Montag, 10.05.2010

Radsport

Sprinter Förster landet beim Giro auf Rang drei

Auf der dritten Etappe des Giro d'Italia hat Milram-Profi Robert Förster Rang drei belegt. Den Sieg auf dem 224km langen Teilstück sicherte sich Wouter Weylandt aus Belgien.

Robert Förster landete bei der dritten Etappe als bester Deutscher auf Rang drei
© Imago
Robert Förster landete bei der dritten Etappe als bester Deutscher auf Rang drei

Dopingsünder Alexander Winokurow hat das Rosa Trikot des 93. Giro d'Italia erobert, für die deutschen Sprintstars um Andre Greipel gab es dagegen die nächste Enttäuschung. Milram-Profi Robert Förster (Markkleeberg) belegte auf dem dritten Teilstück über 224km von Amsterdam nach Middelburg zum Abschluss des Giro-Auswärtsspiels in den Niederlanden als bester Deutscher den dritten Platz. Beim Sieg des Belgiers Wouter Weylandt wurde Danilo Hondo (Cottbus) Vierter, Greipel (Hürth) musste sich mit Platz sechs begnügen.

Neuer Gesamterster ist ausgerechnet der umstrittene Winokurow. Der Kasache profitierte bei einem vom Wind beeinflussten Rennen davon, dass der bisher führende Weltmeister Cadel Evans (Australien) die entscheidende Gruppe verpasste und 46 Sekunden verlor. Winokurow liegt nun vor dem zeitgleichen Richie Porte (Australien) in Führung. Auf Platz drei folgt der Schotte David Millar. Bester Deutscher im Gesamtklassement ist Marcel Sieberg sieben Sekunden zurück als Fünfter.

Herbe Enttäuschung für Greipel

Insbesondere für Greipel endete die Etappe mit einer herben Enttäuschung. "Es ist alles perfekt gelaufen. Wir haben den Sprint perfekt vorbereitet, auch die letzte Kurve, aber so geht Radrennen", sagte Columbia-Sportdirektor Jan Schaffrath.

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Tolle Haltungsnoten bekommt George Hill (2. v. r.) von den San Antonio Spurs im Spiel gegen die Phoenix Suns
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In der Tat hatte das Columbia-Team alles getan. Bereits 60km vor dem Ziel hatte sich der gefürchtete Columbia-Zug vor das Feld gespannt und mächtig aufs Tempo gedrückt. Dabei kam es sogar zur Teilung des Hauptfeldes, was dazu führte, das viele Favoriten einiges an Zeit verloren.

Winokurow aber nicht. Der Kasache war stets Herr der Lage und darf das Trikot nun nach Italien tragen. Am Montag setzte sich der Tross bereits per Flugzeug vom Militärflughafen Ostende nach Italien in Bewegung. Obwohl zahlreiche Flughäfen in Norditalien wegen des Vulkanausbruchs auf Island erneut geschlossen wurden, war der Flughafen in Bergamo davon nicht betroffen. So blieb den Fahrern eine 1000km lange Anreise per Auto erspart. Nach dem folgenden Ruhetag wird der Giro am Mittwoch mit dem Mannschaftszeitfahren über 33km von Savigliano nach Cuneo fortgesetzt.

Gerdemann erreicht mit Spitzengruppe das Ziel

Milram-Kapitän Linus Gerdemann erreichte mit der Spitzengruppe das Ziel und liegt zwölf Sekunden hinter Winokurow ebenfalls noch gut im Rennen. Doch das Rosa Trikot wird für die Deutschen wohl nicht mehr erreichbar sein.

Greipel wäre mit einem Sieg der erste Deutsche in Rosa seit gut vier Jahren gewesen. Am 12. Mai 2006 hatte der damalige Gerolsteiner-Sprinter Olaf Pollack für einen Tag das Gesamtklassement angeführt.

Auch am letzten Tag des Giro-Abstechers in den Niederlanden herrschte wieder Volksfeststimmung. In der mittelalterlichen Stadt Middelburg herrschte quasi der Ausnahmezustand, erneut sorgten weit über 100.000 Zuschauer für eine rosa Party.

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