Samstag, 31.07.2010

Leichtathletik-EM

Harting mit dem zweiten Wurf ins Finale

Diskus-Weltmeister Robert Harting hat vor dem Diskus-Finale am Sonntag (19.45 Uhr) auf seiner Homepage (www.derHarting.de) zur "Schlacht von Barcelona" aufgerufen.

Robert Harting hat sich eine Medaille fest vorgenommen
© sid
Robert Harting hat sich eine Medaille fest vorgenommen

Nach dem Vorstoß in den Endkampf mit starken 66,93 m in der Qualifikation relativierte der Berliner seine Kritik am Deutschen Leichtathleti-Verband (DLV).

Er forderte dabei nicht wie zuvor seine Medienbeauftragte per Pressemitteilung, sein Bruder Christoph müsse eine Förderungsgarantie erhalten, wenn er selbst in Barcelona sehr erfolgreich abschneide.

Der Weltmeister machte jedoch erneut deutlich, dass der Verband aus seiner Sicht talentierten Nachwuchs wie seinen Bruder zu spät fördere.

Einen Tag vor seinem EM-Start hatte der Diskus-Hüne in einer Pressemitteilung angemahnt: "Wenn ich eine Medaille mache, will ich eine Förderungsgarantie für meinen Bruder."

DLV weist Garantieforderung zurück

Dieser ist als Fünfter der deutschen Rangliste in dieser Saison bester Nachwuchs-Diskuswerfer (61,10 m). Robert Harting: "Jetzt wird es Zeit, dass der träge Verband und Bundestrainer Jürgen Schult sich endlich mal bewegen und ihn verstärkt fördern", so Harting.

Die Bilder des Tages - 31. Juli
Die Trikots in der WNBA sind nicht jedermanns Geschmack. Tulsa warnt vor seinem Babyrose immerhin mit dem T-Shirt-Aufdruck "Shock"
© Getty
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Bei den X-Games in L.A. zeigt Kevin Robinson, was er drauf hat. Er balanciert übrigens nicht mit dem Kopf über eine Stange
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Wie viele Personen sind hier eigentlich beteiligt? Gesehen beim Match der Australian Football League zwischen Port Power gegen Hawthorn Hawks
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Zielflagge für Darrell Wallace jr. und seinen Chevrolet bei der NASCAR K&N Pro Series East in Lee/New Hampshire
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Schmusen die oder raufen die? Gregoris Makos von AEK Athen betatscht Kyle Lafferty von den Glasgow Rangers beim Testspiel in Sydney
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Ein finnischer Sprinter schneller als ein britischer? In der Tat. Die Briten patzten bei der 4x100 m Staffel und verpassten das EM-Finale
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Die Garantieforderung wies DLV-Vizepräsident Guenther Lohre jedoch zurück. "Wir müssen natürlich eine Gleichbehandlung über alle Disziplinen hinweg gewährleisten, deshalb ist sowas beim besten Willen nicht möglich", sagte der ehemalige Stabhochspringer, zeigte aber Verständnis für Hartings Attacke.

"Man kann gar nicht bestreiten, dass der Verband in bestimmten Bereichen träge ist. Mit diesem Problem haben große Verbände immer zu kämpfen."

Harting erreichte am Samstag mit dem zweiten Wurf der Qualifikation das Finale. Nach 63,17 m, die im ersten Versuch wohl auch zum Weiterkommen gereicht hätten, erzielte der Berliner im zweiten Durchgang 66,93 m. Damit warf er weiter als Estlands Olympiasieger Gerd Kanter auf Anhieb 65,43 m geschafft hatte.

Wierig im Finale, Münch ist raus

"Ich bin in der Kürze der Zeit heute morgen noch nicht richtig warm geworden, deshalb lief es anfangs noch ein wenig ruppig", sagte Harting und meinte weiter: "Beim ersten Versuch habe ich wahrscheinlich ein bisschen zu viel Kraft gespart. Da hat dann das Timing nicht gestimmt. Mit dem zweiten Wurf bin ich zufrieden. Damit kann ich beruhigt ins Finale gehen."

Verlangt wurden in Runde eins 63,50 m. Allerdings reichten zum Vorstoß unter die 12 Besten letztlich 61,97 m. Dies schaffte auch Martin Wierig (Magdeburg) als Gesamtneunter mit 62,57 m. Dagegen scheiterte der von Los-Angeles-Olympiasieger Rolf Danneberg trainierte Markus Münch (Wedel/Pinneberg) als 24. mit schwachen 58,81 m.

Staffel-Desaster der DLV-Mädels


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