Beachvolleyball

Brink/Reckermann verlieren Finale

SID
Sonntag, 08.08.2010 | 17:16 Uhr
Julius Brink holte 2006 den Europameister-Titel
© Getty
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Die Beachvolleyball-Weltmeister Julius Brink/Jonas Reckermann haben sich mit einem sensationellen zweiten Platz bei ihrem Comeback in die Favoritenrolle für die Heim-Europameisterschaften in Berlin geschmettert.

Nach sechswöchiger Verletzungspause unterlag das deutsche Topduo erst im Finale des Grand Slams im polnischen Stare Jablonki hauchdünn mit 0:2 (19:21, 19:21) gegen die Olympiasieger und Angstgegner Todd Rogers/Philip Dalhausser (USA).

"Das ist ein Traum und sah schon wieder richtig wie Beachvolleyball aus", sagte Reckermann zur überragenden Leistung beim Comeback. Mit 29.500 Dollar Preisgeld im Gepäck trat das deutsche Topduo die Reise zu den kontinentalen Titelkämpfen an, die am Mittwoch in Berlin beginnen.

Zu den Zielen beim Saisonhöhepunkt hatte sich Reckermann schon während der Verletzungspause geäußert: "Wir wollen um den Titel mitspielen. Wenn wir keine Rückschläge erleiden, glaube ich schon, dass wir in der körperlichen Verfassung sein werden, um den anderen Teams Paroli bieten zu können."

Nur eine Woche Training

Das zeigte sich auch in den Masuren, wo Brink und Reckermann nahtlos an alte Leistungen anknüpften - obwohl sie vor ihrer Rückkehr nur eine Woche hatten voll trainieren können.

Nach dem Gruppensieg schmetterten sich die an zwei gesetzten Rekonvaleszenten mit zwei Erfolgen in ein deutsches Halbfinale, wo sie mit 2:0 (22:20, 21:19) gegen David Klemperer/Eric Koreng (Essen) triumphierten.

Die unterlegenen Grand-Slam-Sieger von Stavanger verloren anschließend auch das "kleine Finale" 0:2 gegen die Brasilianer Marcio Araujo/Ricardo und nehmen 18.400 Dollar mit zur Medaillenjagd nach Berlin.

Topfit für die EM

Dort wollen Brink und Reckermann endlich den ersten Turniersieg in dieser Saison feiern - nach nunmehr zwei zweiten und drei dritten Plätzen auf der Weltserie. Ihre Angstgegner Rogers/Dalhausser dürfen dort glücklicherweise nicht starten.

Die souveränen Weltranglistenersten waren im Grand-Slam-Finale in Polen zum siebten Mal in Serie eine Nummer zu groß für die nach ihrer starken Leistung im Endspiel trotzdem zufriedenen Champions.

Am 20. Juni hatten sich Brink und Reckermann kurioserweise zeitgleich verletzt. Bei der Weltserie in Prag erwischte es Brink am Innenband im linken Knie, Reckermann am Meniskus. Nun sind beide nach Operationen rechtzeitig vor dem Saisonhöhepunkt EM wieder topfit und bereit für den Angriff auf Gold.

Brink/Reckermann schaffen es ins Finale

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