Das Race of Champions 2010

Nobody düpiert die Weltelite

SID
Sonntag, 28.11.2010 | 16:12 Uhr
Filipe Albuquerque gewann völlig überraschend das Race of Champions
© Getty
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Filipe Albuquerque hat das Race of Champions 2010 gewonnen. Der völlig unbekannte Portugiese düpierte erst Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel und dann Rallye-Weltmeister Sebastien Loeb und sicherte sich den Titel. Dabei hatte der 25-Jährige "nur zum Spaß" überhaupt mit dem Motorsport angefangen und musste sich für den Event erstmal qualifizieren. Mit diesem Ergebnis hätte niemand gerechnet.

Sebastian Vettel und Michael Schumacher haben nach ihrem vierten Sieg im Nationen Cup des Race of Champions den Sieg im Einzelrennen verpasst. Vettel schaltete im Viertelfinale Schumacher im direkten Duell aus, zog aber dann im Halbfinale gegen Außenseiter Filipe Albuquerque den Kürzeren.

Der Portugiese, bislang nur in der A1GP-Serie und der GP2 unterwegs und nur als Qualifikant ins Starterfeld gekommen, setzte sich dann sensationell auch im Finale gegen Rallye-Rekordweltmeister Sebastien Loeb durch, der seinen vierten Gesamtsieg verpasste.

Für eine Schrecksekunde sorgte Heikki Kovalainen. Der Formel-1-Pilot beschädigte bei einem Mauerkontakt in der Gruppenphase die rechte Hinterradaufhängung seines Audi R8 und prallte danach mit hohem Tempo gegen die Streckenbegrenzung.

Er blieb unverletzt - musste die weiteren Rennen des Events allerdings absagen.

Hier das Race of Champions zum Nachlesen im Ticker

Finale - Loeb vs. Albuquerque: Diesmal geht es im "Best of Three"-Modus gegeneinander. Loeb steht bereits zum siebten Mal im Finale des Race of Champions und ist klarer Favorit. Doch hoppla! Im ersten Rennen setzt sich Albuquerque durch! Ganz starke Vorstellung des ehemaligen A1-Grand-Prix-Piloten. Damit hätte niemand gerechnet. Der Nobody rockt!

Jetzt wird es richtig spannend! Loeb setzt sich mit 0,02 Sekunden Vorsprung durch und gleich aus. Viel knapper geht es nicht. Jetzt kommt es zum entscheidenden dritten Rennen.

Unglaublich. Albuquerque gewinnt das Race of Champions! Dabei kannte den Mann vorher kaum jemand. Aktuell fährt der nichtmal in irgendeiner Rennserie. Kein Wunder, dass sich der 25-Jährige freut - schließlich musste er sich im Gegensatz zu vielen anderen erst für den Event qualifizieren. "Schon gestern konnte ich nicht glauben, wie schnell das hier ist. Ich kann es nicht glauben, gegen Vettel und Loeb gewonnen zu haben. Ich bin wirklich glücklich", so Albuquerque. "Er war einfach sehr stark", muss auch Loeb eingestehen.

Halbfinale - Vettel vs. Albuquerque: Keine Chance für Albuquerque? Von wegen! Erst ist der Weltmeister vorn - doch macht dann einen Fehler und verliert das Rennen noch. Damit ist das Traumfinale zwischen Formel-1- und Rallye-Weltmeister geplatzt. "Ich war in der ersten Ecke etwas spät und habe die Kontrolle verloren", sagt Vettel. "Das war schwer. Ich kam nicht richtig aus der Kurve raus. Ich habe zu viel gegeben und war dann neben der Spur."

Halbfinale -Loeb vs. Priaulx: Starkes Rennen von Loeb. Der Rallye-Weltmeister fährt die schnellste Runde des Tages und setzt sich gegen Priaulx durch.

15.32 Uhr: "Ich hab versucht, das Ding sicher nach Hause zu fahren - und war dabei wohl etwas zu vorsichtig", sagt Schumacher. Das Duell mit Vettel vor dem Start spielt er runter. Sagt: "Ich fand, dass wir beide kalte Reifen hatten..."

Viertelfinals Gruppen C & D: Auf dieses Duell haben hier alle gewartet: Vettel gegen Schumacher. Die Fans halten den Atem an. Und das nicht nur wegen des noch immer durch die Halle wabernden Reifenqualms. Schon vor dem Start gibt es Probleme. Wieder bei Vettel. Wieder scheint etwas an seinem Boliden defekt zu sein. Wieder muss er das Fahrzeug wechseln. Was für ein Duell bereits vor dem Start. Vettel legt ungefragt eine zusätzliche Einführungsrunde ein - das lässt sich Schumacher nicht bieten und zieht nach. Klasse! Und ein toller Start von Schumacher. Nach der ersten Runde ist er knapp vorn. Das wird ganz knapp. Vettel zieht mit einer ganz starken zweiten Runde noch vorbei. Sieg für den Weltmeister. Schumi ist raus. Zuvor hatte sich im Portugiesen-Duell bereits Albuquerque (nein, nicht die Stadt in New Mexiko) gegen Parente durchgesetzt.

Viertelfinals Gruppen A & B: Im ersten Viertelfinale setzt sich Rallye-Weltmeister Loeb durch. Er macht es gegen Kristensen allerdings spannend, weil er in der letzten kurve heftig driftet. Das zweite Viertelfinale gewinnt Priaulx gegen Geheimfavorit Baguette - und das sogar ziemlich deutlich. Das wird ein ganz knappes Halbfinale zwischen Loeb und Priaulx. "Es ist nicht einfach. Es ist sehr rutschig. Ich weiß wirklich nicht, wer einen Vorteil hat", sagt Priaulx. "Man muss es einfach fliegen lassen. Alle können hier gewinnen."

15.05 Uhr: Kurz vor dem ersten Viertelfinale noch der Lieblings-Kalauer unserer User auf Facebook. Er kommt von Alexander Aulila - und lautet: "Pastrana aufs Baguette passt einfach wie die Foust aufs Auge." Fein, sehr fein. Bitte mehr davon.

14.57 Uhr: Vettel liefert in der Unterbrechung eine große Show. Mit seinem Formel-1-Boliden dreht er einige Runden und lässt es richtig krachen. Viel Rauch, viele Doughnuts! Die Fans jubeln. Jetzt ist hier Stimmung! Und gleich kommt es zum großen Duell gegen Schumacher. Leider schon im Viertelfinale. Das hätten wir uns eigentlich fürs Finale gewünscht.

So lief die Gruppenphase: Vettel und Schumi weiter!

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