom Dopingkontrolleur geweckt, sprang Weltmeister Koch ein paar Stunden später in Budapest ins Trainingsbecken, als nebenan drei von vier Teamkollegen bereits in den Vorläufen scheiterten.

"Sie haben Lehrgeld bezahlt", gab Bundestrainer Henning Lambertz nach dem ernüchternden Auftakt zu.

Nur WM-Debütantin Aliena Schmidtke überzeugte am ersten Tag der Beckenwettbewerbe in der Duna Arena restlos. Als Einzige hatte die Magdeburgerin am Vormittag die erste Runde überstanden, am Abend verpasste die 24-Jährige über 100 m Schmetterling als Zehnte den Finaleinzug nur um 23 Hundertstelsekunden. "Persönliche Bestzeit und Halbfinale erreicht - das waren die Ziele", sagte Schmidtke: "Hoffentlich wird es das nächste Mal das Finale."

Für die anderen war schon am Vormittag Feierabend: Der Essener Poul Zellmann blieb als 20. auf der Weltrekordstrecke des zurückgetretenen Paul Biedermann über 400 m Freistil ebenso deutlich über seiner Bestzeit wie sein Vereinskollege Damian Wierling (28. über 50 m Schmetterling) und der frühere WM-Dritte Christian vom Lehn (25. über 100 m Brust).

"Es ist alles nicht dramatisch", meinte Lambertz. Vor der WM hatte der Bundestrainer allerdings von seinen Schwimmern gefordert, die Zeiten von der deutschen Meisterschaft vor fünf Wochen zu verbessern. Dieses Ziel verpassten am Sonntagmorgen gleich alle vier Starter des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV). "Unser Grundniveau ist nicht hoch genug", sagte Lambertz: "Das müssen wir anheben. Aber man kann nicht einfach nur mit dem Finger schnippen."

Koch und Heintz sollen Krise bewältigen

Aus der Krise, die beim Olympia-Debakel von Rio de Janeiro ihren Tiefpunkt erreicht hatte, sollen in Budapest vor allem Koch und Heintz heraushelfen. Während Titelverteidiger Koch über 200 m Brust nach verstärktem Krafttraining in diesem Jahr noch seine Form suchte, ist Heintz über 200 m Lagen mit deutschem Rekord (1:55,76 Minuten) an die Weltspitze geschwommen. "Es ist was Neues, wenn man als Medaillenkandidat gilt", sagte der 26-Jährige nach seiner Ankunft in der WM-Arena.

Der Olympiasechste aus Heidelberg, den Lambertz als "unser heißestes Eisen im Feuer" bezeichnet, traut sich trotz des großen Drucks einen Platz auf dem Podest zu: "Ich bin definitiv von mir überzeugt." Koch weiß dagegen ein Jahr nach der Olympia-Enttäuschung mit Platz sieben noch nicht genau, wo er steht. "Es ist diesmal ein bisschen mehr die Wundertüte", sagte der 27-Jährige aus Darmstadt. Zusammen mit Heintz und der Magdeburgerin Franziska Hentke, Jahresweltbeste über 200 m Schmetterling, war der Weltmeister erst am Samstag in Budapest eingeflogen.

Das Trio hat die einzigen realistischen Medaillenchancen. Der Berlinerin Lisa Graf wird über 200 m Rücken genau wie den drei Staffeln der Finaleinzug zugetraut. Ein Jahr nach den medaillenlosen Spielen von Rio umfasst das deutsche WM-Team nur 14 Schwimmer, von denen lediglich drei die harten Normen erreichten. "Das ist der traurige Ist-Zustand im deutschen Schwimmen", sagte Lambertz dem SID.

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