Hockey

World League: Dezimierte Hockey-Männer Vierter - Torwart trifft

SID
Die deutschen Männer waren erneut stark gebeutelt

Die personell gebeutelten deutschen Hockey-Männer haben sich beim Finalturnier der World League im indischen Bhubaneshwar mit Platz vier begnügen müssen.

Die Mannschaft von Bundestrainer Stefan Kermas, der wegen einer Krankheitswelle im kleinen Finale kein Ersatzspieler zur Verfügung stand, unterlag dem Gastgeber 1:2. Den einzigen Treffer des DHB-Teams erzielte der zum Stürmer umfunktionierte Torhüter Mark Appel.

"Dass ich das Tor mache, habe ich immer noch nicht verarbeitet. Ich weiß nicht, ob es das schon mal gab, dass ein Torwart bei einem Weltturnier ein Tor gemacht hat", sagte Appel und war genauso stolz wie Kermas: "Eine unglaubliche Performance, ein unglaublicher Wille. Eine solche Grenzerfahrung, ein solches Spiel mit neun Feldspielern und zwei Torhütern bestreiten zu müssen, gibt es sicher nie wieder. Wir dürfen nicht enttäuscht sein."

Bereits im Halbfinale gegen Weltmeister Australien am Samstag hatten zahlreiche Spieler mit Fieber gefehlt, darunter Kapitän Martin Hänger, Christopher Rühr, Marco Miltkau sowie Julius Meyer. In der Nacht erwischte es auch noch Dieter Linnekogel und Ferdinand Weinke.

"Das ist natürlich jetzt eine Ausnahmesituation, wenn es schon so weit ist, das der Ersatztorwart im Sturm spielen muss", teilte Rühr auf SID-Anfrage mit und übte Kritik: "Mittlerweile nervt es auch, dass die Turniere immer wieder nach Indien gegeben werden und es jedes Team einmal im Turnier richtig erwischt."

Notstürmer Appel (36.) glich die Führung der Inder durch Sunil Sowmarpet (21.) aus. Doch Harmanpreet Singh (56.) zerstörte die Hoffnungen der tapfer kämpfenden Auswahl des DHB. Im Finale setzten sich die Australier mit 2:1 (1:1) gegen Argentinien durch.

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