Freitag, 30.07.2010

Leichtathletik-EM

Nach Doppel-Gold läuft´s rund im DLV-Team

Das Gold durch Sprinterin Verena Sailer und Speerwurf-Überraschung Linda Stahl hat Deutschlands Leichtathleten beflügelt. Am vierten EM-Tag von Barcelona gab es erstmals keinen Ausfall in den Vorkämpfen.

Ariane Friedrich zog souverän in das Finale des Hochprungs ein
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Ariane Friedrich zog souverän in das Finale des Hochprungs ein

Die WM-Zweite Jennifer Oeser startete mit Hürden-Bestzeit in den Siebenkampf, die WM-Dritte Ariane Friedrich sprang mit 1,92 m souerän ins Finale, Carolin Nytra ließ im Vorlauf kaum Zweifel an ihrem Hürdensieg aufkommen und Titelverteidiger Ralf Bartels kam souverän ins Kugelstoß-Finale.

Glänzend schlug sich auch der WM-Fünfte Andre Höhne, auch wenn sich mit Platz sieben im 50-km-Gehen seine heimlichen Medaillenhoffnungen nicht erfüllten.

Trotz größeren Trainingsausfalls verfehlte der 32-Jährige seine persönliche Bestzeit nur um zehn Sekunden und schaffte schon die WM-Norm für Daegu/Südkorea 2011.

"Es war hart. Ich hatte Magenkrämpfe, aber habe mich durchgebissen", meinte Höhne, während der Potsdamer Christoph Linke nach zwei Verwarnungen wegen unsauberen Gehens bei Kilometer erschöpft aufgab.

Oeser startet mit Bestzeit

Titelverteidiger Yohann Diniz, WM-Zweiter von Osaka 2007, triumphierte in 3:40:37 vor dem Polen Grzegorz Sudol (3:42:24) und Sergej Bakulin, der in 3:43:26 die russische Siegesserie nach 20-km-Triumphen bei Männern und Frauen nicht fortsetzen konnte. Italiens Olympiasieger Alex Schwazer und Russlands Mitfavorit Sergej Kirdjapkin gaben auf.

Die Bilder des Tages - 30. Juli
Keine Angst, es ist nicht Sebastian Vettels Kopf, der da beim Training zum Ungarn-GP raucht. Der Dampf kommt vom Trockeneis, das den Motor kühlt
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Die nächste NFL-Saison ist nicht mehr weit. Die Atlanta Falcons bereiten sich in ihrem Trainingslager in Flowery Branch/Georgia vor
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Ein Blick nach London, wo die Arbeiten an den Anlagen für die Olympischen Sommerspiele 2012 in vollem Gange sind
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Levi Sherwood macht Faxen beim Moto X Freestyle Finale im Rahmen der X-Games in Los Angeles
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Wer morgens früher anfängt, hat abends länger frei. Die Profis vom italienischen Zweitligisten Reggina Calcio im Trainingslager in Aosta
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Bessere Arbeitsbedingungen als die Golfer haben nur die wenigsten. Die Herren Howell, Hansen und Delamontagne bei den Irish Open
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Teampräsentation bei Melbourne Heart: Der frühere australische Nationalspieler Josip Skoko posiert beim Shooting
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Bei der Leichtathletik-EM in Barcelona muss man sich schon morgens ziemlich strecken: Die Türkin Burcu Ayhan bei der Hochsprung-Quali
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Joaquin Arias und Coco Crisp nehmen eine gegenseitige Leibesvisitation vor. Gesehen beim MLB-Spiel Texas Rangers gegen Oakland Athletics
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"Endlich habe ich die 13,40 geknackt. Und das auch noch ohne mein Glücksschwein, das darf nämlich nicht mit ins Stadion - Sauerei", sagte Jennifer Oeser, die in 13,37 Sekunden mit 100-m-Hürden-Bestzeit in den Siebenkampf startete, dann mit 1,83 m im Hochsprung leicht zurückfiel.

Schneller war nur die favorisierte britische Weltmeisterin Jessica Ennis in 12,95. Bestzeit lief in 13,96 auch Claudia Rath, sie sprang dann 1,80 m hoch. Nur 13,63 und 1,74 m schaffte Maren Schwerdtner.

Gold Medaillen beflügeln deutsche Athleten

"Die Medaillen vom Vortag haben uns viel Kraft für die nächsten Tage gegeben", sagte Ariane Friedrich, die wie Kroatiens Weltmeisterin Blanka Vlasic und drei andere die geforderten 1,92 m in der Qualifikation ohne Fehlversuch meisterte.

Friedrich: "Ich bin physisch und nun auch psychisch gut drauf. Das ganze Umfeld inklusive Hochsprung-Anlage, Hotel und Organisation stimmt. Ich freue mich, am Sonntag endlich angreifen zu können."

Carolin Nytra erreichte als Vorlauf-Zweite in 12,89 Sekunden wie Nadine Hildebrand (13,25) und Cindy Roleder (13,19) das Halbfinale, das dem Finale am Samstag 80 Minuten vorausgeht.

"Ich habe versucht, nichts zu riskieren, aber den Lauf aktiv durchzubringen. Gestern hatte ich den Sieg von Verena (Sailer) mit ins Bett genommen. Das war ein Hammer. Sie hat den Bann gebrochen und gezeigt, dass im Frauensprint etwas geht. Mein Ziel war und ist eine Medaille, egal was gesagt wird."

Auch Bartels, Storl Uliczka und de Zordo im Finale

Ralf Bartels, mit 20,37 m zweitbester Kugelstoßer der Qualifikation: "Dass ich es im ersten Versuch geschafft habe, gibt mir Sicherheit. Der Ring liegt mir. Besonders rechne ich mit Polens Olympiasieger Tomasz Majewski und dem weißrussischen Ex-Weltmeister Andrej Michnewitsch", sagte der Neubrandenburger.

Junioren-Weltmeister David Storl, mit 20,24 Fünfter: "Ich habe mir gestern im letzten Training noch eine Blockade der Halswirbelsäule zugezogen. Deshalb verkrampft die Muskulatur ein bisschen. Aber ich will im Finale unter die besten acht."

Das Finale erreichten auch Speerwerfer Matthias de Zordo mit erst im dritten Versuch erzielten 82,34 m und Steffen Uliczka über 3000 m Hindernis als Vorlauf-Vierter in 8:30,61 Minuten.

100 m Hürden: DLV-Trio im Halbfinale


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