Leichtathletik

Kugelstoßerinnen setzen erste Ausrufezeichen

SID
Nadine Kleinert gehört zu den Favoritinnen auf Edelmetall
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Das deutsche Kugelstoß-Trio der Frauen hat am ersten Tag der Leichtathletik-EM in Barcelona problemlos das Finale am Dienstagabend erreicht. Dagegen scheiterte der Leverkusener Hammerwerfer Markus Esser als Erster im 73-köpfigen deutschen Team. Der Sechste der Europarangliste bot in der Qualfikation statt der zum Finale nötigen 75,50 m nur 71,89 m.

Jeweils im ersten Versuch der Kugelstoß-Qualifikation schafften die WM-Zweite Nadine Kleinert (Magdeburg) mit 18,98 m, Hallen-Europameisterin Petra Lammert (Neubrandenburg) mit 18,48 und die Hallen-EM-Zweite Denise Hinrichs (Wattenscheid) mit 17,72 m die geforderte Qualifikationsweite von 17,50 m.

Im Finale gelten Kleinert und Lammert, die in Runde eins weiter stießen als Weißrusslands Favoritinnen Natalja Michnewitsch (18,46) und Nadeschda Ostaptschuk (18,44), als Medaillenkandidatinnen.

Am Mittwoch steht Fabienne Kohlmann (Karlstadt-Gambach) im Halbfinale über 400 m Hürden. Als Vorlauf-Zweite in 55,69 Sekunden erzielte sie persönliche Bestzeit und deutsche Jahresbestleistung.

Schneller als die 20 Jahre alte WM-Fünfte in der 4x400-m-Staffel, war nur die russische Favoritin Natalya Antjuch in 54,29. "Ich bin stolz darauf, dass ich am Morgen schon Bestleistung gelaufen bin. Das war aber heute noch nicht das letzte Hemd", meinte Fabienne Kohlmann in der Hoffnung auf eine noch bessere Zeit im Halbfinale.

Lammert trotz Schmerzen im Finale

Nadine Kleinert meinte: "Ich habe das Finale mit minimalem Aufwand erreicht. Ich habe mich gewundert, wie weit mein Sicherheitsstoß ging, für mich ist es EM-Rekord."

Die 34-Jährige war bisher bei ihren EM-Starts bestenfalls Sechste geworden. Bei Olympia, WM und Hallen-WM hat sie bisher sieben Medaillen gewonnen.

Petra Lammert hat dagegen weiter Probleme mit dem 2009 operierten Ellbogen. "Es ist ein stechender Schmerz und vor allem ein Kopfproblem, sich da durchzubeißen", sagt der Schützling von Erfolgstrainer Dieter Kollark, "heute Abend muss ich das ausblenden."

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