Leichtathletik

IAAF und IOC stehen im Fall Semenya vor Lösung

SID
Freitag, 19.11.2010 | 21:40 Uhr
Stein des Anstoßes: Caster Semenya
© sid
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Im Fall um erhöhte androgene Werte bei Athletinnen steht die IAAF und das IOC offenbar vor einer Lösung. Anfang Juli bestanden Unklarheiten über die Südafrikanerin Caster Semenya.

Nach dem Fall der südafrikanischen 800-m-Weltmeisterin Caster Semenya steht der Leichtathletik-Weltverband IAAF in Kooperation mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) offenbar vor einer Lösung des Problems mit erhöhten androgenen Werten bei Athletinnen.

"Die Arbeit ist in der entscheidenden Phase. Wir arbeiten eng mit dem IOC zusammen und hoffen auf Bekanntgabe einer künftigen Regelung bei der IAAF-Tagung im April 2011 in Daegu/Südkorea", heißt es in einer IAAF-Pressemitteilung. Neue Regularien sollen dann bis 1. Mai 2011 festgelegt werden.

Männliche und weibliche Geschlechtsmerkmale

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hatte Anfang Juli 2010 entschieden, dass Caster Semenya weiter als Frau starten darf. Sie hatte dann etliche Rennen bestritten und war auch wieder Weltklassezeiten gelaufen.

Während einer schier endlosen Diskussion um ihr Geschlecht musste die 19-Jährige eine elfmonatige Zwangspause einlegen. Bei ihr gab es laut Experten sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsmerkmale.

Finanzlage weiter dramatisch

Derweil bleibt die Finanzlage beim Leichtathletik-Weltverband trotz leichter Entspannung dramatisch. "Wir fahren weiter einen strikten Sparkurs, doch es besteht keine Bankrott-Gefahr", sagte der Stellvertretende Generalsekretär Nick Davies am Freitag in Monte Carlo.

Laut Schatzmeister Jean Poczubut (Frankreich) werden die angegriffenen Reserven von ehemals 50 Millionen Euro bis 2015 wieder auf über 36 Millionen ansteigen.

2010 entstand bei rund 31,7 Millionen Einnahmen und 38,8 Millionen Ausgaben eine Finanzierungslücke von 7,1 Millionen Euro. 2011 werden es laut Davies 4,4 bis 5,1 Millionen Euro sein.

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