Samstag, 11.09.2010

Vor dem WM-Kampf gegen Samuel Peter

Tenor: Wladimir Klitschko siegt durch K.o.

Boxer Eddie Chambers glaubt nicht an eine Chance von Herausforderer Samuel Peter im WM-Kampf gegen Wladimir Klitschko. "Wladimir ist physisch und psychisch extrem stark", sagte der US-Amerikaner.

Eddie Chambers (l.) musste sich Wladimir Klitschko im März geschlagen geben
© sid
Eddie Chambers (l.) musste sich Wladimir Klitschko im März geschlagen geben

Eddie Chambers hat nicht den geringsten Zweifel. "Wladimir ist physisch und psychisch extrem stark", sagt der Mann der im März 2010 in Düsseldorf als bis dato letzter Boxer gegen den jüngeren der beiden Klitschko-Brüder k.o. ging.

Vor dem Kampf zwischen Klitschko und Samuel Peter am Samstag in Frankfurt/Main gibt es für Chambers deshalb auch nur einen Siegertipp: "Wenn Wladimir seinen Rhythmus findet, ist es fast unmöglich, an ihn ranzukommen und überhaupt einen Treffer zu landen."

Chambers erinnert sich nur zu gut daran, wie Klitschko ihn am 20. März in Düsseldorf kurz vor Ende der zwölften Runde auf den Boden schickte: "Samuel Peter hat richtig Kraft in seinen Schlägen, er ist ein guter Puncher, doch um Wladimir zu schlagen, musst du mehr als eine Waffe haben."

"Spätestens in der achten oder neunten Runde ist Schluss"

Klitschko habe von Trainer Emanuel Steward vor allem gelernt, wie er seine Gegner zermürben könne. Der Kampf in Frankfurt endet deshalb schon vor der letzten Runde, da ist Chambers sicher: "Spätestens in der achten oder neunten Runde ist Schluss. Wenn Steward Klitschko loslässt, wird Peter fallen." Chambers hat gegen beide geboxt. Gegen Klitschko verlor er, Peter bezwang er vor anderthalb Jahren in Los Angeles.

Chambers Trainer Rob Murray kann seinem Boxer nur zustimmen: "Peters Vorteil ist, dass er Klitschko beim ersten Kampf vor fünf Jahren dreimal am Boden hatte und deshalb keine Angst vor ihm hat. Aber Klitschkos enormer Reichweitenvorteil und seine Kunst, den Vorteil auszunutzen machen ihn zum Favoriten."

Das Team Chambers will im November zurück in den Ring, ebenso wie Tony Thompson, der Rechtsausleger, der vor zweieinhalb Jahren erst in der elften Runde von Klitschko in den Hamburger Ringstaub geschickt wurde. Thompson sagt ebenfalls einen K.o.-Sieg Klitschkos voraus: "Wladimir ist seit dem ersten Kampf der beiden um einiges besser geworden. In Atlantic City hatte er noch Angst davor, Samuel Peter auszuknocken."

"Wladimir ist viel aggressiver"

Das Selbstvertrauen von Wladimir Klitschko, so hat es Thompson beobachtet, sei größer denn je und Peter relativ einfach zu treffen. Thompson ist sicher: "Wladimir ist viel aggressiver als noch vor fünf Jahren. In Runde sechs oder sieben ist Schluss - dann ist Peter k.o. Klitschko ist klug, und Steward hat einen Plan. Er weiß, wie er den Kampf zu Ende bringt."

Shane Mosley, der amerikanische Weltergewichtler, ehemalige Weltmeister und Nachbar in Peters Trainingslager im kalifornischen Big Bear, hofft, dass Samuel Peter allen Prognosen zum Trotz gewinnt: "Samuel hat Fehler gemacht und daraus gelernt. Er ist gut vorbereitet bereit, er ist weiser und erfahrener - er ist sehr stark und sehr hungrig."

Peters Sieg wäre für Mosley ein großartiger Erfolg für das Schwergewicht, das die Klitschkos seiner Meinung nach bereits viel zu lange dominieren: "Samuels Sieg würde die Gewichtsklasse wieder interessant machen."

Stewart: Klitschko soll sich "dumm" stellen

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