Motorsport: Porsche beendet LMP1-Engagement - startet bei Formel E

Porsche steigt bei Formel E ein

SID
Freitag, 28.07.2017 | 09:40 Uhr
Porsche ist der vierte deutsche Autohersteller der bei der Formel E mitmischt
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Sportwagenhersteller Porsche steigt zum Ende dieser Saison aus der Königsklasse des Langstreckensports aus und plant ab 2019 den Start als Werksteam in der Elektrorennserie Formel E. Das bestätigte das Unternehmen am Freitag. Neben Audi, BMW und Mercedes wird Porsche künftig damit der vierte deutsche Hersteller in der aufstrebenden Formel E sein.

"Einstieg und erfolgreiche Präsenz in der Formel E sind die logische Konsequenz unserer Mission E", sagte Michael Steiner, Entwicklungsvorstand der Porsche AG: "Die Formel E ist für uns das ultimative kompetitive Umfeld, um die Entwicklung von High-Performance-Fahrzeugen in punkto Umweltfreundlichkeit, Sparsamkeit und Nachhaltigkeit voranzutreiben." Schon in diesem Jahr werde Porsche erste Schritte zur Entwicklung des eigenen Formel-E-Rennwagens unternehmen.

Die Beendigung des LMP1-Engagements in der Weltmeisterschaft WEC mit dem 24-Stunden-Klassiker von Le Mans ist derweil ein harter Schlag für den Langstreckensport. Zuletzt hatte sich schon Audi zurückgezogen, nun nimmt der Le-Mans-Sieger der vergangenen drei Jahre Abschied. Nach aktuellem Stand bleibt damit für 2018 Toyota als einziger Hersteller in der höchsten Klasse, das Engagement der Japaner scheint nun ebenfalls fraglich.

Porsche weiterhin bei Le Mans dabei

Porsche wird Le Mans und der Langstrecke allerdings in der kleineren Klasse erhalten bleiben. Das Unternehmen will sich auf den Einsatz des 911 RSR in der GT-Klasse der WEC mit den 24 Stunden von Le Mans als Höhepunkt sowie auf die amerikanische Rennserie IMSA SportsCar Championship und weitere Langstrecken-Klassiker konzentrieren.

Die Formel E entwickelt sich indes weiterhin rasant. "Wenn jemand mir beim Start dieses Projekts vor fünf Jahren gesagt hätte, dass wir eine Marke wie Porsche bekommen, hätte ich das nicht geglaubt", sagte Formel-E-Chef Alejandro Agag. Erst zu Beginn dieser Woche hatte Mercedes den Einstieg ebenfalls ab 2019 verkündet, dafür wird das Engagement in der DTM beendet. Audi bringt ab der kommenden Saison ein eigenes Werksteam an den Start, ein Jahr später steigt BMW ein.

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